Info

Starke Stimmen, Sichere Räume

Wie ermöglichen wir Selbstbestimmung und Schutz für Mädchen* und jungen Frauen* mit Behinderungen


Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, Interessierte sowie Mädchen* und Frauen* mit Behinderung.

Barrierefreiheit
Barrierefreier, ebenerdiger Zugang zu allen Räumen, barrierefreie Toilette, induktive Höranlage im Saal. Übersetzung der Vorträge in Leichte Sprache und DGS. Die Workshops werden in einfacher Sprache gehalten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns. 

Teilnahmegebühr
45 Euro (inklusive Verpflegung)

Folgende Personen können kostenfrei teilnehmen:
Menschen die in einer Einrichtung der Behindertenhilfe arbeiten (z.B. WfBM) oder leben oder betreut werden.
Mädchen* und Frauen* mit Behinderung.


UhrzeitInhalt
Donnerstag 21.05.2026
09.30

Ankommen und Anmeldung

10.00

Begrüßung und Einführung durch die Veranstaltenden 

Grußworte: 

​Bürgermeisterin Verena Dietl, Behindertenbeauftragte Daniela Maier

10.30

1. Vortrag: Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen beenden – wissenschaftliche Erkenntnisse und Folgerungen für die Prävention

Prof.in Dr. Monika Schröttle, Hochschule Ravensburg-Weingarten, Institut für empirische Soziologie

Nach bisherigen Studien sind Frauen* mit Behinderungen die am stärksten von Gewalt betroffene Gruppe der weiblichen Bevölkerung. Sie erleben sowohl in Kindheit und Jugend, als auch im Erwachsenenleben um ein Vielfaches häufiger körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Ausgehend von empirischen Untersuchungen wird in dem Vortrag der Frage nachgegangen, wie Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen beendet werden kann und wie Betroffene die notwendige Unterstützung erfahren können.

11.15

Musikalische Auflockerung durch Kreativ.Labor der Stiftung Pfennigparade

11.30

2. Vortrag: Umsetzung inklusiver Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* am Beispiel des Mädchenhauses Bielefeld e.V.

Maite Dittmann, M.A. Erziehungswissenschaft, Traumapädagogin Leiterin der inklusiven anonymen Zufluchtstätte
Jenni Stille, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Traumatherapeutin (ZPTN), Psychosoziale Prozessbegleiterin

Beide: Mädchenhaus Bielefeld

Die Mitarbeiterinnen geben einen fachlichen Einblick in inklusive Arbeitsansätze des Mädchenhaus Bielefeld e.V. aus den stationären Bereichen Schutz-Wohnen-Verselbständigung und den ambulanten Angeboten Beratung-Therapie-Prävention. Es werden sowohl Erfahrungen aus der Umsetzung der Inklusion in der anonymen Zufluchtsstätte als auch der psychosozialer Prozessbegleitung geteilt. Im Zentrum steht die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* mit vielfältigen Unterstützungsbedarfen.

12.15

Musikalische Auflockerung durch Kreativ.Labor der Stiftung Pfennigparade

12.30

Mittagspause und Mittagessen
Der Mittagssnack ist im Teilnahmebeitrag inbegriffen

13.30

Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus Praxis, Verwaltung, sowie Frauen* mit Behinderung

Hasret Aydin, Wildwasser München
​​Susanne Böhm, Frauen*beauftragte
Be​tina Britze, Bezirk Oberbayern
Felizitas Fischer, Studentin
​​Nicole Parotat, Stadtjugendamt München

14.30

Workshop-Phase 
Infos zu den Workshops finden Sie unten

16.30

Gemeinsame Verabschiedung

17.00

Ende


Workshops

Workshop 1    

Mädchen* machen Mut – Mädchen* stellen Methoden zur Gewaltprävention vor

Steffi Sfeir, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Inklusionsfachberaterin, AAT - und Coolnesstrainerin ® 
Sherin Ahmed, Sozialpädagogin (B.A.)
​Beide: IMMA e.V. - Zora Gruppen und Schulprojekte, WiMA – echt stark!

Mädchen* mit Behinderungen brauchen sichere Orte.
Dort können sie über Gewalt sprechen.
Sie lernen auch:
Das sind meine Grenzen.
Und sie lernen:
Ich kann selbst entscheiden.
In diesem Workshop sind die Mädchen* die Lehrerinnen.
Sie zeigen Methoden gegen Gewalt.
Die Teilnehmerinnen können die Methoden ausprobieren.
Dann sprechen alle darüber.
Der Workshop zeigt neue Wege.
So kann man Gewalt verhindern.

