Foto: African Terminal

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Veranstalterin: Fair Trade Stadt Hamburg

Geheime Lieferketten – Vom African Terminal zur Goldraffinerie

2017 gründeten Neu-Hamburger:innen aus Gambia, Ghana und Nigeria gemeinsam mit Kulturschaffenden das African Terminal, um Seehandel zwischen Hamburg und Westafrika zu betreiben. Das Projekt war sowohl künstlerische Intervention als aus Business-School, geriet jedoch schnell durch rassistische Polizeikontrollen auf St Pauli unter Druck. die Mitglieder verfassten daraufhin einen offenen Brief.

Doch im Geheimen wird weiter getüftelt: In Kooperation mit der Serwaa Kesse Girls Senior High School in Duayaw Nkwanta (Ghana) gründen Idona Asamoah, Joseph Sam Essandoh und das Kollektiv geheimagentur eine alternative Goldraffinerie. Ziel ist die Etablierung einer alternativen Lieferkette, in der ab 2027 Gold-Endprodukte und Profite an die Communities zurückgeführt werden, die unter den Folgen des Abbaus leiden.

Hamburg bezeichnet sich mit Blick auf seinen Hafen oft als „Tor zur Welt“. Doch wem steht das Tor offen, und welche Welten eröffnen sich abseits seiner Pforten? An diesem Abend erkunden wir alternative Lieferketten, sprechen über Repression und Solidarität, entwerfen neue Zukünfte für den Hafen und suchen nach anderen Zugängen zum Welthandel.

HINWEIS: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Eine Flüsterübersetzung kann angeboten werden.

Beteiligte

Mitglieder des African Terminalentstanden im Rahmen des künstlerischen Projekts FREE PORT BAAKENHÖFT

Idona Asamoah ist Künstler, Fotograf, Kurator und Gründungsmitglied von Nine.875 e. V. Er engagiert sich u.a. bei Then and now Contemporary Africa Art Hamburg. Mit seiner Ausstellung „Moving Bridges: SOUTHnorth“ und dem kommenden Projekt „Die Goldraffinerie“ beschäftigte er sich mit den Auswirkungen des Goldabbaus.

Das Künstler*innen- Kollektiv geheimagentur setzt sich für das Recht auf Hafen, feministische Seefahrt und dekoloniale Lieferketten ein. Die Performances der geheimagentur lassen eine andere Realität im Kleinen entstehen und öffnen Fluchtwege aus den Ökonomien der Verknappung.

Moderation: Canê ÇaÄŸlar ist politische Bildnerin, Moderatorin, Doktorandin und Bildungswissenschaftlerin. Ihre Schwerpunkte umfassen insb. strukturelle Diskriminierung, Dekolonisierung sowie Bildungsgerechtigkeit.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Decolonize Trade statt, in der wir dekoloniale Perspektiven auf Wirtschaft und Handel sichtbar machen möchten.

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