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Aktualisierte Termine (Stand 18.11.2022)

Weiterbildungsreihe

Evangelisch positionieren: Im Zweifel für die Demokratie


Der Kooperationsverbund evangelischer Demokratieprojekte (KeD) lädt ein zu einer dreiteiligen digitalen Weiterbildungsreihe. Die Reihe richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen, an Multiplikator:innen und Demokratieberater:innen. Eine Teilnahme an allen drei Modulen wird empfohlen, die Module können aber auch einzeln und unabhängig voneinander besucht werden.


Modul I, Mittwoch, 23.11.2022, 15–18 Uhr (ehemals als Modul II geplant, Termin bleibt gleich)

„Fallstrick Bibel? –  Der Umgang mit der Bibel in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen“

Wenn wir als Christinnen und Christen unser gesellschaftliches Engagement rechtfertigen oder auf soziale Ungerechtigkeiten hinweisen, sind wir schnell mit einem Bibelspruch oder einer Jesusgeschichte zur Hand. Aber ist die Bibel eine geeignete Argumentationsgrundlage in politischen Auseinandersetzungen und kann sie unser politisches Handeln rechtfertigen und bestimmen? Diesen Fragen wollen wir im II. Modul unserer länder- und einrichtungsübergreifenden Fortbildungsreihe nachgehen. Unterstützt werden wir dieses Mal von Prof. em. Eckart Reinmuth, der sich als Neutestamentler nicht nur bestens in der Bibel auskennt, sondern auch die politische Dimension der Heiligen Schrift auf seine Weise interpretiert.


Moderation und Durchführung:

Karl-Georg Ohse und Thorid Garbe, Zentrum Kirchlicher Dienste in Pommern und Mecklenburg, Projektteam „Kirche stärkt Demokratie“

Rebecca Lo Bello, EFAS e.V. – Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V., Projektleitung „Teges 2.0 – Durch Teilhabe den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“


Referent: em. Prof. Dr. Eckart Reinmuth, von 1995 bis 2017 Professor für Neues Testament an der Universität Rostock



Modul II, Mittwoch, 07.12.2022, 15–18 Uhr (ehemals als Modul I am 26.10.2022 geplant)

„Sexualität(en) in der Bibel einordnen. Homo-/Queerfeindlichen Auslegungen biblischer Schriften mit Luthers Verstehensschlüssel begegnen“

Homosexuelle/queere Beziehungen werden von manchen Christ:innen als „sündhaft“ und „schöpfungswidrig“ abgewertet. Bis vor nicht allzu langer Zeit auch durch die Kirche. Diese Ausgrenzung wird oft mit einer buchstabengetreuen Auslegung von Bibelstellen legitimiert, in denen gleichgeschlechtliche Freundschaft, Sexualität und Liebe thematisiert werden. Dem wollen wir im Workshop ebenfalls auf einer theologischen Ebene begegnen – die Bibel ernst, aber nicht wörtlich nehmen. Superintendent Bertold Höcker macht uns mit Luthers Verstehensschlüssel „was Christum treibet“ vertraut, ordnet die Rolle von Sexualität in der heiligen Schrift und die Bedeutung der Ehe näher ein.

Bitte halten Sie für die gemeinsamen Textauslegungen Ihre Bibel bereit. Für die offene Diskussionsrunde können Sie sich gerne vorab Fragen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Alten und Neuen Testament überlegen.


Moderation und Durchführung:

Dr. Stefan Heißenberger, Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Projektleitung „Demokratie gewinnt! In Brandenburg!“

Paul Nierste, Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Projektleitung „#AusLiebeZurVielfalt“


Referent: Dr. Bertold Höcker, Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte



Modul III, Mittwoch, 18.01.2023, 15–18 Uhr (ehemals am 07.12.2022 geplant)

„From hatespeech to hopespeech? Umgangs- und Interventionsstrategien gegen menschenfeindliche Einstellungen und Positionen“

Nicht nur in den sozialen Medien beobachten wir Hass sowie rechtspopulistische und rechtsextreme Inhalte, auch im alltäglichen und beruflichen Kontext sind wir mit menschenfeindlichen Aussagen konfrontiert. Der Workshop lädt zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und zur Auseinandersetzung mit diskriminierenden und demokratiefeindlichen Einstellungen und Positionen ein. Dabei werden dahinterliegende Kommunikationsstrategien und Akteur:innen vorgestellt, um darauf aufbauend anhand von Fallbeispielen Interventions- und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren und zu reflektieren.

Wie können wir auch aus einer christlichen und diakonischen Perspektive sprachfähig werden und hoffnungsvolle Narrative der Entgegnung finden? Der Workshop bietet Raum, eigene Erfahrungen einzubringen, Interventionen zu erproben und kreative Umgangsstrategien gegen Hass im Netz und im analogen Raum auszuprobieren.


Moderation und Durchführung:

Dr. Annalena Schmidt, Diakonie Sachsen, Projektleitung „Demokratie gewinnt! Haltung zeigen, Verantwortung leben“

Nele Hoffmann, Diakonie Mitteldeutschland, Projektleitung „Demokratie gewinnt! In Sachsen-Anhalt und Thüringen“

Kristina Herbst, Evangelische Akademie zu Berlin, Projektleitung „DisKursLab – Labor für antisemitismus- und rassismuskritische Bildung & Praxis“


Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.


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