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Als Franz Kafka 1911 das ostjiddische Schauspiel einer in Prag gastierenden Theatergruppe aus Lemberg besuchte, glaubte er erstmals Juden zu begegnen, die ihre ,eigene Sprache‘ verwendeten. Beeindruckt durch dieses Erlebnis, versuchte der deutsch-assimilierte ,Westjude‘ Kafka, sich das Jiddische als fehlenden Baustein seiner jüdischen Sprachbiografie anzueignen. Der Vortrag rekonstruiert Kafkas Spracherwerbsstrategie und wirft zugleich einen Blick auf die Konsequenzen, die Max Brod aus dem jüdischen Erweckungserlebnis seines Freundes zog.


Boris Blahak ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Germanistik und Slawistik der Westböhmischen Universität Pilsen. 2015 erschien seine Dissertation Franz Kafkas Literatursprache. Deutsch im Kontext des Prager Multilingualismus.


Eintritt frei

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