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Erwachsene gebrauchen oft das Wort „Freundschaft“, wenn sie über Beziehungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Familien sprechen, die sich durch bewusst organisierte Verabredungen, Unternehmungen und Gespräche in vertrauter und angenehmer Atmosphäre auszeichnen. Auch wenn diese eher soziologisch orientierte Beschreibung zum großen Teil zutreffend ist, vermag sie es nicht, Rechenschaft über sämtliche Aspekte dieses umfassenden Begriffs zu geben.

Die Fortbildung lädt zu einer gemeinsamen Einschätzung der Bedeutung von Freundschaft für das eigene Leben und den Humanistischen Lebenskundeunterricht ein. Ihr Ausgangspunkt ist die griechische Antike, in der Philia (φιλία) nicht nur Freundschaft, sondern überhaupt Zuneigung und Liebe bedeutet und ein grundlegendes Phänomen darstellt, welches in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen (Familie, Beruf, erotische Liebe etc.), aber auch in Bezug auf uns selbst mit den verschiedensten Nuancen vorkommt. Ihr Gegenpart ist der Streit (νεῖκος), der die Harmonie immer wieder stört, aber zugleich Anlass zu neuen Entwicklungen gibt.

In ausführlichen Diskussionen gehen wir unseren entsprechenden Erfahrungen nach. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage unseres Umgangs mit den Regungen von Freundschaft und Streit in uns selbst, innerhalb einer Lebenskundegruppe und bei unserem Verhältnis zu einzelnen Schüler_innen.

Referent: Dr. Nikolaos Loukidelis, Lehrer für Humanistische Lebenskunde/Lehrbeauftragter für Philosophie an der TU Berlin

Gebühr: 6,- €

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