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Informationen:
Digitaler Fachtag 4.0 – „Ehrenamt on Fire“
📅 21. November | 💻 Digital | 💰 Kostenfrei
Das Ehrenamt ist das Herzstück unserer Feuerwehren. Doch wie können wir es stärken, neue Engagierte gewinnen und gute Rahmenbedingungen für das Engagement von morgen schaffen?
Beim Digitalen Fachtag 4.0 „Ehrenamt on Fire – Unterstützung für dein Engagement von morgen“ bringen die Landesfeuerwehrverbände aus Hessen, Thüringen und Sachsen Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Bundesländern zusammen.
Freut euch auf spannende Fachimpulse, praxisnahe Erfahrungen, Workshops und den Austausch mit anderen Engagierten. Gemeinsam möchten wir erfolgreiche Ideen teilen, neue Perspektiven entdecken und konkrete Anregungen für die eigene Feuerwehr mitnehmen.
Ziel: Sich weiterbilden, voneinander lernen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Ideen für das Ehrenamt von morgen entwickeln.
Eingeladen sind alle, die sich in der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren oder die Zukunft des Feuerwehr-Ehrenamts aktiv mitgestalten möchten – unabhängig von Funktion oder Erfahrung.
Nutzt die Gelegenheit, euch zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam das Ehrenamt von morgen zu stärken!
Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte meldet euch verbindlich über diese Anmeldeseite an. Weitere Informationen zum Programm und zur technischen Teilnahme und zu den Workshops findet ihr hier weiter unten.
Ablauf:
Samstag, 21. November 2026
09.30 Uhr digitaler Check-In
10.00 Uhr Begrüßung / Moderation Johannes Kohlen
10.15 Uhr Impulsvortrag - Prof. Dr. Roland Goertz “Zukunft der Feuerwehr(en)”
11.15 Uhr Pause sowie anschließende Zuordnung zu den Workshops
11.30 Uhr Workshop-Phase 1
13.00 Uhr Mittag
13.45 Uhr Workshop-Phase 2
15.15 Uhr Pause
15.30 Uhr Ergebnisse und Erkenntnisse Workshops /Blitzlicht
15.45 Uhr Abschluss und Feedback
16.00 Uhr Offizielles Ende
Workshopbeschreibungen:
Workshop 1: KI richtig eingesetzt Social Media & Öffentlichkeitsarbeit und Künstliche Intelligenz
KI ist in aller Munde. Aber bringt sie mir im Ehrenamts-Alltag auch etwas? Und wenn ja: Wie gelingt der Einstieg, ohne Technikprofi zu sein? Im Workshop klären wir, was hinter Tools wie ChatGPT, Claude oder Copilot steckt und wie wir sie sicher und effektiv nutzen können. Dafür üben wir auch an konkreten Praxisbeispielen aus Ehren- und Hauptamt – beispielsweise der Öffentlichkeitsarbeit. Ein eigener Account bei einem KI Anbieter ist von Vorteil.
Dozent:
Mathias Rauh (M.A.) ist KI-Manager (IHK), bringt 18 Jahre Erfahrung aus Erwachsenenbildung, NGOs und Ehrenamt mit und begleitet zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Einführung von KI-Systemen.
Workshop 2: Einsätze die nicht loslassen – Erfahrungen und Perspektiven des Einsatznachsorgeteam (ENT)
Einsatzkräfte machen in ihrer Tätigkeit häufig Erfahrungen, die über die eigene Vorstellungskraft hinaus gehen. Hierbei können Belastungen entstehen, die manchmal nicht allein bewältigt werden können. Erfahrt in diesem Workshop welche Einsätze belastend sein können, wie ihr Belastungen erkennt und was ihr tun könnt um diese zu senken.
Dozent:
Daniel Hartmann, Leiter des Einsatznachsorgeteam in Sachsen. Das Einsatznachsorgeteam (ENT) des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen e. V. unterstützt Feuerwehr- und Einsatzkräfte nach extrem belastenden Einsätzen.