Workshop 2    

Mein Nein im Netz – digitale Selbstbehauptung und Selbstbestimmung

Nicole Lindenthal, Diplom Sozialpädagogin (FH)
Miriam Wagner, Soziale Arbeit (B.A.), Gesellschaftlicher Wandel als Gestaltungsaufgabe (M.A.)
Beide: Schule Beruf e.V. - mira Mädchen*bildung

Mein Nein im Internet – So fühle ich mich stark und sicher
Das Internet gehört zum Alltag von vielen Mädchen* und jungen Frauen*.
Das nennen wir digitales Leben.
Wir sprechen über eure Erfahrungen im Internet.
Fast alle haben dort schon etwas erlebt.
Mal etwas Gutes, mal etwas blödes.
Wir überlegen:
Wie bin ich im Internet?
Was zeige ich von mir?
Wie kann ich mich im Internet schützen?
Wie kann ich „Nein“ sagen?
Wie bleibe ich sicher und stark?

Workshop 3    

Sexuelle Bildung für alle! Selbstbestimmt über Körper, Gefühle und Grenzen sprechen. 

Franziska Meier, Heilpädagogin, Motopädagogin, Tanz- und Ausdruckstherapeutin (ITA), Selbstbehauptungs- & Selbstverteidigungstrainerin (BV Fest e.V.), Wildwasser München e.V., WiMA – echt stark!

Warum ist sexuelle Bildung wichtig? Für wen? Und was ist sexuelle Bildung überhaupt? Im Workshop geht es um Selbstbestimmung, um Körperwissen, um Grenzen, Geschlecht und gesellschaftliche Teilhabe. Was macht Sie selbst neugierig? Wir schauen uns Materialien an. Wir diskutieren gemeinsam und entwickeln ganz praktisch Konzepte. Im Workshop lernen wir von und miteinander. 

Workshop 4    

Persönliche Zukunftsplanung – das Leben aktiv gestalten: Meine Träume, meine Wünsche, meine Zukunft

Sabine Senfter, Moderatorin in Persönlicher Zukunftsplanung und Projektleitung Betriebliche Inklusion, FortSchritt Rosenheim e.V.

Was macht Sie stark?
Was brauchen Sie, damit Sie sich sicher fühlen?
In diesem Workshop geht es um Ihr gutes Leben.
Und um Ihre Rechte.
Sie lernen:
  • mitentscheiden
  • „Nein“ sagen
  • Grenzen setzen
  • passende Hilfe auswählen
Wir nutzen Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung.
Sie finden heraus, was Ihnen wichtig ist.
Sie überlegen, welche Ziele Sie haben.
Sie schauen, wer Sie unterstützen kann.
Das können Menschen und Angebote sein.
Sie arbeiten in Ihrem Tempo.
Sie entscheiden selbst, was zu Ihnen passt.

Workshop 5    

Gewaltschutzkonzept der Pfennigparade ChancenWerk GmbH

Martina Edlmayr, Psychologin Betriebsleitung Moosach- Autismus Case Management
Jennifer Tisdell, Sozialdienst
Beide: Pfennigparade ChancenWerk GmbH

Vortrag und Diskussion zum Gewaltschutzkonzept. Vorstellung der Studie zur Prävalenz von Gewalt in Werkstätten 2024 und dem Wegweiser Gewaltschutz des Arbeitskreises Gewaltschutz für Menschen mit Behinderungen, sowie die Leitlinie „Ja zu Respekt – Nein zu Gewalt“ der Pfennigparade ChancenWerk GmbH.

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Fachkräfte.

Programmänderungen vorbehalten.

Anmeldeschluss: 23.04.2026
Ein kostenloser Rücktritt ist nur bis zum Anmeldeschluss möglich und muss schriftlich erfolgen, danach fallen 80% der Teilnahmegebühr an.
Rechnungserstellung (per E-Mail) erfolgt automatisch direkt nach der Anmeldung, bitte die Teilnahmegebühr binnen zwei Wochen nach Anmeldeschluss (also bis 07.05.2026) überweisen.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist. 

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Personen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Eine Veranstaltung von Initiative für Münchner Mädchen* - IMMA e.V., Pfennigparade – Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Freizeit für Menschen mit und ohne Behinderung und Wildwasser München e.V.

Zur Anmeldung »