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Info

Vormittag Netzwerktreffen Evidence (Fachpublikum)

          Ab 8:15 Uhr Anmeldung/Aufbau Markt der Möglichkeiten

          09 Uhr          Grußworte

          09:30 Uhr     aktueller Stand des Netzwerks (Dr. C. Richter)

          10:30 Uhr     Kaffeepause

          11:00 Uhr     Dennis Jespen „Häusliche Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen“

          11:30 Uhr     Judy Richter „Polizeiliche Aspekte häuslichen Gewalt“

          12:00 Mittagspause und Markt der Möglichkeiten

Nachmittag – Theaterstück und Vorträge (Fachpublikum/Interessierte BrürgerInnen)

          13:00 Miss-Mut e.v. „Hilfe bei häuslicher Gewalt“

          13:30 Pro Mann (Lindner) „Täterarbeit als Intervention bei häuslicher Gewalt“

          14:00 Charité (von Heyden) „Kein Täter werden“ - Prävention von sexuellem Kindermissbrauch im Dunkelfeld

          14:30 Kaffeepause

          15:00 Theaterstück Bartsch Kindermörder

          16: 00 Podiumsdiskussion zusammen mit den drei Vortragenden


zu den Vorträgen:

Max Lindner ist Leiter der Beratungsstelle ProMann

„Täterarbeit als Intervention bei Häuslicher Gewalt in Sachsen-Anhalt“

Täterarbeit bezeichnet die Arbeit mit gewaltausübenden Menschen im Bereich der häuslichen Gewalt mit dem Kernziel, Gewalt zu beenden und erneute Gewaltausübungen zu verhindern.

Zielgruppe sind Menschen, die in ihrer aktuellen oder ehemaligen Partnerschaft Gewalt ausüben, ausgeübt haben oder befürchten, in Zukunft Gewalt auszuüben. Die Zugangswege in die Beratung sind vielfältig. Neben justiziellen Weisungen oder Empfehlungen durch andere Behörden oder Institutionen können Menschen auch aus Eigeninitiative an einem Beratungsprogramm teilnehmen. Aufgenommen werden können Menschen, die ihre Tat eingestehen und ein Mindestmaß an Mitarbeitsbereitschaft zeigen.

Das Angebot der Fachstelle Täterarbeit in Fällen von häuslicher Gewalt LSA richtet sich an Männer und männliche Heranwachsende, die psychische oder physische Gewalt gegen ihre (Ex)Partnerinnen ausgeübt haben und die Konflikte in der Partnerschaft zukünftig gewaltfrei lösen wollen.  Angeboten wird, neben einer ersten Beratung, ein fortlaufendes Gruppenangebot. Dieses umfasst mindestens 25 Termine sowie ggf. Einzeltermine im Krisenfall und richtet sich nach dem Standard der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit. In Sachsen-Anhalt gibt es an zwei Standorten – in Magdeburg und in Halle – ein Angebot der Fachstelle. Das Angebot ist nicht Wohnortsbezogen und kann von allen Männern aus Sachsen-Anhalt, auch anonym, in Anspruch genommen werden.

Täterarbeit ist Opferschutz. Sie kann nicht isoliert stattfinden. Folglich ist die Einbindung des Angebotes in die Opferschutzstrukturen in Sachsen-Anhalt ein elementarer Teil der Arbeit.

Träger der Arbeit ist der Deutsche Familienverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V..

Kontakt:

ProMann (gerne hier das Logo von ProMann)

Täterarbeit - Antigewaltarbeit - Männerberatung - Jungenarbeit

Johannes-R.-Becher-Str. 49, 39128 Magdeburg

Tel:   0391/7217441 Fax:  0391/7217442

promann@dfv-lsa.de


Maximilian von Heyden (M.Sc. Public Health) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Gesundheitskommunikation am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

„Kein Täter werden“ - Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld

Der Vortrag stellt das deutschlandweite Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden" vor, das seit 2005 therapeutische Hilfe für Menschen mit pädophiler/hebephiler Sexualstörung anbietet. Der Vortrag beleuchtet den Ansatz, aktuelle Forschungserkenntnisse und dessen Funktion innerhalb einer gesamtgesellschaftlichen Strategie zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs.


