Info

Am 12./13.5.2017 wollen die GGKG e.V. und die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ein Forum für Anleiter_innen und Ausbilder_innen von GSD-Studierenden schaffen, um sich über Praxisphasen im Studium auszutauschen. Am Freitag sollten Vorträge und Posterpräsentationen Grundlagen der Praktikumsphasen klären. Am Samstag sollen Teilnehmer_innen aktiv in zwei Workshopphasen Erwartungen, Wünsche und Anforderung an Praktikant_innen diskutieren. 

Die Veranstaltung findet in DGS und Deutsch (Vortrag Dr. Robyn Dean: Englisch) statt. Bitte geben Sie Ihren Bedarf für eine Verdolmetschung in Deutsch bzw. DGS im Anmedeformular an. Eine Teilnahme an Workshops ist aufgrund einer Platzbeschränkung nur nach vorheriger Anmeldung bei den Workshops (siehe Anmeldeformular) möglich. 


Freitag, 12.5.2017

14:00     Eröffnung

14:30      You can't measure the room with the color blue - What the sign language profession gets wrong about ethics and how to make it right (Robyn Dean, Rochester Institute of Technology, USA, Beschreibung unten)

15:30       Pause

16:00      Mit Praktikant/in zum Dolmetschen? - Input aus der Deaf-Studies-Perspektive (Thomas Geissler, Humboldt Universität zu Berlin)

16:30       Berufseinstieg - aber wie?  (Uta Benner, Hochschule Landshut; Marion Rexin, BGSD Bayern e.V.)

17:00       Pause

17:15      Praktikum als Bestandteil eines Dolmetschstudiums an ausgewählten Ausbildungseinrichtungen Europas: Eine kurze Betrachtung und Reflexion (Christian Rathmann, Humboldt Universität zu Berlin)

17:45      Sind wir nicht alle ein bisschen Praktikant_in? (Simone Scholl, Universität Hamburg)

18:15       Abschluss


Samstag, 13.5.2017

9:00         Dolmetschpraktikum aus Sicht Studierender, Anleitender und Ausbilder_innen: Ergebnisse aus     Fokusgruppeninterviews (Tom Temming, Westsächsische Hochschule Zwickau)

9:30         Workshopphase I (Beschreibung siehe unten, Auswahl siehe Anmeldeformular)

11:30       Mittagspause

13:00       Workshopphase II (Beschreibung siehe unten, Auswahl siehe Anmeldeformular)

15:00       Pause

15:30       Verabschiedung

16:00       Schluss


Eröffnungsvortrag (Robyn Dean)

No other profession uses metaphors to talk about their work. Nurses don’t say they are ‘like secretaries’ because they chart patient information. Teachers don’t say they are ‘like mothers’ because they discipline their students. Doctors don’t say they are ‘like chaplains’ because they comfort patients in time of pain or grief. How signed language interpreters came to adopt this language to talk about ethics can be traced back to early publications and the disciplines that have studied the interpreting profession.

There is evidence that not only is this type of discourse unique to the interpreting profession, it is also failing our new professionals. Moving from the abstract thought of metaphor and theory to the practical application of the real world experience is the design of practicum and internships. Yet metaphors fall apart when they are applied to real situations – metaphors are intended to explain a pattern of existing behaviors not to guide future ones. The potential knowledge exchange from practitioner to student is therefore compromised.

This presentation outlines some of ways our profession has used ethical abstractions to a problematic outcome and instead explores the use of specified principlism, an alternative and practical approach that is evident in other professional ethics discourse.


Workshop-Beschreibungen

Workshop 1: Mentoring in der Einstiegsphase in den Beruf (Peter Eichler/Claudia Hempel)

Schon vor Beendigung des Studiums machen sich viele Studierende Gedanken über das „Danach“. In den letzten Jahren haben sich die Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf vervielfacht. Dennoch gehen die meisten Studierenden nach dem Abschluß erst einmal allein los und wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Welche Vorteile es hat, gerade bei diesem Schritt von erfahrenen Dolmetscher*innen unter die Fittiche genommen zu werden, wollen wir in diesem Workshop gemeinsam erarbeiten. Nicht nur die Frage des Einstiegs, auch die weiteren Erfahrungen, sowie Lernerfolge hängen oft von einem guten Zusammenspiel aller Faktoren ab. Eine Zusammenarbeit mit erfahrenen Kolleg*innen hat viele Konsequenzen und ein Mentor-Mentée-Verhältnis kann zum Gelingen des Berufsstarts erheblich beitragen.


