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Debatten Dienstag - Die Zukunft des Radios


Dienstag, 19. April 2022, 18:30 – 20:00 Uhr & im Livestream 
 
In der Reihe zur digitalen Debattenkultur „Wir müssen reden!“ lädt das Museum für Kommunikation Frankfurt zur hybriden „Fishbowl“ ein - einer Diskussionsmethode, bei der alle mitreden, Ideen einbringen und Fragen an Expert:innen stellen können – sowohl online, also auch direkt vor Ort im Museum.
 
Wenn man über die Zukunft des Radios diskutieren möchte, dann lohnt es den Blick auf Berthold Brecht zu richten:  Vor fast 100 Jahren entwarf er in seiner Radiotheorie eine Vision von Gesellschaft, in der das Medium Radio nicht bloßer Apparat zur Distribution, sondern auch Apparat der Kommunikation sei – also ein Medium, das Austausch und Kollaboration möglich machen würde. Was damals noch als utopisches Denken galt, ist heute, in der digitalisierten Medienwelt durchaus realisierbar. Anlässlich der Ausstellung „On Air. 100 Jahre Radio“ möchten wir beim Debatten-Dienstag ein Schlaglicht auf die aktuelle Rolle des Mediums Radio in der Gesellschaft werfen und über Chancen, Potentiale und Risiken der Digitalisierung für den Hörfunk der Zukunft mit Expert:innen debattieren.



Podiumsgäste

Sylvia Kuck  (Hessischer Rundfunk)
Sylvia Kuck hat in Köln volontiert. Nach journalistischen Stationen beim Kölner Stadt-Anzeiger und Radio Luxemburg, kam sie über Hildesheim nach Nürnberg und moderierte bei einem der ersten Privatradios in Bayern. Beim Bayerischen Rundfunk drehte sie für die Frankenschau, bis es sie Ende der Achtziger ins Rhein-Main-Gebiet verschlug. Sylvia Kuck war beim Hessischen Rundfunk am Aufbau der Welle hr4 beteiligt und gehörte später auch zur Gründungscrew von hr-iNFO; dem inzwischen meistgehörten Informationsradio der gesamten ARD. Hier arbeitete bzw. arbeitet sie als Moderatorin, Redakteurin und programmverantwortliche Chefin vom Dienst. Als Reporterin liegt ihr inhaltlicher Schwerpunkt immer bei der Luft- und Raumfahrt (Hugo-Junkers-Preis, Medienpreis der Luft- und Raumfahrt). Außerdem engagiert sie sich im Personalrat des Hessischen Rundfunks und im Deutschen Journalisten-Verband DJV-Hessen.


Frederik von Castell (Übermedien)
Frederik von Castell ist Redaktionsleiter von Übermedien. Als Datenjournalist und Faktenchecker war er unter anderem für HR, SWR und dpa tätig. Von Castell ist außerdem Recherchetrainer, unter anderem am Journalistischen Seminar Mainz.


Dr. Peter Fey (Radio X)
Dr. Peter Fey ist Musiker (Electronica, Drum’n Bass, Jazz, Klanginstallation, Hörspielmusik), Tontechniker und Psychiater. Er ist seit 1986 Gründungsmitglied des Kunstradioprojektes radiox ( Kunstradio auf der Documenta 1987, das Literarische Ohr zur Buchmesse 1987 und das Kunstradio 1988). Mit der Änderung des hessischen Privatrundfunkgesetzes 1994 wurde nichtkommerzieller lokaler Hörfunk möglich und es schlossen sich mehrere Gruppen und Einzelpersonen unter Erweiterung der Programmatik und Bandbreite zu Radio X-Mix e.V. als Trägerverein für NKL in Frankfurt zusammen. Seit 1997 sendet radiox 24/7 in Frankfurt. Seit der Vereinsgründung ist Peter Fey Vorstandsmitglied. Neben seiner regelmäßigen Sendung “recycled music” auf radiox produziert er Hörspiele für den SWR.


Moderation
Daniel Voigt (MfK Frankfurt)


Chat-Moderation
Pia Snella (Hessische Landeszentrale für politische Bildung)



Folgende Fragen sollen diskutiert werden:


·       Überall und jederzeit „On Air“ – Radio wurde und wird insbesondere nebenbei konsumiert und gilt als Sekundärmedium: Welche Chancen und Risiken ergeben sich für den Hörfunk in der digitalisierten Medienwelt?
·       Technologischer Wandel – Welche neuen Möglichkeiten schaffen die neuen technischen Gegebenheiten für das Medium Radio und welche zukunftsweisenden Strategien müssen eingeschlagen werden, um eine Abwanderung von Hörer:innen zu unterbinden?
·       Radio X.0 – Interaktiv, individuell und digital: Sind Möglichkeiten der digitalen Partizipation förderlich für eine lokale und regionale Verankerung von Hörfunkangeboten oder löst die digitale Technologie diese Verbindung auf?
·       Radio als gemeinsamer Nenner – Welchen Beitrag leistet das Medium Radio bei der Konsensbildung in der Gesellschaft und was machen Individualisierungsentwicklungen mit dem One-to-many-Medium Radio?


Der Termin gehört zur Veranstaltungsreihe von Debatten-Dienstagen mit dem Untertitel: „DIGITALE DISKUSSIONSKULTUR - Wir müssen reden!?“.


Die Debatten-Dienstage werden in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet.


 

Eintritt: 4,- Euro


Es ist kein Nachweis für Ihren Museumsbesuch mehr erforderlich. Die Maskenpflicht (FFP2- bzw. medizinische Maske) und die Abstands- und Hygienekonzepte bleiben in unserem Haus bestehen. Bitte beachten Sie für weitere Informationen unseren Hygieneleitfaden.



Bitte beachten Sie: Bei der Veranstaltung im Museum für Kommunikation Frankfurt wird fotografiert und gefilmt. Die Veranstaltung wird live auf dem Youtube-Kanal des Museums übertragen im Nachgang dort weiterhin einsehbar sein. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, melden Sie sich bitte bei Ihrer Ankunft am Empfang.

Teilnehmer:innen

Sonstiges

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