Dennis Jepsen, M.A. Therapeutische Soziale Arbeit. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Soziologie (IMS) und Doktorand an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universitätsmedizin Halle (Saale); Forschungsschwerpunkte: Sexualpathologie, Suchterkrankungen, posttraumatische Belastung, Gewalt in Paarbeziehungen, (Sozial-)psychiatrische Versorgung

„Wenn Liebe weh tut und niemand hinsieht - Gewalt in gleichgeschlechtlichen Paarbeziehungen und Herausforderungen für die interdisziplinäre Versorgung“

Strukturelle wie auch interpersonelle Formen von Gewalt, Marginalisierung und Stigmatisierung führen zu einer besonderen gesundheitlichen Vulnerabilität queerer Menschen. Der Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse zu Prävalenzen, psychologischen Erklärungsansätzen zu Gewaltdynamiken in gleichgeschlechtlichen Paarbeziehungen sowie den daraus resultierenden gesundheitlichen Konsequenzen. Darüber hinaus werden Barrieren und Voraussetzungen für die Versorgung queerer Betroffener von Gewalt in Paarbeziehungen diskutiert.

Kontakt:

Dennis Jepsen, M.A. Therapeutische Soziale Arbeit

Institut für Medizinische Soziologie (IMS), Universitätsmedizin Halle

E-Mail: dennis.jepsen@medizin.uni-halle.de

Web: https://linktr.ee/dennisjepsen


Carolin Richter (Dr. med.) ist Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale), Leiterin der Gewaltschutzambulanzen Halle und Magdeburg, FÄ für Rechtsmedizin, Projektkoordinatorin Netwerk Evidence

„Netzwerk Evidence – Vertrauliche Spurensicherung für Betroffene häuslicher und sexua-lisierter Gewalt in Sachsen-Anhalt“

Das Netzwerk Evidence bietet Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt die Möglich-keit, Verletzungen vertraulich durch forensisch geschulte Ärztinnen und Ärzte dokumentieren und Spuren sichern zu lassen – ohne Verpflichtung zur polizeilichen Anzeige. Der Vortag beantwortet Fragen rund um die vertrauliche Spurensicherung,

Kontakt

Dr. med. Carolin Richter

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsmedizin Halle

E-Mail: nw-evidence@uk-halle.de


Miss-Mut

Die DRK Beratungsstelle Miß-Mut bietet in den Landkreisen Stendal und Salzwedel seit 1994 kostenfrei, freiwillig, vertraulich sowie auf Wunsch anonym Beratung für Betroffene von sexualisierter Gewalt an. Seit 2005 berät zudem die Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt und Stalking.

Sexualisierte und Häusliche Gewalt begleiten den Alltag vieler Menschen und dennoch werden die Themen zum Großteil durch die Gesellschaft tabuisiert - bewusst und unbewusst. Die DRK Beratungs- und Interventionsstelle Miß-Mut ist für die Betroffenen dieser spezifischen Gewaltformen eine wichtige Anlaufstelle. Um Betroffenen den Weg zu uns zu ermöglichen, braucht es oft aber auch eine sensibilisierte Gesellschaft, die hinschaut und unterstützt. Daher sind Fachtage zum Thema Häusliche Gewalt so wichtig! Wir möchten in einem kurzen Abriss auf das Thema Häusliche Gewalt und deren Facetten eingehen und im Anschluss daran aufzeigen, wie die Interventionsstelle in diesen Fällen helfen kann und welche Netzwerkpartner*innen weitere Unterstützung für die Betroffenen von Häuslicher Gewalt anbieten können. 

Kontakt:

DRK Interventionsstelle für Betroffene von Häuslicher Gewalt und Stalking

Kontakt: 03931 700105 Interventionsstelle@drk-stendal.de

DRK Beratungsstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt

Kontakt: 03931 210221 miss-mut@drk-stendal.de

Zur Anmeldung »