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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Ende dieses Schuljahres erwartet Sie ein besonderer Workshop-Tag: Unter dem Motto "Gut und gesund unterrichten" können Sie sowohl aus Angeboten zur Verbesserung der Unterrichtsqualität als auch aus gesundheitsorientierten Angeboten wählen.

In den Tag starten werden wir mit einem Vortrag des bekannten Psychiaters Prof. Dr. Borwin Bandelow. Er arbeitet an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und behandelt seit vielen Jahren Angstpatienten. Bandelow gilt als einer der führenden Angstforscher und ist Autor zahlreicher Fachpublikationen. Prof. Bandelow wird zum Thema "Keine Angst vor der Angst" referieren.

Anschließend finden zwei Workshoprunden statt. Hierfür können Sie aus folgenden Workshops wählen (Anmeldung bis zum 18.06.2018 möglich. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl jeweils auf 15 limitiert ist - es gilt das Windhund-Prinzip): 

​​​​​​​Der Link zur Anmeldung findet sich unten auf dieser Seite.

  1. Prof. Dr. Borwin Bandelow: „Angsterkrankungen, Depressionen, Burnout – wie erkenne ich psychische Erkrankungen?“

    Unter den psychiatrischen Erkrankungen sind die Angsterkrankungen (Panikstörung, soziale Phobie oder generalisierte Angststörung) die häufigsten, gefolgt von Depressionen. „Burnout“ ist keine anerkannte psychiatrische Bezeichnung, dahinter verbergen sich oft Depressionen, Angsterkrankungen oder somatoforme Störungen.

    Wie kann man in der Schule diese Erkrankungen bei Schülern (oder auch bei Mitarbeitern) erkennen? Was sind die Frühzeichen? Wie entstehen diese Erkrankungen? Welche Behandlungsmethoden werden empfohlen?

  2. Adelheid Ruppelt: Stressreduzierung - Wie ich mich empathisch abgrenze

    Emphatische Abgrenzung:
    Mit einer empathischen Abgrenzung bleiben Sie wertschätzend und werden dabei
    als kompetent und selbstsicher wahrgenommen. Wer sich empathisch abgrenzen kann, reduziert außerdem seinen Stresspegel. Sie lernen Methoden kennen, die Sie anschließend direkt anwenden können.

    Positive Energie aktiveren:
    Glück ist der Schlüssel für die Aktivierung positiver Energie. Sie erfahren, welche Charakterstärken für ein glückliches Berufs- und Alltagsleben notwendig sind und wie Sie diese optimieren.

    Positive Energie beibehalten:
    Was Spaß und Freude macht, behalten wir bei. Sie lernen Methoden kennen, um Ihre positive Energie in der Schule beizubehalten. Einen Transfer in Ihr Alltagsleben können Sie anschließend selbst durchführen.

  3. Silke Fastenrath: Sprachsensibler Unterricht

    Sprache ist für alle Schülerinnen und Schüler Medium des Unterrichts und zugleich Ziel beruflicher Bildung. Die berufliche Bildung stellt hier spezifische Anforderungen, z. B.

    • Verkaufs-, Beratungs- und Kundengespräche führen,
    • berufsspezifische Formen des Schreibens umsetzen,
    • berufsbezogene Texte lesen und verstehen.

    Je nach Berufsfeld und beruflicher Ausbildung variieren die sprachlichen Anforderungen deutlich. Diese berufsspezifischen Kompetenzen können nicht vorausgesetzt werden, denn alle Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen – unabhängig davon ob die deutsche Sprache für sie Erst-, Zweit- oder Drittsprache ist – sind Lernende auch in der Anwendung von Fach- und Bildungssprache.
    Zielsetzungen des Workshops:

    Sensibilisierung für sprachsensiblen Unterricht
    Kenntnis der Grundprinzipien sprachsensiblen Unterrichts
    Entwicklung von Unterrichtsideen

