Führung im Steinernen Saal von Schloss Nymphenburg
mit Fresken von Johann Baptist Zimmermann
Auf dem Höhepunkt seines Schaffens stuckierte und freskierte Johann Baptist Zimmermann (1680-1758) mit Gehilfen den Steinernen Saal von Schloss Nymphenburg im Auftrag von Kurfürst Max III. Joseph (1745-1777). Die Arbeit erfolgte kurz nach der Ausmalung der Wieskirche bei Steingaden in den Jahren 1755-1757. Das Thema des Wohlstands und der Blüte des Landes im Frieden hat der Maler in einer umlaufenden Landschaftsszenerie umgesetzt. Die Decke so zu gestalten, dass sie für einen bewegten Betrachter angenehm und erfreulich ist, war eine Errungenschaft der Malerei des 18. Jahrhunderts: Körper und Auge sind gleichermaßen angesprochen. Das Fresko in Nymphenburg ist ein zentrales Werk für eine neue, sensualistische Auffassung der Deckenmalerei.