Info
Am Freitag, 19. Juni 2026 findet auf dem Gelände des Universitätsklinikums, im Hörsaal H7 das "1. Magdeburger Digital Health Symposium" statt.
Programm:
ab 16:00 Uhr: Registrierung geöffnet
16:30 - 16:50 Uhr: Eröffnung des Symposiums
Prof. Dr. Julian Varghese (Direktor Institut für Medical Data Science)
Prof. Dr. Daniela Dieterich (Dekanin Medizinische Fakultät OvGU)
Prof. Dr. Dr. Hans-Jochen Heinze (Ärztlicher Direktor UMMD)
16:50 - 17:30 Uhr: 1. Keynote: PD Dr. Philipp Berg (Institut für Medizintechnik, OvGU)
STIMULATE goes clinic: minimal-invasiv und maximal-innovativ
17:30 - 18:15 Uhr: Vorstellung Institut für Medical Data Science
Prof. Dr. Julian Varghese; Einleitung
Dr. Tim Herrmann und Dr. Aliće Grünig; Datenintegrationszentrum und KI-Plattform
Lucas Bickmann; Medical Artificial Intelligence Lab
PD Dr. Sarah Sandmann; Medizinische Bioinformatik und klinische Dashboards
18:15 - 19:15 Uhr: Essenspause + Posterausstellung
19:15 - 20:15 Uhr: Digital Health Anwendungen in Magdeburg
Anna Kleinau (Institut für Simulation und Graphik, Fakultät für Informatik) Visuelle Anwendungen für erklärbare KI in der klinischen Entscheidungsfindung
Prof. Dr. Carola Dröge (Universitsätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, UMMD) Digital Health in der Hepatologie: Chancen und Herausforderungen für die Forschung
Dmitry Sushko (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, UMMD) Clinician Scientist meets Data Science
Prof. Dr. Dr. Fabian-Simon Frielitz (Telemedizin, Digitalisierung und Ökonomie in der Medizin, UMMD) Digitale Versorgungsmodelle in der Pädiatrie
20:15 - 20:55 Uhr: 2. Keynote: Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch (Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) Datenintegrationszentren: Datenlieferant und auch Treiber für zukünftige KI-Anwendungen?
20:55 - 21:00 Uhr: Closing
ab 21:00 Uhr: Get-together
Unsere Keynotes:
Priv.-Doz. Dr. Philipp Berg
Philipp Berg studierte Maschinenbau an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und promovierte im Bereich der Strömungsmechanik. Im Anschluss habilitierte er sich mit der Venia Legendi für „Biofluidmechanik“ und etablierte damit seine wissenschaftliche Expertise an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften und Medizin. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf neurovaskulären Erkrankungen sowie auf patientenspezifischer Simulation und digitalen Modellierungsansätzen in der Medizin. Er war unmittelbar am Aufbau des Forschungscampus STIMULATE - Solution Centre for Image Guided Local Therapies beteiligt, der seit 2015 in Magdeburg die Forschung und Entwicklung im Bereich der bildgestützten minimal-invasiven Therapien zur Behandlung von Krebs sowie neuro- und kardiovaskulären Volkskrankheiten vorantreibt. Hier werden u.a. auch die neuesten 14-Tesla-MRT-Geräte entwickelt. Am Forschungscampus leitet Philipp Berg die Forschungsgruppe „Medical Flows“, die sich mit experimentellen und numerischen Untersuchungen medizinischer Strömungsphänomene befasst. Darüber hinaus ist er Mitglied des erweiterten Vorstands des Forschungscampus und ist stellvertretender Leiter des Lehrstuhls für „Medizinische Telematik und Medizintechnik“. Mit seiner Arbeit verbindet er ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit digitalen Gesundheitslösungen und trägt so zur Weiterentwicklung daten- und simulationsgestützter Medizin bei.
Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch

Hans-Ulrich Prokosch promovierte im Jahr 1988 am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig Universität in Gießen. Auf Grundlage von in Amerika gesammelten Erfahrungen leitete er von 1988 bis 1994 die Eigenentwicklung des klinischen Arbeitsplatzsystems WING (Wissensbasiertes Informationsnetz am Gießener Klinikum). Im Jahr 1994 habilitierte er an der Justus-Liebig Universität und erhielt die Venia Legendi für das Fach Medizinische Informatik. 1995 folgte er einem Ruf für Medizinische Informatik an die Universität Münster und übernahm die Leitung der Stabsstelle Medizinische Informationsverarbeitung am Universitätsklinikum Münster. Dort vertiefte er seine Forschungsschwerpunkte: die Entwicklung von klinischen Informationssystemen mit einheitlicher Anbindung von diagnostischen Funktionsstellen und klinischen Spezialbereichen, die Verbesserung und Standardisierung der strukturierten elektronischen Krankenakte sowie die Entwicklung einer elektronischen patientengeführten Gesundheitsakte. Im Jahr 2003 wechselte er an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und übernahm als Professor für Medizinische Informatik die Leitung des gleichnamigen Lehrstuhls, sowie die Position des Chief Information Officers (CIO) der Universitätsklinik Erlangen. In seiner Doppelfunktion förderte er in den ersten Jahren die Integration wissensverarbeitender Funktionen in elektronische Krankenaktensysteme und trieb ab 2010 die Entwicklung im Bereich der Forschungsdateninfrastrukturen und Nutzung von Routinedaten für die Forschung am Standort voran. Er leitet das MIRACUM-Konsortium und ist aktueller Präsident der Fachgesellschaft GMDS.
