Gerd Altmann (pixabay)

Info

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Modultag Kommunikation II können Sie an folgenden Modulen teilnehmen:

  • Nonverbale Kommunikation und Raumregie
    In Anknüpfung an die bisherigen Ausführungen zur nonverbalen Kommunikation im Unterricht (Pädagogische Woche) werden in diesem Modul zwei Schwerpunkte gelegt, der Umgang mit Raum (z. B. Sitzordnung, Wege) und die Wirkung von Körpersprache (z. B. Gestik, Mimik). Ziel der Veranstaltung ist es, Sie für die Wirkungen nonverbalen Handelns zu sensibilisieren und zu einem bewussteren Umgang zu motivieren. Methodisch soll die praktische Arbeit an ausgewählten Beispielen unterrichtlichen Handelns im Mittelpunkt stehen.

  • Schwierige Gespräche mit Ausbilderinnen und Ausbildern
    Ziel der Veranstaltung ist, dass Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Handlungsmöglichkeiten in schwierigen Gesprächssituationen mit Ausbilderinnen und Ausbildern erweitern und damit eine größere Sicherheit für Ihr eigenes Handeln gewinnen.
    Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit exemplarischen Handlungssituationen wie z.B. dem Umgang mit intransparentem Feedback durch Fachleiterinnen/Fachleiter, unmotivierten oder überfordernden Ausbildungslehrerinnen/Ausbildungslehrern oder Ihren eigenen Fallbeispielen.
    Methodisch bieten wir Ihnen die Möglichkeit, an Fallbeispielen zu arbeiten oder Ihr Handeln  in einem Rollenspiel zu trainieren.

    Hinweise/Vorbereitung:
    Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung bitten wir Sie, einen kurzen Text zu lesen, den  wir Ihnen nach Ende der Modulwahlen per E-Mail zusenden werden.

  • Beratungsgespräche aus erzieherischem Anlass mit Schülerinnen und Schülern - Kommunikation im Zusammenhang mit Unterrichtsstörungen
    Störungen in der Schulklasse gibt es in vielen Variationen und immer wieder stellen wir uns als Lehrpersonen die Frage, wie man angemessen mit störenden Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommt, um eine Verhaltensänderung zu erzielen.
    In diesem Modul werden Sie auf der Basis von Fallbeispielen Handlungsmöglichkeiten und Gesprächsstrategien entwickeln und erproben, mit denen Sie Beratungsgespräche mit störenden Schülerinnen und Schülern führen können. Dabei wollen wir vor allem folgende Leitfragen in den Fokus rücken:
    - Wie gestaltet man Beratungssituationen?
    - Welches Verhalten des Beraters ist hilfreich?
    - Welche Gesprächstechniken gibt es?

    Hinweise/ Vorbereitung
    - Bitte lesen Sie die Seiten 1-2 und 11-14 aus dem Reader „Gesprächstypen, Erläuterungen und Gesprächsstruktur“.
    - Falls Sie bereits ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern im Zusammenhang mit Unterrichtsstörungen geführt haben oder bald führen werden, können Sie den Anlass des Gesprächs in wenigen Sätzen skizzieren und als Handlungssituation in dieses Modul einbringen. 

  • Beratungsgespräche am Elternsprechtag
    Schwerpunkt dieser insbesondere dem Handlungsfeld B (auch HF E und L) zuordbaren Veranstaltung ist die Aufarbeitung der Handlungssituation „Eltern beraten“.
    Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Handlungssituation differenziert erfassen, vorbereiten, durchführen und reflektieren können. Dabei geht es nicht explizit um die inhaltliche Diskussion des konkreten Beratungsanlasses sondern um Aspekte der Kommunikation.
    Methodisch bieten wir Ihnen während der Veranstaltung die Möglichkeit, anhand eines Fallbeispiels die daraus folgenden Anforderungen herauszuarbeiten und in einem Rollenspiel ein darauf abgestelltes Beratungsgespräch zu simulieren.
    Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung bitten wir Sie, Arbeitsmaterial zum Rechtsrahmen wahrzunehmen und ein Interview mit Klaus Kuhlmann (Elterngespräche aus Elternsicht) zu lesen. Dieses Material senden wir nach erfolgter Modulwahl zu.


  • Gespräche zur Lernberatung im Unterricht

    Immer wieder begegnen wir Schülerinnen oder Schülern in unseren Lerngruppen, die aus unterschiedlichen Gründen Lernschwierigkeiten haben. Dies können Konzentrationsprobleme sein, aber auch kognitive Schwierigkeiten, motivationale oder persönliche Probleme etc.. Unsere Aufgabe als Lehrpersonen ist es, diese Probleme in gemeinsamen Gesprächen mit der betroffenen Schülerin/ dem betroffenen Schüler aufzudecken und gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Aber wie führt man derartige Gespräche, ohne dass die Schülerin/ der Schüler sich angegriffen oder bloßgestellt fühlt? Mit welchen Fragen oder mit welchem Verhalten schafft man nicht nur eine gute Gesprächsatmosphäre, sondern erzielt zugleich auch ein Mitdenken und eine Erkenntnis der Schülerin bzw. des Schülers?

