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Digitale Veranstaltungsreihe

Antifeminismus – ein Phänomen mit vielen Gesichtern

Antifeminismus ist kein neues Phänomen – es gibt ihn, seit es Feminismus gibt und streng genommen auch schon darüber hinaus. Denn Antifeminismus ist nicht nur eine Gegenbewegung zu feministischen Forderungen, Positionen und Entwicklungen, sondern auch eine eigenständige Ideologie, die auf Vorstellungen der (geschlechtlichen) Ungleichwertigkeit und einem binären Geschlechtermodell beruht (vgl. Blum 2021). Feminismus ist angetreten genau jene Ungleichheit durch politische Auseinandersetzungen zu verändern und so ein „mehr“ an Gleichberechtigung und freien Entfaltungsmöglichkeiten für alle zu schaffen. Diese gesellschaftsverändernden Forderungen bleiben nicht unwidersprochen und antifeministische AkteurInnen versuchen immer wieder feministische Bestrebungen zu verhindern oder diese – wenn sie bereits erreicht wurden – zurückzudrängen. Antifeminismus könnte daher auch als die Gegenbewegung zur Gegenbewegung bezeichnet werden, die für eine ungleiche und vermeintlich natürliche Ordnung einsteht. Hierin sind sich verschiedene antifeministische AkteurInnen einig und der Kampf gegen vielfältige Lebensweisen und Gleichberechtigung wird so zum Bindeglied zwischen extrem rechten Positionen und Mainstream-Diskursen und öffnet Türen zu weiteren Ideologien der Ungleichwertigkeit. Er ist nicht nur fester ideologischer Bestandteil extrem rechten Denkens, sondern auch Verbindungsstück zu religiös-fundamentalistischen und konservativen Kräften.

In unserer Veranstaltungsreihe möchten wir eine Einführung in das Thema Antifeminismus geben und als Querschnittsthema verschiedener AkteurInnen beleuchten. 

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ONLINE-EINFÜHRUNG: Dienstag, den 16.01.24 von 10-12Uhr

What the hell is... Antifeminismus?

Der Vortrag bietet eine Einführung in das Thema Antifeminismus und dient so als Grundlage für die kommenden Veranstaltungen der Reihe. Es wird ein Definitionsangebot von Antifeminismus vorgestellt, die Unterscheidung zu Sexismus besprochen und durch den Blick auf verschiedene antifeministische Akteursgruppen, die verbindende Funktion des Themas aufgezeigt und seine Türöffnerfunktion in weitere Ideologien der Ungleichwertigkeit betrachtet.

(Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen)

Wir empfehlen eine Teilnahme am einführenden Vortrag. Sollte dies nicht möglich sein und Sie möchten dennoch an einem oder mehreren der folgenden Workshops teilnehmen, senden wir Ihnen gerne einführende Texte zum Thema Antifeminismus zur Eigenlektüre zu.

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ONLINE-WORKSHOP 1: Dienstag, den 20.02.24, von 10-14Uhr

Zwischen Feindbild und Instrumentalisierung – Geschlechtervorstellungen und antifeministische Erzählungen in der extremen Rechten

Antifeminismus ist ein fester Bestandteil extrem rechter Ideologie. Doch weshalb ist Feminismus darin ein „natürliches“ Feindbild? Auf welche Weise greifen rechte AkteurInnen antifeministische Narrative auf und wie wirken sie damit so erfolgreich in gesellschaftliche Diskurse hinein? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Workshop nach und betrachten hierfür aktuelle rechte Kampagnen und AkteurInnen.

(Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen/ Netzwerk gegen Rechts im Oberbergischen Kreis)

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ONLINE-WORKSHOP 2: Dienstag, den 19.03.24, von 10-14Uhr

Feminismus: eine Erfindung des Westens!? – Antifeministische Narrative bei islamistischen Gruppierungen

"Feminismus ist eine rein westliche Angelegenheit und muslimische Frauen sind längst emanzipiert?“ Solche und weitere Argumentationen verfolgen islamistische AkteurInnen, wenn es um das Thema Feminismus geht. Im Workshop werfen wir einen Blick auf antifeministische Erzählungen, die IslamistInnen für ihre Zwecke nutzen.

(Wegweiser Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis)

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ONLINE-WORKSHOP 3: Dienstag, den 16.04.24, von 10-14Uhr

Bibel oder Barbarei - christliche FundamentalistInnen und ihr Kampf gegen die Moderne

Trotz oder gerade wegen der voranschreitenden Liberalisierung und Säkularisierung hat vor einigen Jahren eine kleine, aber lautstarke Gruppe religiöser Hardliner damit begonnen Frauenrechte und Rechte von LGBTIQ-Personen anzugreifen. Der Workshop vermittelt Grundlagen zum Thema und widmet sich schwerpunktmäßig dem antifeministischen Weltbild christlicher FundamentalistInnen, ihren Strategien und Aktivitäten.

(Lina Dahm, freie Referentin und Journalistin)

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Aufgrund begrenzter Teilnahmekapazitäten bitten wir um Anmeldung jeweils bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn: » kostenlose Anmeldung

Alle Veranstaltungen finden digital via Zoom statt.

Ausschlussklausel:

Bitte beachten Sie, dass wir keine extrem rechten, rassistischen, antisemitischen oder in sonstiger Weise diskriminierenden Äußerungen tolerieren. Gleiches gilt für das Teilen von Bildern, Videos und Links, auf denen herabwürdigende und unangemessene Inhalte zu sehen sind. Personen, die durch diskriminierende Handlungen und Äußerungen auffallen, werden von der Veranstaltung ausgeschlossen. Verstöße können den Veranstaltenden gemeldet werden.