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 Konferenz


Ungesehene Fachkräfte in Zeiten des War for Talents

Keynotes, Impulsvorträge und Werkstatt für Personaler_innen und Arbeitgeber_innen

eine Veranstaltung des Bundesverband Trans* (BVT*)

im Rahmen des EU-Projekts Transvisible



Online über Zoom am 28.1.2021 von 10 bis 17 Uhr (offenes Forum mit festgelegten Werkstatt-Zeiten)

für Teilnehmende kostenfrei


Sie wollen neue Fachkräfte gewinnen und sich und andere für Trans*themen sensibilisieren? Sie wollen als Arbeitgeber_in trans* Personen im Job gut begleiten, für trans* Fachkräfte sichtbar sein und sich für queere Mitarbeitende einsetzen?

Am 28.01.2021 zeigen wir Wege auf, wie Personaler_innen, Betriebsräte, Personalräte, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte oder andere Interessengruppen dies tun können. Es wird Impulsvorträge und mehrere Werkstätten geben, die ganz praktische Themenfelder entlang des Erwerbs-Lebenszyklus von Mitarbeitenden aufgreifen: Thematisiert werden Aspekte trans*sensiblen Recruitings, Onboardings und die Bindung von trans* Mitarbeitenden - Kenntnisse, die wichtig sind, um in diesem Bewerber_innenfeld erfolgreich zu sein. Ergänzend zu den Werkstätten stellen wir Ihnen im Laufe des ein Handbuch vor, das Schwierigkeiten aufzeigt, die trans* Personen auf dem Arbeitsmarkt begegnen. Im Anschluss zur Tagung sollen (auch ergänzt um die Ergebnisse der Werkstätten) Info-Materialien zu den Themen Stellenausschreibungen, Einstellungsprozesse, Onboarding und Mitarbeitenden-Bindung erstellt werden. 

Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung notwendig: Zur Anmeldung »

Der Teilnahmelink wird wenige Tage vor der Konferenz versendet.


PROGRAMM

10 Uhr Begrüßung von Chris Philipps, Vorstandsmitglied des BVT* und Unternehmer* in der Start-Up-Szene

Keynotes von Dr. Eva Voß, Head of Diversity, Inclusion & People Care Germany und Austria bei BNP Paribas und

Keynote von Stuart Bruce Cameron, CEO der Uhlala Group (angefragt)


Impulsvortrag von Gabriel_Nox Koenig, Referent_in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BVT*


Gerne können Sie auch ausschließlich zu einer Werkstatt kommen.


Die Werkstätten finden von 11.30 bis 13 Uhr und 14 Uhr bis 15.30 Uhr statt. Ausführliche Beschreibungstexte folgen.

Werkstatt 1:  Wie trans* Personen als Bewerber_innen mitdenken? – Die Gestaltung von inklusiven Stellenausschreibungen und gendergerechten Bewerbungsverfahren
Von Kalle Hümpfner, Fachreferent_in für gesellschaftspolitische Arbeit des BVT*

Immer häufiger finden sich in Stellenausschreibungen hinter dem Jobtitel die Kürzel m/w/d. Doch ist die Einführung eines weiteren Buchstabens ausreichend, um Bewerber_innen aller Geschlechter anzusprechen? Welche weiteren Veränderungen sind noch nötig, damit trans* Personen auf Ihre Stelle aufmerksam und anschließend im Bewerbungsverfahren ihre Kompetenzen zeigen können? In dieser Werkstatt werden praktische Ideen vorgestellt, wie Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation in der Personalgewinnung geschlechtliche Vielfalt mitdenken kann und so breitere Zielgruppen erreicht werden.


