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Abstracts zu den Vorträgen:
Fabian Franke (UB Bamberg)
Open Research Data im Forschungsinformationssystem der Universität Bamberg
Die Universität Bamberg hat Open Science in ihrem Selbstverständnis verankert. Mit der Unterzeichnung der „Barcelona Declaration on Open Research Information“ und den Services zum Open-Access-Publizieren und zum Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek unterstützt die Universität den freien Zugang zu Forschungsergebnissen, -informationen und -daten In diesem Rahmen betreibt die Universität Bamberg ein Forschungsinformationssystem (FIS) auf Basis von DSpace-CRIS. In enger Zusammenarbeit zwischen Universitätsbibliothek, IT-Service und Dezernat Forschungsförderung & Transfer ist ein umfassendes System entstanden, das alle Forschungsaktivitäten an der Universität Bamberg miteinander vernetzt und die Forschungsprofile der Universität darstellt. Das FIS enthält Projekte, Auszeichnungen, Preise und Profile der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und verknüpft sie mit Publikationen und Forschungsdaten. Es bildet damit auch eine Grundlage für die leistungsorientierte Mittelverteilung innerhalb der Universität. Forschungsinformationen werden nach offenen Metadatenstandards erfasst und mit persistenten Identifikatoren (z. B. DOI, ORCID, Förderer-IDs) versehen. Offenheit ist somit der Standard für die Forschungsinformationen an der Universität Bamberg. Der Beitrag stellt das Konzept dieses Forschungsinformationssystems und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen vor und diskutiert, wie das FIS zur Wissenschaftskommunikation beiträgt.
Milos Jovanović (Frauenhofer Gesellschaft)
Ein Puzzlestück mehr – Nutzbarmachung wissenschaftlicher Veranstaltungen für die Forschungsbewertung am Beispiel des Fraunhofer Wissenschaftsindikators
Die Fraunhofer Gesellschaft erhebt seit über 5 Jahren ihren eigenen Wissenschaftsindikator und hat damit ein Instrument zum Monitoring der eigenen Forschungsleistung geschaffen. Der Vortrag beschreibt, welche Messgrößen in den Indikator einfließen und an welchen Stellen es sinnvoll sein könnte, wissenschaftliche Veranstaltungen einfließen zu lassen und wo es sinnvoll wäre, dass lieber nicht zu tun. Dabei werden Vor- und Nachteile von Messgrößen und Indikatoren auch allgemein beleuchtet und diskutiert.
Constanze Baum (H-Germanistik)
‚Science Life Cycle‘. Wissenschaftskommunikation als Baustein im Kreislauf der Entwicklung von Forschungsfragen, Partizipation, Netzwerkbildung und Verwertung am Beispiel von H-GERMANISTIK.
H-GERMANISTIK gehört mit derzeit fast 14.000 Abonnent*innen zu dem mittlerweile größten Netzwerk für literaturwissenschaftlichen Wissenstransfer weltweit. Seit seiner Gründung 2005 nutzt H-Germanistik zur Verbreitung von Fachinformationen unterschiedlicher Rubriken die technische und rechtliche Infrastruktur von H-Net: Humanities & Social Sciences Online, einem US-amerikanischen Konsortium, das von der Michigan State University getragen wird. Die Kommunikationsplattform wächst und verändert sich mit dessen Rahmenbedingungen. So migrierte die Liste 2014 bspw. auf die neue Plattform H-Commons. Welche Potentiale und Herausforderungen ein solches redaktionell ehrenamtlich betriebenes und Fachcommunity-basiertes Netzwerk mit sich bringt, soll im Vortrag skizziert werden. Die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation als ein wichtiger Baustein für die Entwicklung, Verbreitung und Konsolidierung von Forschungsdiskursen ist innerhalb der Fachgemeinschaft bislang wenig beleuchtet worden. Frühe Versuche der Erfassung von Metadaten über Kooperationsprojekte wie GiN (Germanistik im Netz) ließen sich bislang nicht dauerhaft etablieren. Wie Diskurse über einen Call for Paper, eine Tagungsankündigung, einen Tagungsbericht und die Ankündigung von nachfolgenden Fachartikeln in Zeitschriften in der Verwertungskette wandern und wachsen, lässt sich exemplarisch nachzeichnen. Weitere Effekte liegen in der damit angestoßenen Partizipation und Netzwerkbildung, die die Auseinandersetzung mit Forschungsfragen in einer global sichtbaren Fachcommunity prägen können. Wissenschaftskommunikation ist diesem Sinn nicht nur ein Service, sondern diskursbildender Faktor in einem ‚Science Life Cycle‘, dessen fachwissenschaftliche und fachhistorische Dimensionen es vielleicht noch zu entdecken, in jedem Fall zu diskutieren gilt.