Workshop 2: Psst, nicht weitersagen! – Datenschutz, Schweigepflicht und Verschwiegenheit im Praktikum (Sandra Köchy, Katja Mann, Lena Alex)

Die BEO regelt die Verschwiegenheit von GSD in Bezug auf Informationen über und in Einsätzen. Weitere Gesetze und Verordnungen sind relevant, zum Beispiel die Datenschutz-Grundverordnung zum Schutz personenbezogener Daten in Europa. Im Berufsalltag haben GSD dazu bestimmte Verhaltensweisen und Gewohnheiten entwickelt, die im Kontext des Praktikums reflektiert und hinterfragt werden: Welchen Informationen darf ich weitergeben, welche nicht? Was darf mein/e Praktikant/in erfahren und was darf weitergeben werden? Im Workshop sollen die Umgangsweisen und Fragen zum Thema gesammelt und diskutiert werden und vor dem Hintergrund von Ergebnissen aus BA-Arbeiten und Bestimmungen der Hochschulen eingeordnet werden. 


Workshop 3: Erwartungen an PraktikantInnen (Susann Müller, Juliane Rode)

Im Workshop sollen Bedarfe, Wünsche und Umsetzungsmöglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen Praktikumsanleiter*innen und Hochschulen besprochen und reflektiert werden. Bisher scheint es nur wenige Einflußmöglichkeiten zu geben. Der Austausch zwischen den Hochschule und den Anleiter*innen trägt zwar dazu bei, hat aber kaum Konsequenzen auf die Bewertungen innerhalb des Studiums. Die Weitergabe von Hinweisen und Einschätzungen seitens der Anleiter*innen obliegt zumeist den Studiernden. Unter Umständen fühlen sich Anleiter*innen dadurch in ihrer Aufgabe eingeschränkt und/oder nicht ausreichend wahrgenommen. Somit ergibt sich der Wunsch nach mehr Einflussnahme auf das Praktikum und eventuell nach einer direkteren Bewertung oder Benotung des Praktikums durch die Anleiter/innen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Die Präzisierung dieser Wünsche und Bedürfnisse und konkrete Ideen der Umsetzung unter Berücksichtigung der Regularien der einzelnen Hochschulen und Universitäten soll Ziel des Workshops sein. Dazu laden wir alle interessierten Anleiter*innen und Vertreter*innen der Hochschulen ein.


Workshop 4: Kommunikation zwischen AnleiterInnen, PraktikantInnen und Hochschulen (Tom Temming)

In diesem Workshop werden auf der Grundlage der im Vortrag präsentierten empirischen Daten (Fokusgruppeninterviews mit Studierenden, Anleitenden, Aubilder*innen) mögliche Konsequenzen für die Ausbildungsstätten diskutiert. Die Auseinandersetzung soll besonders im Hinblick auf Qualitätsmanagements und dem "Plan-Do-Check-Act"-Zirkel nach Deming (1982) bearbeitet werden. Aufbauend soll erörtert werden inwieweit ein gezieltes Qualitätsmanagement für die Praktika eingeführt werden kann, bei dem alle Stakeholder involviert sind.


Workshop 5: Praktikantenanleitung ganz praktisch: was ist wann und wie zu tun? (Marja Hummert)

In diesem Workshop werden wir gemeinsam praxisnah die Anleitung eines Praktikums erarbeiten. Es stehen Themen im Mittelpunkt wie diese: Erwartungen im Rahmen des Praktikums sowohl aus Perspektive der Anleiter*innen als auch aus der von Praktikant*innen; Erarbeitung und Überprüfung von Lernzielen; Absprachen mit Kunden / Klienten bzgl. des Einsatzes von Praktikanten; Organisatorisches vor und im Praktikum; Aufgaben für Praktikant*innen; Was mache ich als Anleiter*in wann? Ziel ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der Anleiter*innen von der Bewerbung bis zum Abschluss des Praktikums als Leitlinie dienen kann.


Workshop 6: You can’t measure a room with the color blue: What the SLI profession gets wrong about ethics and how to make it right: Part 2

This workshop follows on from the plenary session. In addition to recognizing the problematic nature of the current ethical dialogue, this workshop further explores how to employ values-based decision making and reasoning in discussions amongst interpreterscommunity interpreting ethics.

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