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Fortbildung: Intersektionalität in der Migrationssozialarbeit

Inhalte der Fortbildung:
Unsere eintägige Fortbildung widmet sich dem Thema Diversity in der Migrationssozialarbeit. Die Menschen, die die Angebote der Migrationssozialarbeit nutzen, unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Herkunft und Aufenthaltsstatus. Sie gehören oft auch anderen von Diskriminierung bedrohten Gruppen an. Demzufolge treffen nicht selten verschiedene Formen von Diskriminierungen gleichzeitig auf sie zu, zum Beispiel hinsichtlich Gender, sexuelle Orientierung, Religion, rassistischer Zuschreibung, Behinderung oder Alter. Diese Situation kann für die Soziale Arbeit eine Herausforderung darstellen. Um Ausgrenzungen entgegenzuwirken und Mitarbeitende für den Beratungskontext, besonders im Case Management, zu stärken, werden uns den Ansatz der Intersektionalität anschauen. Im Fokus sollen beispielsweise die Merkmale Behinderung, sexuelle Identität und rassistische Diskriminierung stehen.
Ein besonderer Blick auf queere bzw. LGBTIQ-Ratsuchende in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit ist in der Vergangenheit nicht immer überall vorhanden gewesen. Im Interesse einer Qualitätssicherung der Arbeit der Diakonie erscheinen kritische Bestandsaufnahmen sinnvoll. Der Blick auf diese spezielle Nutzendengruppe verdient geschärft zu werden. Im Februar 2021 gab es unter den Migrationsberatungsstellen eine Abfrage, welche Erfahrungen es aus der Arbeit mit queeren Geflüchteten gibt, und welche Strukturen dafür bestehen bzw. gerade entwickelt werden. Erste Ergebnisse sollen von dem Forschenden, der selber einmal als Geflüchteter nach Deutschland kam, vorgestellt werden.
Weitere Aspekte, mit denen wir uns bei dieser Fortbildung befassen werden, sind die Merkmale Behinderung und Herkunft. Hier treffen Aufenthaltsrecht und Teilhaberecht für Menschen mit Behinderung aufeinander. Wie diskriminierungsarm sind die vorhandenen Räume für migrierte Menschen mit Diskriminierung? Haben Sie ein Anrecht auf entsprechende Ausstattung für eine gleichberechtigte Teilhabe?

Die Veranstaltung wendet sich an bis zu 30 Beratende der MBE diakonischer Träger aus allen Teilen der Bundesrepublik. Ziel ist, eine Sensibilisierung für und ein Verständnis von intersektionalem Denken in der Beratungsarbeit – speziell im Case Management - zu fördern, die eigenen Kompetenzen im Umgang Diversity zu stärken und den überregionalen Austausch von Erfahrungen zu fördern.


Programm:

10.00 Uhr             Begrüßung und Vorstellung des Tagesprogramms – Johannes Brandstäter

10.15 Uhr             Vorstellung der Teilnehmenden

10.30 Uhr             Einführung: „Intersektionalität aus der antirassistischen Perspektive“ – Nicolas Moumouni, Diakonie Hamburg

11.00 Uhr             Rückfragen und Diskussion

11.30 Uhr             Erste Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zur Arbeit mit LGBT-Geflüchteten in der Diakonie – Soheil Asefi

11.45 Uhr             Das Merkmal Behinderung im intersektionalen Ansatz Sozialer Arbeit – Anita Pungs-Niemeier, Diakonie Schleswig-Holstein

12.30 Uhr             Mittagspause

13.30 Uhr             Den Anspruch von Intersektionalität in der Beratungsarbeit umsetzen: Besprechung mitgebrachter Beratungssituation und Arbeit in Kleingruppen:

                              „Behinderung“, „LGBT und PoC“, „Rassismus intersektional angehen“

16.00 Uhr             Ergebnispräsentation und Aussprache im Plenum

16.30 Uhr             Auswertung und Ende

Teilnehmende

Themenauswahl für die Kleingruppenarbeit

Sonstiges

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Kontakt für organisatorische Hinweise: maja.kliem@diakonie.de

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