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"In Japan ist mir neben Meisterwerken in fast allen Ausdrucksformen des Handwerks und der Künste das städtebauliche Chaos drumherum aufgefallen: Einfamilienhäuser neben Bürotürmen, Tempel neben Tankstellen. Japan baut in einem fundamental anderen regulatorischen Universum. Das Baurecht ist deutlich einfacher und landesweit gleich. Wer das einhält, hat Anspruch auf Genehmigung. Ohne B-Plan, Naturschutzprüfung, Stellplatz- oder Gestaltungssatzung, Energieeffizienz, Schallschutz oder Barrierefreiheit."

So zeigt Japan, dass ein G7-Land auch mit niedrigeren Komfortstandards, weniger städtebaulicher Gestaltung und schlankeren Verfahren funktionieren kann. Über das, was das japanische Beispiel für Deutschland bedeuten kann und was dafür erforderlich ist, wird Eike Becker referieren.


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Über Eike Becker

Eike Becker studierte an der RWTH Aachen, der École d'Architecture Belleville in Paris und der Universität Stuttgart, bevor es ihn nach London zu Foster Associates und Richard Rogers Partnership zog. 1991 gründete er mit Georg Gewers, Swantje und Oliver Kühn in Berlin das Büro Becker Gewers Kühn & Kühn Architekten – das  Büro lag in der Ruine des Hotels Esplanade am noch unbebauten Potsdamer Platz. 1999 folgte Eike Becker_Architekten mit Helge Schmidt. In Vorträgen, Podcasts, Seminaren, Interviews und Diskussionen setzt sich Eike Becker für superferentes und damit gutes Bauen ein.

Zu seinen Bauten zählen die VNG-Hauptverwaltung, das Z-Zwo Stuttgart, die FAZ-Verlagszentrale, das Timber Pioneer, ROCKYWOOD Offenbach, The Garden Berlin-Mitte und der Spreeturm. Sein Büro zählen zur Spitzengruppe deutscher Architekturbüros, erhielt 2021 den European Brand Award und zahlreiche Auszeichnungen wie Deutscher Baupreis, RIBA Award und red dot Award.

Als Vorstandsvorsitzender der KW Institute for Contemporary Art (1999–2015) engagierte Eike Becker sich zudem im BDA-Kuratorium, der Hans-Schaefers-Stiftung, im ZIA Innovation Think Tank und Gestaltungsrat Kiel; 2026 wurde er erneut in den Beirat der Bundesstiftung Baukultur gewählt.