Werkstatt 2: Möglichkeiten, Hürden und Potentiale beim Aufbau von LSBTIQ+ Netzwerken in Unternehmen
Von Caroline Dinsel, ehemalige Diversity Manager_in bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

Interne Netzwerke aufzubauen, ist für Organisationen mitunter sehr profitabel. Ein LSBTIQ+ Netzwerk zu gründen, ist, durch die Sensibilität der Thematik, im betrieblichen Kontext mitunter herausfordernd, jedoch von herzerwärmenden Highlights geprägt. Wenn Organisationen oder Mitarbeitende sich entschließen, ein solches Netzwerk gründen zu wollen, ist das ein engagiertes Vorhaben und fordert vor allem Ausdauer und Fingerspitzengefühl. In dieser Werkstatt wird thematisiert, wie ein Anfang gestaltet werden kann, welche Hürden auf dem Weg überwunden werden können und müssen, und wie der Zusammenhalt in der entstehenden Gruppe über einen längeren Zeitraum gefördert werden kann.


Werkstatt 3: Transition am Arbeitsplatz: Wie kann eine Transition im Job von Arbeitgeber_innenseite gut unterstützt werden?
Von Gabriel_Nox Koenig, Referent_in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BVT*

In dieser Werkstatt besprechen wie die praktischen Fragen, die sich stellen, wenn ein_e Mitarbeiter_in sich als trans* outet:
Wie soll die Person von nun an angesprochen werden? Wo kann der selbstgewählte Name, wo muss der Passname vermerkt werden? Wie können die Kolleg_innen vorbereitet werden, welche Maßnahmen zum Diskriminierungsschutz sind notwendig und wie wird die Toilettensituation gestaltet? Für Fragen, die die Teilnehmenden der Werkstatt mitbringen, ist ausreichend Zeit eingeplant.  


Werkstatt 4: Sprache und Geschlecht, Gendern in der Praxis: Probleme, Lösungen und Denkanstöße
Von Katharina Krämer
Bei der Implementierung geschlechtssensibler Ansätze stoßen diejenigen, die sie in den verschiedenen Bereichen der Arbeit umsetzen, oft an die Grenzen der herkömmlichen Sprache. In den letzten Jahren sind viele verschiedene Arten des Umgang mit dem Gendern entstanden, die nebeneinander existieren (Doppelpunkte:, Sternchen*, Unterstriche_,), ohne dass es die eine richtige Lösung für alles gäbe. In dieser Werkstatt wollen wir zusammentragen, welche Hürden und Schwierigkeiten wiederholt auftauchen, wollen die Fragen bearbeiten, die uns beschäftigen, und gemeinsam Lösungen und praktische Ansätze überlegen, um geschlechtssensibel schreiben und arbeiten zu können: Was wollen wir erreichen und wie können wir es umsetzen?


Werkstatt 5: Biografische Kompetenzen von trans* Personen nutzen
von Mari Günther, Fachreferentin für Beratungsarbeit des BVT*

Transitionsprozesse finden unablässig in allen Organisationen, Teams und Firmen statt. Für angemessene und wirksame Transformationen können trans* Mitarbeiter_innen mit ihrer biographischen Kompetenz beitragen: Kommunikative Fertigkeiten in unterschiedlichen Feldern, die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln und auch eine Unerschrockenheit vor Veränderungen können hier benannt werden. Wir möchten Personalverantwortliche einladen, diese besonderen Ressourcen von trans* Mitarbeiter_innen in den Blick zu nehmen und für ihre betriebliche Prozesse nutzbar zu machen



16 bis 17 Uhr Austausch zu den Ergebnissen der Werkstätten und Abschluss



Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung notwendig: Zur Anmeldung »


Die Veranstaltung wird vom Bundesverband Trans* ausgerichtet und findet im Rahmen des EU-Projekts Transvisible statt.

Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Fünf Organisationen aus vier europäischen Ländern sind Partner_innen im Projekt. Alle diese Organisationen setzen sich für die Förderung von Trans*rechten und Gleichstellung aller Geschlechter ein. SURT, eine Fraueneinrichtung in Barcelona (Katalonien, Spanien), ist die federführende Partner_in. Die anderen Partner_innen sind die Forschungsgruppe zu Geschlecht und sexueller Vielfalt der Universitat de Vic (Katalonien, Spanien), das Transgender Equality Network Irland, die Háttér Society (Ungarn) und der Bundesverband Trans* (Deutschland).



Die Flagge der Europäischen Union