    In diesem Modul werden Sie auf der Basis neurobiologischer Erkenntnisse zum Thema „Kommunikation“ sowie auf der Grundlage des Lernfeedbacks nach Hattie Beratungsfragen und Kommunikationsmittel entwickeln sowie in einem Rollenspiel erproben, um Ihre Beratungskompetenz im Unterricht zu verbessern.

    Hinweise/ Vorbereitung: Bitte…
    sichten Sie wiederholend die in Nideggen ausgeteilten Feedback-Regeln.
    - lesen Sie den Text „Feedback im Unterricht“, den Sie im Vorfeld des Modultags zugemailt bekommen.
    - sichten Sie das Feedbackmodell nach John Hattie unter: https://www.pinterest.de/pin/115897390386906097/

    informieren Sie sich über „metakognitive Lernstrategien“ unter: 
    ​​​​​​​http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/LERNTECHNIKORD/LERNSTRATEGIEN/meta.html
    bringen Sie ein mobiles Endgerät mit, mit dem Sie Ihre Rollenspiele aufnehmen können.

  • Lernen im Gespräch
    Grundmuster und Strategien zur Gestaltung lernwirksamer Unterrichtsgespräche.

    „Sprachliches Handeln ist konstitutiver Bestandteil schulischen Lernens“ ( de Boer). Schüler*innen lernen durch und im Gespräch. Die Gestaltung von Lernprozessen in strukturierten schulischen Gesprächssituationen stellt für Lehrende eine besondere Herausforderung dar, da der Gesprächsverlauf eines Unterrichtsgesprächs in der Regel situativ und nur schwer planbar ist. Daher ist die Unterrichtsgesprächsführung ein häufiges Thema bei Unterrichtsnachbesprechungen. War der eigene Redeanteil zu groß oder waren die eigenen Impulse zu wenig zielführend? Ist die eigene Gesprächsführung zu eng oder zu offen gestaltet? Wurde mit Schüler*innenbeiträgen richtig weitergearbeitet?
    Ausgehend von Fragen nach der richtigen Zielsetzung aber auch der Haltung, mit der ich in ein Unterrichtsgespräch gehe, sollen unterschiedliche mögliche Grundmuster der Gesprächsführung und des aktiven Zuhörens vorgestellt und diskutiert werden. Darüber hinaus soll an konkreten Praxisbeispielen der lernförderliche Einsatz von Frage- und Impulstechniken sowie zum Feedback eingeübt werden. 
    Ziel ist es, neben der Kenntnis der theoretischen Grundlagen jedem/ jeder Teilnehmer*in zu ermöglichen, Strategien und Schwerpunkte zu entwickeln, um die eigene Kompetenz zur Unterrichtsgesprächsführung zu stärken. 

  • Förderung der S-S-Kommunikation
    Die Beantwortung der Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Unterricht Schüler-Schüler-Gespräche initiieren und begleiten können, auch um sie in der Entwicklung ihrer Selbstständigkeit zu fördern, ist vor allem das Anliegen in diesem Modul. Dazu wird die materialgestützte Arbeit an Gesprächssituationen des eigenen Unterrichts für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Die Auseinandersetzung mit Unterrichtsstörungen wird keine explizite Rolle spielen.


  • Kollegiale Fallberatung
    Was ist „kollegiale Fallberatung“? 

    Menschen aus ähnlichen Arbeitsfeldern können einander wirksam bei beruflichen Problemen beraten. Die Beratung findet in Gruppen -hier von Lehrerinnen und Lehrern- statt und folgt einer bestimmten Struktur. Ein*e Teilnehmer*in bringt einen Fall ein und wird von den übrigen Teilnehmern*innen nach einem feststehenden Ablauf beraten mit dem Ziel, Lösungen für den konkreten beruflichen Problemfall zu finden, so zum Beispiel für:
    Schwierigkeiten im Umgang mit einzelnen Schülern/innen oder Schülergruppen
    Probleme der beruflichen Alltagsorganisation
    -
    Kommunikationsschwierigkeiten mit Kolleg*innen....
    ​​​​​​​

    Ablauf:
    Zunächst werden die Teilnehmer*innen mit dem Ablauf der Kollegialen Fallberatung vertraut gemacht. Anschließend wird eine Beratung erprobt (nicht simuliert!), nachdem ein*e Teilnehmer*in einen Fall eingebracht hat. 
    Text in Anlehnung an: Kim-Oliver Tietze http://www.kollegiale-beratung.de/)



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