1. Demokratie in der DNA
Veranstalter: offensiv´91 e.V., Kiezladen WaMa
Mit dem Kiezladen WaMa entsteht ein neues Stadtteilzentrum für Altglienicke – ein Ort der Teilhabe, an dem wir gemeinsam mit der Nachbarschaft über Bedarfe, Wünsche und Perspektiven ins Gespräch kommen. In unserer alltäglichen Arbeit begegnen wir dabei zunehmend offen rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Haltungen, die uns als Team und als soziale Fachkräfte vor neue Herausforderungen stellen.
Gemeinsam mit den lokalen Trägern sind wir der Frage nachgegangen, ob und wie sich eine gemeinsame Haltung im Stadtteil entwickeln lässt, um der gesellschaftlichen Rechtsverschiebung etwas entgegenzusetzen. Wir möchten unseren Prozess vorstellen, Herausforderungen im Sozialraum sichtbar machen und mit euch darüber diskutieren: Was können wir aus euren Erfahrungen mitnehmen, und wie lassen sich unsere Fragestellungen auf andere Sozialräume übertragen?
Barrierefreiheit: Orte eingeschränkt barrierefrei (ein barrierefreies WC kann beim QM nebenan genutzt werden).
2. Stadtentwicklung – Nachbarschaftshäuser als soziale Infrastruktur
Veranstalter: Moabiter Ratschlag e.V., Stadtteilzentrum „Stadtschloss Moabit“
Der Moabiter Ratschlag hat in den vergangenen Jahren auf der „Moabiter Insel“ erfolgreich verschiedene soziale Treffpunkte für die Nachbarschaft und unterschiedliche Zielgruppen aufgebaut. Die enge organisatorische und fachliche Zusammenarbeit dieser Orte mit dem Stadtteilzentrum „Stadtschloss Moabit“ stärkt unsere Arbeit im Netzwerk.
Aktuell entsteht mit der Kulturmanege Moabit ein neuer sozialkultureller Ort, der exemplarisch für sozialraumorientierte Stadtentwicklung steht. Wir möchten zeigen, wie soziale Infrastruktur entsteht, sich vernetzt und wirkt, und laden euch ein, gemeinsam über Chancen, Herausforderungen und Anforderungen an sozialraumorientierte Stadtentwicklung ins Gespräch zu kommen.
Barrierefreiheit: Orte eingeschränkt barrierefrei (ebenerdig oder Rampen, behindertengerechte WCs). Kein Leitsystem für Sehbehinderte. Fahrrad-Rikscha für zwei Personen vorhanden.
3. Kultur & Soziales – Begegnung gestalten, Vielfalt leben
Veranstalter: KungerkiezInitiative e.V., Stadtteilzentrum für Alt Treptow und Plänterwald
Als dezentrales Stadtteilzentrum mit vielen sehr unterschiedlichen Standorten haben wir viele Ansatzpunkte, um mit der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Wir zeigen euch unseren Sozialraum im Treptower Norden und besuchen im Rahmen eines Kiezspaziergangs unsere Galerie, den Kiezanger auf dem Schmollerplatz, den Edeka-Parkplatz, den Ressourcenladen RESI, das Kurszentrum K20 und enden im KungerKiezTheater.
Auf diesem Kiezsparziergang sprechen wir vor Ort mit Verantwortlichen und streifen dabei Themen wie:
- Chancen und Herausforderungen dezentraler Standorte
- Verbindung von sozialen Einrichtungen und lokalem Gewerbe
- Natur, Umwelt, Klima
- Ladenleerstand – Kultur und Konsum
- Väter- und Familienarbeit
- Finanzierungskonzepte
Wetterbedingte Änderungen vorbehalten.
Barrierefreiheit: Route barrierefrei (barrierefreie Toiletten unterwegs verfügbar). Orte eingeschränkt barrierefrei (über Rampen erreichbar). Fahrrad-Rikscha für zwei Personen vorhanden.
4. Berlin Ost-West nach 1990
Veranstalter: FreiZeitHaus e.V., Stadtteilzentrum Weißensee
Das Stadtteilzentrum Weißensee (Gründungsname „Frei-Zeit-Haus“) ist das erste Stadtteilzentrum, das nach dem Mauerfall bereits 1990 in einem Ostberliner Bezirk eröffnet wurde. Im Jahr 2025 feierte der FreiZeitHaus e.V. damit sein 35-jähriges Bestehen. Unser Jubiläum haben wir genutzt, um uns intensiver mit der Geschichte des Vereins, der Region Weißensee und der Entwicklung von Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit in Ost- und West-Berlin vor und nach der Wende auseinanderzusetzen.
Im Rahmen der Jubiläums-Jahrestagung wollen wir folgenden Fragen gemeinsam nachgehen:
- Welche Formen von Gemeinwesenarbeit gab es vor 1990 in Ost-Berlin und wie beeinflussten sie die ersten Nachbarschaftshäuser nach der Wende?
- Auf welche Traditionen haben sich die neuen Häuser berufen und worin unterschieden sie sich von westberliner Ansätzen?
- Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit der Ost- und Westberliner Häuser ab 1990 und welche Rolle spielte der VskA?
Übergreifend diskutieren wir die Bedeutung von Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.
Barrierefreiheit: Orte eingeschränkt barrierefrei (alle Räume und WC barrierefrei erreichbar, Garten nur teilweise zugänglich). Übersetzung in Gebärdensprache möglich (unter Sonstiges bei Assistenzbedarf angeben). ​​​​​​​
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