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Fachkongress „Kommunale Gesamtkonzepte zur Unterstützung von Kindern psychisch und suchterkrankter Eltern in Rheinland-Pfalz“

Donnerstag, 22. Oktober 2026 kING - Kultur- und Kongresszentrum Ingelheim

Hier finden Sie das Programm.

Markt der Möglichkeiten

Sie sind herzlich eingeladen, vor Beginn der Veranstaltung, während der Mittagspause sowie in den Zwischenzeiten den „Markt der Möglichkeiten“ auf der Empore zu besuchen. Dort präsentieren sich Programme, Initiativen, Projekte sowie Koordinierungs- und Beratungsstellen aus Rheinland-Pfalz, die sich dem Thema „Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern“ widmen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Akteurinnen und Akteuren zu vernetzen. 

Programm

Am Nachmittag steht der Austausch in vier moderierten Fachforen im Mittelpunkt. Die Fachforen werden die verschiedenen (professionellen) Zugänge eines kommunalen Gesamtkonzeptes abdecken. Dort wird jeweils erörtert, welche Rolle die verschiedenen Präventionszugänge in einem kommunalen Gesamtkonzept spielen und wie sich die einzelnen Fachrichtungen auf den Weg machen können, gemeinsam Angebote für Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern zu etablieren.

Am Fachtag können Sie ein Forum besuchen, wir bitten Sie bei der Anmeldung die zwei von Ihnen favorisierten Foren anzugeben. Folgende Foren stehen Ihnen zur Auswahl:


Fachforum 1: Präventionszugang Versorgung stationär - Erwachsenenpsychiatrie nimmt auch die Kinder mit in den Blick

In diesem Forum wird das Projekt „Stark im Sturm“ vorgestellt und gemeinsam erörtert, wie die Schnittstelle zur kommunalen Verankerung gelingen kann. Die Initiative „Stark im Sturm“ unterstützt Eltern, die psychisch und/oder suchterkrankt sind ebenso wie ihre Kinder, mittels sogenannten “Familien- und Kinderbeauftragten” passende Angebote zu finden. Ziel dabei ist, Patient:innen im Klinikkontext frühzeitig in ihrer Elternschaft anzusprechen und ggf. notwendige Unterstützungs- und Entlastungsangebote für die zu Hause lebenden Kinder flankierend zu installieren. Vor Ort-Kenntnisse und ein verlässliches Zusammenwirken von Gesundheitssystem, Gemeindepsychiatrie, Suchthilfe und der Jugendhilfe spielen dabei eine entscheidende Rolle. "Stark im Sturm" wird ab Herbst 2026 an 4 weiteren Standorten in Rheinland-Pfalz implementiert und erprobt. 

Referent:innen:
Prof. Dr. Anne Koopmann, Chefärztin Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung, Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Ärztliche Direktorin Fachklinik Rhein-Neckar Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim

Prof. Dr. Yvonne Grimmer, Professorin für Sozialmedizin und Gesundheitswissenschaften in der sozialen Arbeit, Hochschule Darmstadt, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie 

Georg Lehnen-Schwarzer, Fachbereichsleiter, Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Stadtverwaltung Speyer

Moderation:
Magdalena Sela, MASFFJ RLP


Fachforum 2: Präventionszugang Versorgung ambulant – Suchtberatungsstellen beziehen Kinder mit ein

Dieses Fachforum nimmt ambulante Beratungsstellen als Zugang zu einer frühzeitigen und präventiven Unterstützung der Kinder und ihrer Familien in den Blick. Am Beispiel einer Suchtberatungsstelle wird aufgezeigt, wie über die systematische Frage nach den Kindern im Erstgespräch die Auswirkungen der Erkrankung auf die Wahrnehmung von Erziehungsverantwortung gemeinsam betrachtet und geeignete Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern und Kinder ausgelotet werden können.

Referentin:
Janina Meeß, Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (FH) Systemische Therapeutin (SGST), Caritasverband Schaumberg-Blies e.V.

Moderation:
Corina Roth, Landesamt für Versorgung und Jugend RLP

 

Fachforum 3: Präventionszugang Lebenswelt der Kinder – Möglichkeiten im Kontext Schule

In diesem Fachforum soll das Curriculum/Schulungskonzept für Schüler*innen des Präventionsprogramms „Verrückt? Na und! Psychisch fit in der Schule“ vorgestellt werden. Dies bietet durch Expert:innen niedrigschwellige primärpräventive Arbeit in Schulen an, um über sensibilisierende wie auch aufklärende Schulungseinheiten hinaus junge Menschen sprachfähig werden zu lassen und ihnen Zugänge zu Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten, die sie niedrigschwellig annehmen können. Auch hier soll die Einbindung in kommunale Strukturen beleuchtet werden. Um das Fachforum zu ergänzen wird der Standort von „Verrückt? Na und!“ in der Pilotkommune Neuwied seine Praxisperspektive einbringen.

Referent:innen:
Christopher Haas, Dipl. Sozialpädagoge und Coach (FH), Landeskoordinator für „Verrückt? Na und!“ Rheinland-Pfalz, gpe gGmbH Mainz
Lisa Seibert-Atkins, Dipl. Sozialpädagogin, Caritasverband Rhein Wied-Sieg e.V. 

Moderation:
Kirsten Grogro, LSJV RLP


Fachforum 4: Prävention durch rechtskreisübergreifendes Zusammenwirken in der Kommune

Das Forum beleuchtet, wie Kommunen ihre Präventionsstrukturen stärken und bestehende Angebote im Sinne Kommunaler Gesamtkonzepte KpsE wirksam miteinander verknüpfen können. Der Mehrwert und Sinn einer Koordinierungsstelle wird in den Blick genommen. Darüber hinaus stehen vor allem praxisnahe Einblicke aus den zwei Pilotkommunen – Landkreis Neuwied und Stadt Ludwigshafen – im Fokus. Teilnehmende erhalten konkrete Ansätze für rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit sowie praktisches Handwerkszeug für die Umsetzung in der eigenen Kommune.

Referent:innen:
Laura Rockenfeller, Sozialarbeiterin (B.A.) und Suchttherapeutin (M.A.), Netzwerkkoordination Kreisjugendamt Neuwied, 
Gabriele Schmidt und Saskia Skupin, Netzwerkkoordination KpsE Ludwigshafen

Moderation:
Elisabeth Schmutz, ism gGmbH


Informationen zur Anerkennung von Fortbildungspunkten bei der Landespsychotherapeutenkammer RLP und Landesärztekammer RLP

Die Landespsychotherapeutenkammer zertifiziert diese Veranstaltung unter der mit 8 Punkten.
Die Landesärztekammer zertifiziert diese Veranstaltung mit 3 Punkten. 

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob und wo Sie Fortbildungspunkte beantragen möchten, damit die entsprechenden Unterlagen vorbereitet werden können.