Claudia Prinz, Thomas Meyer (H-Soz-Kult)
Digitale Fachinformation als wissenschaftliche Infrastruktur. H-Soz-Kult im Wandel
H-Soz-Kult existiert seit 1996 und ist ein zentrales Fachportal für die Geschichtswissenschaften in Deutschland und im deutschsprachigen Raum. Zu seinen zentralen Funktionen gehören die aktuelle Information über wissenschaftliche Veranstaltungen – vom Call for Papers über die Programmankündigung bis zum Tagungsbericht – sowie die Sicherung der langfristigen Archivierung und Zugänglichkeit dieser Inhalte. Der Vortrag nimmt dies zum Ausgangspunkt, um Standards für Terminankündigungen, die Bedeutung offener digitaler Fachinformation für die wissenschaftliche Community und aktuelle Herausforderungen für digitale Fachportale zu diskutieren. Was bedeutet Datensouveränität unter den heutigen Bedingungen? Wie lassen sich Offenheit, dauerhafte Zugänglichkeit und wissenschaftliche Unabhängigkeit von Fachinformation in Zeiten generativer KI, kommerzieller Plattformen und veränderter politischer Rahmenbedingungen gewährleisten?
Kai Matuszkiewicz, Lydia Riedl, Eike Martin Löhden (FID Media):
Meldesysteme für wissenschaftliche Veranstaltungen mit DSpace umsetzen. Datenmodellierung und fachliche Perspektiven
Meldesysteme sind ein wichtiger Bestandteil einer fachlichen Informationsversorgung, um auf kurz- oder mittelfristig anstehende Ereignisse wie Konferenzen, Calls oder Ankündigungen hinzuweisen und eine angemessen Informationsversorgung zu gewährleisten. Auch wenn die Verfügbarkeit dieser Informationen für die Fachcommunity von großer Bedeutung ist, verschwinden sie schnell wieder. Meldesysteme tragen somit nicht nur dazu bei, Informationen zeitnah und breit zu teilen, sie archivieren diese zugleich und bilden somit einen ephemeren Datenbestand der Fachkommunikation dauerhaft ab und eröffnen somit auch Möglichkeiten für fachhistorische Analysen. Aus diesem Grund bieten sich Repositorien als technische Grundlage für Meldesysteme an und insbesondere Next Gen Repositories offerieren durch die durch ihre Datenmodelle geprägte Vernetzung von Datenbeständen neue Möglichkeiten.Der Vortrag möchte den gewählten Ansatz einer Realisierung eines solchen Meldesystems in einem Next Gen Repository am Beispiel von DSpace vorstellen. Dabei sollen konzeptuelle Überlegungen ebenso präsentiert werden, wie das zugrundeliegende Daten- bzw. Entitätenmodell und die hierauf basierende Implikationen für die Vernetzung diverser Formen des Forschungsoutputs. Abgeschlossen wird der Vortrag von einer kurzen Live-Demonstration im System.
Stephanie Hagemann-Wilholt (ConfIDent)
ConfIDent – wissenschaftliche Events erfassen, verknüpfen und sichtbar machen
t.b.a.