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Beyond Books – Metadaten wissenschaftlicher Veranstaltungen als Handlungsfeld von Bibliotheken



Wissenschaftliche Veranstaltungen – Konferenzen, Workshops, Symposien etc. – sind weit mehr als Orte des fachlichen Austauschs. Sie prägen wissenschaftliche Communities, schaffen Sichtbarkeit und fördern Vernetzung. Zugleich bilden sie häufig Keimzellen für wissenschaftliche Publikationen, Kooperationen und Forschungsprojekte. Während Bibliotheken den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen professionell organisieren, bleiben Informationen zu wissenschaftlichen Veranstaltungen infrastrukturell oft nur unzureichend erschlossen. Veranstaltungsdaten sind meist nur auf temporären Konferenzwebseiten zu finden oder über ein Rhizom aus fachzentrierten Plattformen mit heterogenen Metadaten verteilt. Bibliotheken bieten bislang kaum eigene Infrastrukturen für ereignisbasierte Daten der wissenschaftlichen Praxis an, obwohl sie durchaus auch lokal Zugang zu diesen schaffen könnten, z.B. im Rahmen von Forschungsinformationssystemen.  

Der Workshop beleuchtet die Bedeutung wissenschaftlicher Veranstaltungen für die interne Wissenschaftskommunikation. Neben Einblicken in die von Communities getragenen Plattformen für die Verbreitung von wissenschaftlichen Veranstaltungen wird diskutiert, welche Rolle sie in der Forschungsbewertung spielen und wie sich Metadatenstandards weiterentwickeln lassen. Der Workshop richtet sich an bibliothekarische Fachreferent:innen und hat einen interdisziplinären Zuschnitt. Neben Impulsen zu aktuellen Entwicklungen bietet er Raum für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Diskussion darüber, wie Bibliotheken in ihrer Rolle als Infrastrukturpartner die Forschung unterstützen können



Programm:


9:00 - 9:15 Uhr
Begrüßung und Einführung 


9:15 - 10:15 Uhr
Session I:  Forschungsbewertung 


9:15 - 9:45: Vortrag 1
Open Research Data im Forschungsinformationssystem der Universität Bamberg
Fabian Franke (UB Bamberg)

Die Universität Bamberg hat Open Science in ihrem Selbstverständnis verankert. Mit der Unterzeichnung der „Barcelona Declaration on Open Research Information“ und den Services zum Open-Access-Publizieren und zum Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek unterstützt die Universität den freien Zugang zu Forschungsergebnissen, -informationen und -daten In diesem Rahmen betreibt die Universität Bamberg ein Forschungsinformationssystem (FIS) auf Basis von DSpace-CRIS. In enger Zusammenarbeit zwischen Universitätsbibliothek, IT-Service und Dezernat Forschungsförderung & Transfer ist ein umfassendes System entstanden, das alle Forschungsaktivitäten an der Universität Bamberg miteinander vernetzt und die Forschungsprofile der Universität darstellt. Das FIS enthält Projekte, Auszeichnungen, Preise und Profile der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und verknüpft sie mit Publikationen und Forschungsdaten. Es bildet damit auch eine Grundlage für die leistungsorientierte Mittelverteilung innerhalb der Universität. Forschungsinformationen werden nach offenen Metadatenstandards erfasst und mit persistenten Identifikatoren (z. B. DOI, ORCID, Förderer-IDs) versehen. Offenheit ist somit der Standard für die Forschungsinformationen an der Universität Bamberg. Der Beitrag stellt das Konzept dieses Forschungsinformationssystems und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen vor und diskutiert, wie das FIS zur Wissenschaftskommunikation beiträgt.



9:45-10:15 Uhr: Vortrag 2: 
Ein Puzzlestück mehr – Nutzbarmachung wissenschaftlicher Veranstaltungen für die Forschungsbewertung am Beispiel des Fraunhofer Wissenschaftsindikators
Milos Jovanovics (Frauenhofer Gesellschaft)

Die Fraunhofer Gesellschaft erhebt seit über 5 Jahren ihren eigenen Wissenschaftsindikator und hat damit ein Instrument zum Monitoring der eigenen Forschungsleistung geschaffen. Der Vortrag beschreibt, welche Messgrößen in den Indikator einfließen und an welchen Stellen es sinnvoll sein könnte, wissenschaftliche Veranstaltungen einfließen zu lassen und wo es sinnvoll wäre, dass lieber nicht zu tun. Dabei werden Vor- und Nachteile von Messgrößen und Indikatoren auch allgemein beleuchtet und diskutiert.


10:30 - 11:30 Uhr
Session II: Community


10:30 - 11:00 Uhr
Vortrag 1: Constanze Baum (H-Germanistik)


11:00 - 11:30 Uhr
Vortrag 2: Claudia Prinz (H-Soz-Kult) 



11:45 - 12:45 Uhr
Session III: Infrastruktur


11:45 - 12:15 Uhr
Vortrag 1
:
Meldesysteme für wissenschaftliche Veranstaltungen mit DSpace umsetzen. Datenmodellierung und fachliche Perspektiven
Dr. Kai Matuszkiewicz, Dr. Lydia Riedl, Eike Martin Löhden (FID Media):

Meldesysteme sind ein wichtiger Bestandteil einer fachlichen Informationsversorgung, um auf kurz- oder mittelfristig anstehende Ereignisse wie Konferenzen, Calls oder Ankündigungen hinzuweisen und eine angemessen Informationsversorgung zu gewährleisten. Auch wenn die Verfügbarkeit dieser Informationen für die Fachcommunity von großer Bedeutung ist, verschwinden sie schnell wieder. Meldesysteme tragen somit nicht nur dazu bei, Informationenzeitnah und breit zu teilen, sie archivieren diese zugleich und bilden somit einen ephemeren Datenbestand der Fachkommunikation dauerhaft ab und eröffnen somit auch Möglichkeiten für fachhistorische Analysen. Aus diesem Grund bieten sich Repositorien als technische Grundlage für Meldesysteme an und insbesondere Next Gen Repositoriesofferieren durch die durch ihre Datenmodelle geprägte Vernetzung von Datenbeständen neue Möglichkeiten.

Der Vortrag möchte den gewählten Ansatz einer Realisierung eines solchen Meldesystems in einem Next Gen Repository am Beispiel von DSpace vorstellen. Dabei sollen konzeptuelle Überlegungen ebenso präsentiert werden, wie das zugrundeliegende Daten- bzw. Entitätenmodell und die hierauf basierende Implikationen für die Vernetzung diverser Formen des Forschungsoutputs. Abgeschlossen wird der Vortrag von einer kurzen Live-Demonstration im System.



12:15 - 12:45 Uhr
Vortrag 2: Dr. Stephanie Hagemann-Wilholt (ConfIDent)


12:45 - 13:00 Uhr

Abschlussdiskussion


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