Workshop 3: Update Gemeinützigkeitsrecht 2026 für euren Feuerwehrverein
Weniger Bürokratie, höhere Pauschalen, mehr Spielraum für Euren Verein! - Ab 2026 bringen neue steuerliche Regelungen wichtige Veränderungen für gemeinnützige Organisationen. Doch was bedeutet das konkret für Euren Feuerwehrförderverein? In diesem Workshop erfahrt Ihr kompakt und praxisnah, welche Neuerungen auf Euch zukommen, welche Chancen sich daraus ergeben und worauf Ihr als Vorstand achten solltet. Dazu gibt es hilfreiche Tipps für die Vereinsarbeit und genügend Raum für Eure Fragen rund ums Vereinsmanagement.
Dozentin:
Claudia Vater vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. (SLK) begleitet seit 20 Jahren Engagierte und stärkt mit Workshops, Vorträgen und Beratungen die Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements.
Workshop 4: Mitgliedergewinnung neu denken
Warum erreichen Freiwillige Feuerwehren immer öfter zu wenig Menschen, um langfristig zukunftssichere Feuerwehren aufzubauen? Eine Antwort gibt ein Blick auf dem Weg von Freiwilligen zur Feuerwehr. Dies ist keine kurzfristige Entscheidung und Überreden bringt mehr Frust als Erfolg. Was wäre, wenn wir den Prozess umdrehen?
Können die wir Freiwilligen Feuerwehren so interessant und transparent präsentieren, dass neue Mitglieder von selbst für eine Mitgliedschaft anfragen?
Diesen Weg gehen bereits viele Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und die Nachwuchskoordinatorin des LFV RLP, Sandra Schäfer, unterstützt sie auf diesem Weg.
Beim digitalen Workshop gibt sie Einblicke in dieser Art der Mitgliederansprache und berichtet von Erfolgen aus der Praxis.
Sandra Schäfer wird eine neue Sichtweise auf dem Weg der Mitglieder zur Freiwilligen Feuerwehr beleuchten. Dabei wird deutlich, was es braucht, damit Menschen ein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr in Betracht ziehen und was eine Feuerwehrmannschaft beisteuern kann, um diesen Prozess positiv zu begleiten.
Teilnehmer nehmen direkt erste Fragestellungen mit, die in der eigenen Wehr umgesetzt werden können und die bestehende Mitgliederwerbung auf den Prüfstand stellen.
Dozentin:
Sandra Schäfer ist seit 2019 als Nachwuchskoordinatorin beim Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz tätig. Sie begleitet Freiwillige Feuerwehren nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, damit Freiwillige Feuerwehren zeitgemäß, zielorientiert und bürgerzentriert mit potenziellen neuen Mitgliedern kommunizieren können.
Workshop 5: Machtmissbrauch in der Feuerwehr
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Macht und Verantwortung innerhalb der Feuerwehr entstehen, wo legitime Führung endet und problematisches oder missbräuchliches Verhalten beginnt. Anhand typischer Situationen aus dem Feuerwehralltag werden unterschiedliche Formen von Machtmissbrauch betrachtet und gemeinsam mit den Teilnehmenden eingeordnet. Neben einem fachlichen Impuls liegt der Schwerpunkt auf dem Austausch und der aktiven Arbeit mit der Gruppe. Die Teilnehmenden reflektieren Strukturen und Verhaltensweisen, diskutieren mögliche Warnsignale und erarbeiten Ansätze für einen konstruktiven Umgang mit schwierigen Situationen. Dabei geht es sowohl um die Verantwortung von Führungskräften als auch und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene, Kameradinnen und Kameraden sowie die Organisation selbst.
Dozent:
Philipp Wentzel, Ausbilder, Fachbuchautor und seit über 20 Jahren im Einsatz.
Workshop 6: Führen von verschiedenen Generationen
Im aktiven Feuerwehrdienst treffen sich Menschen zwischen 16 und 67 Jahren. Bis zu 50 Jahre trennen die Teammitglieder voneinander. Es treffen sich unterschiedlichste Lebensphasen, berufliche und familiäre Situationen. Erfahrungen aus verschiedenen Erziehungsstilen und Freizeitaktivitäten vereinen sich in einem Feuerwehrteam.
Der Workshop beschäftigt sich mit diesen Unterschieden. Wie entstehen sie? Was bedeuten sie für die Zusammenarbeit verschiedener Menschen in einem Team und wie können sie mit passgenauer Führung darauf reagieren? Diese und weitere Fragen wollen wir anhand von konkreten Beispielen besprechen.
