Gewalt hat viele Gesichter
Ein klärender Info-Abend über gewaltfreie Kommunikation – privat und im Beruf
Veranstalter:
Rüsselsheimer Unternehmerinnen Netzwerk
KLARTEXT Agentur für klare Kommunikation
Wenn wir an Gewalt denken, haben viele von uns zunächst körperliche Übergriffe oder deutlich sichtbare Ereignisse vor Augen. Doch Gewalt zeigt sich häufig viel leiser – mitten im Alltag und manchmal dort, wo wir sie zunächst gar nicht vermuten.
> Sie kann in Worten liegen, die beschämen, verletzen oder kleinmachen.
> In Erziehungs- und Beziehungsmustern, die auf Druck und Kontrolle statt auf Verbindung setzen.
> In Erfahrungen, die Körper und Nervensystem nachhaltig prägen – unabhängig davon, ob wir Gewalt selbst erleben, beobachten oder von ihr erfahren.
Viele dieser Verhaltensweisen und Muster sind gesellschaftlich tief verankert. Sie werden weitergegeben, wiederholt und häufig nicht als Gewalt wahrgenommen. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, Zusammenhänge zu verstehen und das eigene Handeln zu hinterfragen.
Inspiriert durch die Orange Days beleuchten drei Referentinnen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie machen sichtbar, wo Gewalt beginnen kann, erklären ihre Auswirkungen und zeigen konkrete Möglichkeiten für einen achtsameren, respektvolleren und verantwortungsvolleren Umgang miteinander – im privaten Umfeld ebenso wie im beruflichen Alltag.
Die drei Perspektiven des Abends
Tina Lutz – Traumalösungen, Praxis für Beratung & Psychotherapie
Die vielen Gesichter der Gewalt. Was hat Gewalt mit Bindung und Beziehung zu tun? Was passiert in Körper und Geist beim Kontakt mit Gewalt – ob selbst erlebt, beobachtet oder nur davon gehört? Tina Lutz zeigt die verschiedenen Formen von Gewalt und erklärt aus neurobiologischer Sicht, was sie mit uns macht. Und sie beantwortet die vielleicht wichtigste Frage: Was kann ich tun – für mich, für meine Kinder, für andere?
Anja Warnecke-Bi – Coachin für NI Neurosystemische Integration®
Gewalt in der Sprache – Worte, die verletzen, ohne böse gemeint zu sein. „Stell dich nicht so an", „Reiß dich zusammen", „Das ist doch nicht so schlimm" – solche Sätze kennen viele aus Kindheit und Alltag. Welche Botschaft steckt dahinter, welche Wirkung entfalten sie? In ihrem interaktiven Vortrag macht Anja Warnecke-Bi sichtbar, wie sprachliche Gewalt oft unbemerkt entsteht – und wie kleine Veränderungen in der Kommunikation zu mehr Verständnis, Verbindung und Wertschätzung führen.
Pia Tijhuis – Ernährungsberaterin
Essen als Belohnung, Entzug als Strafe. Was hat Ernährung mit Gewalt zu tun? Mehr, als die meisten vermuten. Wenn Essen zum Erziehungsmittel wird – als Belohnung, Bestrafung oder Kontrolle – sprechen Fachleute von psychischer Gewalt und emotionaler Manipulation. Die Folgen: emotionales Essen, psychischer Druck, gestörtes Essverhalten. Pia Tijhuis zeigt anhand konkreter Beispiele, wie wir es anders machen können – und wie Kinder einen unbeschwerten, natürlichen Umgang mit Essen lernen.
Was du mitnimmst
- Ein Gespür dafür, welche Formen Gewalt annehmen kann – auch dort, wo wir sie nicht vermuten
- Verständnis dafür, was Gewalt neurobiologisch mit uns macht
- Konkrete Aha-Momente: Wo nutze ich selbst unbewusst verletzende Sprache oder Kontrollmuster?
- Praktische Impulse für eine wertschätzende Kommunikation – im Privaten wie im Geschäftlichen
- Das Wissen: Du bist damit nicht allein.
Der Abend lebt vom Austausch. Nach den Impulsen der Referentinnen bleibt Raum für Fragen, Gespräch und Begegnung.
Hinschauen statt wegsehen. Sprechen statt schweigen. Mach du den Anfang.
Hinweis:
Mindestteilnehmerzahl
Die Durchführung der Veranstaltung setzt das Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl voraus. Wird diese Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, behalten wir uns vor, die Veranstaltung spätestens 2 Tage vor dem geplanten Termin abzusagen oder zu verschieben.
Bereits gezahlte Teilnahmegebühren werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet. Weitergehende Ansprüche der Teilnehmer, insbesondere auf Ersatz von Reise- oder Übernachtungskosten, sind ausgeschlossen.