Anmeldung
Info
Programm
ab 9.00 Uhr Registrierung zum Fachtag
10.00 Uhr Begrüßung durch die Moderation des Fachtags
10.10 Uhr Grußwort des Bundesfamilienministeriums
10.15 Uhr Einführung in den Fachtag
Franziska Kreller, AG Strafvollzug und Bewährungshilfe / Violence Prevention Network gGmbH
10.20 Uhr Input: „Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Extremismusprävention in Strafvollzug und Bewährungshilfe: Herausforderungen und Dimensionen“
Dr. Maria Jakob, Deutsches Jugendinstitut e. V.
10.45 Uhr Panelgespräch mit Fragen aus dem Publikum
Feride Aktas, Violence Prevention Network gGmbH
Christina Müller-Ehlers, Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e. V.
Frank Lauber, Justizvollzugsanstalt Waldheim
(Ober-)Landesgericht, angefragt
Landeskriminalamt, angefragt
12.15 Uhr Mittagspause
13.15 Uhr Workshops
Workshop 1 (auch im LIVESTREAM): „,Restorative Justice‘ - ein auf Wiedergutmachung ausgerichtetes Handlungskonzept: Betroffenenorientiertes Arbeiten im Strafvollzug (BoAS)“ (Daniela Hirt, Präventionsprojekte und Fachberatung Restorative Justice, Gesundheit und Häusliche Gewalt und NN, JVA)
Im Rahmen des Workshops wird ein Restorative Justice-Prozess vorgestellt, der in zwei Justizvollzugsanstalten erfolgreich umgesetzt wurde und als Best-Practice-Beispiel gelten kann. Zentraler Bestandteil ist ein restaurativer Kreisdialog, an dem Inhaftierte, von Straftaten betroffene Personen (nicht aus derselben Tat) sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft teilnehmen, die weder tatverantwortlich noch tatbetroffen sind. Innerhalb dieses strukturierten Dialogformats werden die Prinzipien der wiederherstellenden Gerechtigkeit und der Wiedergutmachung praxisnah erlebbar. Zugleich wird deutlich, wie sich rehabilitative und resozialisierende Ansätze wirksam in den Strafvollzug integrieren lassen.
Workshop 2: „Psychische Störungen und mögliche Wechselwirkungen mit (De-)Radikalisierungsprozessen und gewalttätigem Verhalten“ (Sandra Schwarz und Imke Eisner, Fachbereich Psychotherapie bei Violence Prevention Network gGmbH)
Basiswissen zu Prävalenz, Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen werden vermittelt sowie mögliche Wechselwirkungen mit (De-)Radikalisierungsprozessen und gewalttätigem Verhalten eingeordnet. Dabei wird deutlich, dass keine allgemeinen kausalen Zusammenhänge bestehen, wohl aber gemeinsame Risiko- und Schutzfaktoren, insbesondere im Haftkontext.
Workshop 3: „Diskriminierung im Strafvollzug erkennen und abbauen“ (Karin Meißner und Lena-Marie Feld, Yallah Justiz – phänomenübergreifende Radikalisierungsprävention im Strafvollzug bei fitt gGmbH)
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung im Strafvollzug erfolgt in kurzen Inputs und interaktiven Formaten. Dabei wird erarbeitet, was Diskriminierung bedeutet, welche Rechte Inhaftierte haben und an wen sie sich wenden können. Gemeinsam wird diskutiert, wie Beschwerdemöglichkeiten verständlich, transparent und niedrigschwellig gestaltet werden können – und wie sowohl Inhaftierte als auch JVAen dabei unterstützt werden können, Diskriminierung frühzeitig zu erkennen und konstruktiv damit umzugehen.
Workshop 4: „Hybride Radikalisierungmuster – Herausforderungen und Chancen für die Präventionsarbeit” (Jan Nastke, Sarah Jane Collins und Andreas Stiewe, ZIRa bei IFAK e. V.)
Antisemitismus, Antifeminismus, Antiimperialismus oder antimoderne Ideale werden über sogenannte Brückennarrative verknüpft. So entstehen gemeinsame Feindbilder wie „westliche Werte“, staatliche Institutionen, eine vermeintliche „jüdische Weltverschwörung“ oder „der Islam“. Ergänzt wird dies durch rigide Geschlechter- und Beziehungsvorstellungen sowie die Vorstellung kultureller Homogenität. In einer interaktiven Übung werden die Fragen erörtert: Wie gehen wir mit Personen um, die im Extremismus die Legitimation für ihr menschenfeindliches, geschlossenes Weltbild suchen? Welche Handlungsansätze haben sich in der praktischen Arbeitsansätzen bewährt? Wie können zivilgesellschaftliche Träger, Polizei und Justiz gemeinsam präventiv wirken?
Workshop 5: „Distanzierungsarbeit mit Hochrisikopersonen“ (Annika von Berg und Malte Schrader, Violence Prevention Network gGmbH)
Ausgehend von der Frage, was unter einer Hochrisikoperson zu verstehen ist, werden gemeinsam die Herausforderungen in der Arbeit mit dieser Zielgruppe erarbeitet. Basierend darauf werden existierende Good Practices vorgestellt und weiterentwickelt.
14.30 Uhr Kaffeepause
15.00 Uhr Fortsetzung der Workshops
16.15 Uhr Abschluss des Fachtags
16.30 Uhr Ende des Fachtags
Anfahrt
Der Fachtag der AG Strafvollzug und Bewährungshilfe findet im Umweltforum in Berlin und im Livestream statt.
Anschrift:
Umweltforum
Pufendorfstraße 11
10249 Berlin
Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
U-Bahn: U5 bis Strausberger Platz, 7 Min. Fußweg
Tram: M5/M6/M8 bis Platz der Vereinten Nationen, 6 Min. Fußweg
Bus: 142 bis Friedrichsberger Straße, 4 Min. Fußweg
Livestream: Sie erhalten kurz vor der Veranstaltung per E-Mail einen Link.