Info
Zukunftswerkstatt Kita 2030
Alle Ebenen im Land sind derzeit von den Herausforderungen im Bereich Kita ergriffen:
- In den Kitas ändern sich die Bedarfe der Kinder und Eltern.
- Die gesellschaftlichen Ansprüche an Frühkindliche Bildung verändern sich massiv.
- Die sinkenden Kinderzahlen wirken auf den Personalschlüssel, immer weniger pädagogische Fachkräfte können eingesetzt werden und gleichzeitig steigt die Belastung der verbleibenden Mitarbeitenden.
Gleichzeitig muss die Frage gestellt werden,
welche Möglichkeiten für die frühkindliche Bildung gerade mit dieser Situation eröffnet und wie künftige Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung künftig ausgestaltet werden können.
Hierfür schafft die LIGA Sachsen-Anhalt einen Ort des Austauschs – für Verantwortliche von Land, Landkreisen, Kommunen, Elternvertretungen, Interessenvertretungen, Trägern und Fachkräften.
Nach einem inspirierenden Vormittag bietet sich in den anschließenden Workshops die Gelegenheit, gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern der Kindertagesförderung in den fachlichen Austausch zu treten und Visionen zu entwickeln: Welche Kindertageseinrichtungen und welche Kita-Landschaft sind im Jahr 2030 denkbar – und wie können wir diese gemeinsam gestalten und realisieren?
Programm
09:30 Uhr Ankommen
10:00 Uhr Begrüßung durch die LIGA
Steffi Schünemann, Vorständin Verband und Sozialpolitik des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
10:10 Uhr Grußwort des Landes, der Praxis und der Kommunen
Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (angefragt)
Bernd Mitsch, Leiter der Kita Abenteuerland der Borghardt-Stiftung in Stendal
Christian Deckert, Amtsleiter Jugendamt Stadt Dessau-Roßlau (angefragt)
10:30 Uhr Impulsreferat: Zukunftsfähige Kindertagesförderung: Zwischen Gegenwart und Perspektive
Sophie Koch, Referentin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Volkssolidarität Bundesverband e. V.
11:15 Uhr Dialogrunde
12:00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr Workshopphase
1. Wie kann eine Bedarfsplanung für die Ansprüche von morgen aussehen?
Die Kita-Bedarfsplanung stellt ein komplexes und partizipativ angelegtes Steuerungsinstrument dar, das auf eine vorausschauende und bedarfsgerechte Gestaltung der Betreuungslandschaft ausgerichtet ist. Angesichts des deutlichen Geburtenrückgangs sehen sich die Landkreise jedoch mit erheblich veränderten Rahmenbedingungen und zusätzlichen planerischen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie es gelingen kann, unter diesen dynamischen Voraussetzungen tragfähige, belastbare und zugleich zukunftsorientierte Lösungsansätze zu entwickeln, die sowohl aktuellen Bedarfen gerecht werden als auch langfristige Perspektiven eröffnen.
2. Wie können freiwerdende Räume gewinnbringend genutzt werden?
Sinkende Kinderzahlen und eine damit einhergehende Reduzierung von Kita-Gruppen führen zu veränderten Raumbedarfen in den Einrichtungen. Freiwerdende Flächen eröffnen zugleich neue Gestaltungsspielräume für die Weiterentwicklung der Standorte. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie diese räumlichen Potenziale sinnvoll genutzt werden können: Welche ergänzenden Angebote lassen sich integrieren, und welche konzeptionellen Neuausrichtungen tragen dazu bei, den Standort nachhaltig zu stärken und an die veränderten Bedarfe von Kindern, Familien und Sozialraum anzupassen?
3. Was brauchen Kinder und Familien morgen?
Mit dem gesellschaftlichen Wandel verändern sich auch die Lebenslagen sowie die Bedarfe von Kindern und ihren Familien. Neue Anforderungen an Bildung, Betreuung und Erziehung treten in den Vordergrund und verlangen nach zeitgemäßen Antworten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage, welche Rahmenbedingungen Kinder heute für gelingende Bildungsprozesse benötigen und welche Unterstützungsstrukturen Familien in ihrem Alltag stärken und entlasten können.
Was brauchen Fachkräfte für die Anforderungen von morgen?
Mit dem Wandel der Ansprüche und Erwartungen von Eltern und Kindern verändern sich auch die Anforderungen an die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen. Pädagogische Konzepte müssen kontinuierlich weiterentwickelt und an neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen angepasst werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche fachlichen, strukturellen und personellen Voraussetzungen Fachkräfte benötigen, um diesen veränderten Anforderungen kompetent zu begegnen und eine qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsarbeit sicherzustellen.
5. Welchen Zugewinn hat fachliche Begleitung für die Kita von morgen?
Fachberatung sichert und entwickelt die Qualität in den Kindertagesstätten weiter. Umbrüche gewinnbringend zu meistern und für neue Anforderungen neue Lösungen zu finden - das macht sie zusammen mit den Pädagogen vor Ort. Welche Herausforderungen hat fachliche Begleitung für die kommende Zeit und welche Rahmenbedingungen können sie stützen?
6. Welche Rolle hat der Hort im Alltag von Grundschulkindern morgen?
Kaum ein Feld der Kindertagesförderung wurde in den letzten Jahren so diskutiert und beleuchtet wie die Hortbetreuung. Gleichsam ist die Bedeutung der sozio-emotionalen Begleitung von Grundschulkindern mit großer Dringlichkeit in den Vordergrund getreten. Wie kann der Hort für die Kinder von morgen aussehen?
15:30 Uhr Pressekonferenz
16:00 Uhr Resümee der Veranstaltung und Verabschiedung
Moderation: Nancy Wellenreich, Diakonie Mitteldeutschland e. V.
Die Platzkapazitäten sind begrenzt und wir behalten es uns vor, die Teilnehmenden zu durchmischen.