  4. Vanessa Krüger: Problem-Lösungs-Gymnastik
    Sie kennen das sicher: Sie hören eine bestimmte Musik – und schon erinnern Sie sich an ein damit verknüpftes Ereignis; eine E-Mail poppt rechts unten im Rechner auf, und bevor Sie wissen, worum es geht, jagt Ihnen der Name einen Schauer über den Rücken. Unser Hirn denkt in Mustern, unsere Erfahrungen sind sinnlich, kognitiv und somatisch verknüpft. Wollen wir unser Verhalten in bestimmten Situationen verändern, so lehren uns die Neurowissenschaften, dass wir gut daran tun, uns diese Muster bewusst zu machen, sie gewollt zu unterbrechen und diese Unterbrechungen zu trainieren. Und genau dafür bekommen Sie in diesem Workshop Handwerkszeug, das Sie im Alltag darin unterstützen kann, schneller und wirkungsvoller aus ungewolltem Verhalten auszusteigen und dieses in konstruktive Zustände zu wandeln.

  5. Ulf Rautenstrauch: Vielfalt nutzen
    Dieser Workshop bietet Ihnen mithilfe des Modells des Riemann-Thomann-Kreuzes die Möglichkeit, sich kontextbezogen in den Gruppen, in denen Sie sich bewegen – sowohl als Leitung einer Klasse als auch in kollegialen Teams etc. – (noch besser) zu verorten. Daraus lassen sich dann Schlussfolgerungen ziehen, welche Handlungsweisen wann zieldienlich sind, wofür Sie diejenigen, die manchmal so anstrengend „anders“ erscheinen, achten können und auf welche Weise Sie in konflikthaften Situationen Erwartungsmanagement betreiben können, um Widerstände gering zu halten.

  6. Sebastian Kloppmann: Umgang mit „schwierigen“ Schülern

    In diesem Workshop geht es um den Umgang mit Schülern, die Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich aufweisen.
    Genau genommen geht es um die Vorstellung eines Instruments (64 Handlungsmöglichkeiten/Planungshilfen im Umgang mit schwierig erlebten Schülern) mit dem Lehrerinnen und Lehrer darin unterstützt werden, die im Arbeitsalltag oftmals schwierig zu benennenden Auffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern zunächst zu bestimmen, um daraus dann die (im Material enthaltenen) Handlungsoptionen zur Begleitung und Förderung der Schüler gezielt und pointiert auswählen, durchzuführen und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüfen zu können. 

    Ausgehend von einer Kurzbestimmung von als belastend und störend empfundenen Schülerverhaltensweisen wird unmittelbar und ohne all zu große Theorielast - in eine ausgedehnte Praxisphase übergegangen, in der die Teilnehmer den Umgang mit dem Instrument (schon in Bezug auf einen Schüler oder eine Schülerin) ausprobieren und anschließend auf die Anwendbarkeit in Ihrem schulischen Kontext hin reflektieren.

  7. Schülerinnen und Schüler der BBS Einbeck (HEP 2): Snoezelen – Entspannung im Reich der Sinne

    In unserem Workshop geht es um Entspannung.
    Wie kann ich mich von dem ganzen Alltagsstress befreien? Was tut mir und meinen Sinnen gut, wie kann ich mir selber helfen? 
    Wir bieten Ihnen im Snoezelenraum Tipps und Entspannungsmöglichkeiten an, die Sie leicht im Alltag anwenden können. Diese reichen von Düften, über Nahrungsmittel, Massagetechniken bis hin zu gezielter Meditation. Es bietet sich ein bunter Strauß an Möglichkeiten an, seine Sinne ganzheitlich mit einzubeziehen und zu entspannen.
    Tauchen sie mit uns in die Welt des Snoezelen und erleben sie eine wohltuende, kleine Auszeit für Körper und Seele. 
    Sind Sie neugierig? Dann bringen Sie bitte für den Workshop helle Socken, ein kleines Handtuch und ein kleines Kissen mit. Wir freuen uns auf Sie.​​​​​​​

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Das Programm unseres Workshoptages auf einen Blick:

​​​​​​​09:00 Uhr       Begrüßung

09:15 Uhr       Prof. Dr. Borwin Bandelow: „Keine Angst vor der Angst“

10:30 Uhr       Pause

10:45 Uhr       Workshop-Runde 1

12:15 Uhr       Mittagspause mit gemeinsamem Essen

13:15 Uhr       Workshop-Runde 2

14:45 Uhr       Pause

14:55 Uhr       Abschluss und Ausblick

15:15 Uhr       Veranstaltungsende

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