Coryright Thomas Dashuber

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Suchers Leidenschaften: Szenischer Vortrag „Paul Celan”
mit C. Bernd Sucher und Ingrid Resch anlässlich Paul Celans Geburtstag


Wenige deutschsprachige Dichter haben den Schmerz der Juden nach der Shoa so eindringlich in Worte gefasst wie Paul Celan. Alles, was er geschrieben hat, die Vergangenheit bedenkend und in poetische, sehr moderne Bilder übersetzend, hat Bestand und Bedeutung für die Gegenwart, für jüdisches Leben heute in Deutschland.

Paul Celan, 1920 in Czernowitz, Rumänien (heute Ukraine), geboren, gilt zurecht als einer der bedeutendsten Dichter und Denker des 20. Jahrhunderts, denn er hat nicht allein Lyrik geschrieben, sondern sich auch in Prosa geäußert. Er war ein faszinierender Grenzgänger. Seine Werke sind von einer einzigartigen Emotionalität und zugleich sprachliche Wunder, denn nicht die Vernichtung, nicht der Tod ist sein eigentliches Thema, sondern die Sprache.

Der Verfolgung entronnen, hatte er es schwer, sich im Leben zurecht zu finden. Seine Flucht 1947 über Ungarn nach Wien und später nach Paris bezeichnet einen Wendepunkt. Celan, ein jüdischer Ahasverus, der nirgendwo und mit keinem Menschen zur Ruhe kam – nicht mit seiner Geliebten, der Dichterin Ingeborg Bachmann, nicht mit seiner späteren Frau Gisèle Lestrange.  Zuhause war er in der deutschen Sprache.

C. Bernd Sucher - am 23. November vertreten durch den aus Schauspiel, Rundfunk und Fernsehen berühmten Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening (www.stefanwilkening.de) - versucht in seinem szenischen Vortrag zu erklären, was Celans Texte für die Gegenwart und einen respektvollen Umgang von Juden und Nichtjuden in Deutschland zu leisten vermögen. Und wie deutsche Geistesgeschichte angenommen und weitergedacht wird in diesen poetischen Werken, was sich nicht zuletzt in Celans Beschäftigung mit dem Werk Heideggers niederschlägt und in seinem (gestörten) Verhältnis zur Gruppe 47. 

Der Tod ist Zentrum des Celanschen Oeuvres. Er wählte ihn, nachdem ihm das Leben zu einer unerträglichen Last geworden war.


Dienstag 23.11.2021 / 19.00 Uhr / Eintritt: 8 Euro

Ort: Jüdisches Museum München, St.-Jakobsplatz 16, 80331 München


Eine Veranstaltung der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München, der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V., der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München, Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in München und #2021JLID.


Wegen des begrenzten Platzangebots aufgrund der Corona-Schuzmaßnahmen ist eine verbindliche Buchung erforderlich. ​​​​​​​Wie Sie eventuell schon mitbekommen haben, hat die Bayerische Staatsregierung mit der Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5. November 2021 die geltenden Besucher:innenregelungen bei kulturellen Veranstaltungen angepasst. Aufgrund der landesweit stark erhöhten Intensivbettenbelegung steht die Corona-Krankenhausampel auf Stufe Rot, sodass ab dem 9. November verpflichtend eine 2G-Regelung für alle Veranstaltungen im Freistaat Bayern gilt. Beachten Sie daher bitte, dass bei Ihrem Besuch der Veranstaltung im Jüdischen Museum München die 2G-Regelung (geimpft – genesen) gilt. Dies bedeutet: Es dürfen nur Gäste mit einem gültigen Impf- oder Genesenennachweis die Veranstaltung im Jüdischen Museum München besuchen. Außerdem haben wir uns entschieden, die Maskenpflicht beizubehalten, und zwar mit FFP2-Masken – auch am Platz während der Veranstaltung. Diese Regelung gilt auch für Schüler:innen ab 12 Jahren. Noch nicht eingeschulte Kinder und Kinder bis 12 Jahre, die sich in der regelmäßigen Schultestung befinden, sind von der 2G-Regelung ausgenommen. Bei schulpflichtigen Kindern bis 12 Jahren genügt der Schüler:innenausweis oder ein vergleichbares Dokument, das den Schulstatus nachweist.


Hinweis: Aus technischen Gründen müssen sich die Teilnehmenden jeweils einzeln anmelden. Nach Abschluss des Zahlungsvorgangs können Sie aber mit dem Button "Weitere Person anmelden" oder "Zurück zum Event" den Anmeldevorgang für einen weiteren Teilnehmer durchführen.

Falls Sie Hilfe bei der Anmeldung brauchen, wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro:

office@beth-shalom.de, Tel. 00 49 89/76 70 27 11, Bürozeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag, jeweils 10:00 bis 13:00 Uhr.

If you need help with the registration please contact Beth Shalom's office:

office@beth-shalom.de, tel. 00 49 89/76 70 27 11, office is open on monday, wednesday and friday 10:00 am to 1.00 pm.

Anmeldung

Bitte führen Sie für jeden Teilnehmer eine eigene Anmeldung durch.

Anmelder, die nicht Mitglieder von Beth Shalom sind, müssen auch folgende Felder ausfüllen. Ohne vollständige Angaben, die für die Sicherheitskontrolle unabdingbar sind, kann kein Einlass gewährt werden.

Für Gäste: Informationen von Beth Shalom

Beth Shalom verschickt an Interessenten dreimal im Jahr einen Rundbrief mit Informationen zum Gemeindeleben und gelegentlich Einladungen zu Veranstaltungen.

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