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Film und Staat – Filmschaffende in „illiberalen Demokratien“

Der ungarische Premier Viktor Orbán war der erste Regierungschef eines EU-Staates, der sich 2014 offen zum „Illiberalismus“ bekannte. Wenig später folgte ihm die 2015 neugewählte polnische Regierung nach. In beiden Staaten sind demokratische Strukturen weiterhin vorhanden, zugleich aber gewinnen ethnischer Nationalismus, eine deklarierte Priorisierung des Sicherheitsdenkens und Euroskeptizismus an Bedeutung. Eine antipluralistische Kulturpolitik sieht die Rolle von Medien und Film in erster Linie darin, affirmativ die Position der Regierung zu vertreten. Wie in den letzten Jahren nicht nur in Ungarn und Polen geschehen, sind eine regierungskonforme Personalpolitik sowie einengende Vorgaben zu Arbeits- und Finanzierungsbedingungen wirksame Mittel, um die Kunst- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Vor diesem Hintergrund stellt die Podiumsdiskussion des Filmfestivals die Situation der Filmschaffenden in einer „illiberalen Demokratie“ in den Fokus und fragt unter anderem nach ihren Handlungsspielräumen oder den Möglichkeiten, einen kritisch denkenden Nachwuchs auszubilden.

Im Sudetendeutschen Haus findet zum Thema „Film und Staat - Filmschaffende in illiberalen Demokratien“ am 9.7. um 19:00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem ungarischen Regisseur Mihály  Schwechtje und der polnischen Filmhistorikerin Urszula Biel statt. Moderation: Tobias Weger (Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Südosteuropa).

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich (Anmeldepflicht gilt nicht für vollständig geimpfte Personen, Vorlage des Impfpasses notwendig)


Kooperationspartner: Collegium Carolinum, Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Südosteuropa und die Petra-Kelly-Stiftung.

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