Dozententeam:
EINSATZ+ steht für moderne Trainingsformate im Blaulichtorganisationen. Wir unterstützen Einsatzkräfte, Führungskräfte und Organisationen dabei, die Themen zu stärken, die im Einsatzalltag oft entscheidend sind, aber selten ausreichend trainiert werden: klare Kommunikation, wirksame Führung, mentale Stärke,
Teamzusammenarbeit und ein professioneller Umgang mit herausfordernden Situationen.
Workshop 7: Frauen in der Feuerwehr
Frauen in Einsatzorganisationen stehen oft vor einer doppelten Aufgabe: Sie übernehmen Verantwortung und kämpfen gleichzeitig gegen unausgesprochene Erwartungen, strukturelle Unterschiede und das Gefühl, sich oft stärker beweisen zu müssen als ihre männlichen Kameraden. Dieses Training bietet „Female Empowerment“ für Führungskräfte und solche, die es werden wollen. Es geht um souveräne Menschenführung, klare Kommunikation, Entscheidungsstärke und die Fähigkeit, sich in einem oft männlich geprägten Umfeld authentisch und wirksam zu positionieren.
Rollenbilder reflektieren
Eigene und fremde Erwartungen bewusst machen und konstruktiv hinterfragen
Haltung, Wirkung und Präsenz stärken
Strategien entwickeln, um sich authentisch und souverän zu positionieren,
Selbstbewusst kommunizieren,
Eigene innere Stabilität als Basis für souveränes Auftreten und
Führung auf Augenhöhe
Verbindung schaffen
Austausch im geschützten Rahmen zur gegenseitigen Unterstützung und nachhaltiger Vernetzung
Dozententeam:
EINSATZ+ steht für moderne Trainingsformate in Blaulichtorganisationen. Wir unterstützen Einsatzkräfte, Führungskräfte und Organisationen dabei, die Themen zu stärken, die im Einsatzalltag oft entscheidend sind, aber selten ausreichend trainiert werden: klare Kommunikation, wirksame Führung, mentale Stärke,Teamzusammenarbeit und ein professioneller Umgang mit herausfordernden Situationen.
Workshop 8: Fakes, KI & Social Media – Handlungsoptionen in der Jugendfeuerwehr
Der Eiffelturm brennt? Windräder verursachen Krebs? Oder eine imaginäre KI - Kobra, die einen Feuerwehreinsatz auslöste! Diese und viele weitere Falschinformationen kursieren online und haben teils tausende Aufrufe und Likes.
Ähnliche Inhalte begegnen vielen von uns ständig, ob wir wollen oder nicht. Deswegen bringen wir in diesem Workshop zunächst ein bisschen Licht ins Dickicht aus Fakes, KI-Inhalten und Social Media. Wir schauen uns an, welche Mechanismen hinter Plattformen und Desinformation stecken und warum wir auf Fakes reinfallen können. Außerdem geht es darum, wie ihr Infos selbst überprüfen könnt, wie ihr Bilder oder Videos zurückverfolgt und worauf ihr bei der Nutzung von KI-Chatbots achten solltet.
Im zweiten Teil besprechen wir dann gemeinsam, wie ihr diese Themen in eurer Funktion als Jugendwart/ Jugendgruppenleiter ansprechen, einordnen und gemeinsam bearbeiten könnt. Hierzu erarbeiten wir gemeinsam Lösungsstrategien zu unterschiedlichen Fällen. Dabei ist wichtig: Ihr müsst dafür nicht auf jede Frage die perfekte Antwort haben, jede Plattform kennen oder zum KI- und Faktencheck-Profi werden. Viel wichtiger ist es, neugierig zu bleiben, Raum für Gespräche zu schaffen und Dinge gemeinsam zu hinterfragen.
Dozentin:
Marlene Obst ist Journalistin und Teil des Projekts „Brandherd Desinformation“, das von der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) umgesetzt wird. Ziel ist es, die Medienkompetenz von jungen Menschen zu stärken und zivilgesellschaftliche Organisationen im Umgang mit Desinformation zu unterstützen. Das Projekt wird an sechs Standorten in ganz Deutschland durchgeführt.