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Medienfachtag: 

"Grenzen(los) - Digitale Kommunikation sicher, fair und selbstbestimmt gestalten"


13. November 2025 – 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr

im Kultur- und Kongresszentrum, Bad Langensalza 

für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Lehrerinnen und Lehrer

Der Fachtag beschäftigt sich mit Grenzüberschreitungen in der digitalen Kommunikation und Mediennutzung und fragt, wie Schule und Sozialarbeit darauf reagieren können. Es geht um Themen wie Mobbing, Grooming, Sexting, Hate Speech und Deep Fakes. Zugleich werden Veränderungen in der Kommunikationskultur betrachtet - etwa die wachsende Bedeutung von Influencern und die zunehmende Verrohung von Sprache und im Umgang miteinander. Im Mittelpunkt stehen Strategien zur Prävention und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Grenzverletzungen im digitalen Raum  - durch Medienbildung, die Schaffung sicherer Räume ("Safer Spaces") sowie die Stärkung der Kinder-, Jugend- und Persönlichkeitsrechte.


DAS PROGRAMM

08:30  Ankommen und Anmeldung

Moderation durch den Tag: Frau Mayer-Lorenz

09:15  Eröffnung und Begrüßung: 

09:45  Impulsreferat 1

10:45  Pause

11:00  Workshops Runde I

12:30  Mittagspause

13:30  Workshops Runde II

15:00  Pause

15:15  Impulsreferat 2

16:00  Ende


DIE VORTRÄGE / WORKSHOPS

Impulsreferat 1 "Grenzen verschieben – Zukunft gestalten: Digitale Räume als Lern- und Erfahrungsfelder"

Prof. Dr. Judith Ackermann

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der Grenzen verschwimmen: analog/digital, privat/öffentlich, Schutz/Risiko. Digitale Räume eröffnen Chancen für Kreativität, Teilhabe und Selbstbestimmung – bergen aber zugleich Gefahren wie Mobbing, Entgrenzung und Überforderung. Die Keynote lädt ein, diese Ambivalenz auszuhalten und digitale Räume als Gestaltungsfelder zu sehen: Orte, an denen Schutz, Vertrauen und Verantwortung neu gedacht werden müssen.

Judith Ackermann, Prof. Dr. phil, ist Forschungsprofessorin für Digitale Medien und Performance in der Sozialen Arbeit an der FH Potsdam. In ihrer Forschung befasst sie sich mit den Potenzialen der Digitalisierung für Gesellschaft und Kultur. Sie ist Leiterin der Projekte „WIM –Wissenschaftlerinnen in die Medien“ (BMBF 2022-2025), "MyAppMyData - App-Prototyping als inklusives Lehr-Lernarrangement zur integrativen Entwicklung von Digitalkompetenzen in der Sekundarstufe II“ (gemeinsam mit Frank Heidmann und Sebastian Meier, BMFSFJ 2025-2028) sowie „FEEL -  Extended Reality und KI-gestützte Beratung für Eltern beim Verstehen und dem konstruktiven Umgang mit den Emotionen ihrer Kinder“ (gemeinsam mit Gerlind Große, EFRE 2025-2028).

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Workshops Runde I - 11:00 bis 12:30 Uhr

Workshop I.1 ”Streaming auf die 1! - Do's and Don'ts - Streaming für Jugendliche”

Marie Bielefeld und Stephanie Rifkin

Bei diesem Workshop können die Teilnehmenden Streaming-Kultur live ausprobieren. In einer sicheren Umgebung mit kundigen Expertinnen an der Seite tauchen wir ein in die Welt von Twitch, in der so viele Jugendliche und auch Erwachsene Inhalte konsumieren und Gemeinschaften finden. Wir klären hier die Fragen: Wie geht Streaming? Wie funktioniert Moderation in Streams und was kann in Streams passieren? Was muss ich rechtlich wissen, als Fachkraft oder als Privatperson? Was sind Do's und Don‘ts fürs erfolgreiche Streamen? Angeleitet wird "Streaming auf die 1" von Marie Bielefeld (Medienpädagogin von Spawnpoint) und Stephanie Rifkin (Sozialarbeiterin und Streamerin).

Marie Bielefeld
Nach dem Studium der Lehr- Lern- und Trainingspsychologie war sie erst selbstständig in der Aktiven Medienarbeit viel in ganz Deutschland unterwegs. Dabei entwickelte sie Beispiel Konzepte zur Filmarbeit und Projekte gegen Hass im Internet. Sie hat einen Master in Kinder- und Jugendmedien an der Universität Erfurt abgeschlossen. Seit 2021 arbeitet Marie Bielefeld für das Institut Spawnpoint, lehrt an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Universität Erfurt und FH Erfurt zu den Themen: Digitale Lebenswelten und Soziale Arbeit.



Stephanie Rifkin ist Streamerin, Sozialpädagogin, freie Medienpädagogin und war von Oktober 2021 bis Juni 2024 Digital Streetworkerin in Bayern. Sie arbeitet mit dem Fokus auf Streaming, Videospiele und Jugendmedienschutz. Stephanie Rifkin ist Bezirkssprecherin der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nürnberg.



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Workshop I.2 "Community oder Chaos? – Der Klassenchat im Realitätscheck mit dem Chatcube"

Dr. Ronny Krug

Wie entstehen Missverständnisse und Konflikte in Chats? Der Workshop widmet sich der digitalen Kommunikation im Klassenzimmer und zeigt eine Methode, wie pädagogisch damit gearbeitet werden kann. Im Zentrum steht der Chatcube als Tool für die praktische Medienarbeit. Die Methode schafft realistische Dynamiken, in einer sicheren Umgebung und macht sie pädagogisch nutzbar.

Dr. Ronny Krug, promovierter Medien- und Sozialpädagoge, arbeitet als Schulsozialarbeiter. Er nutzt medienpädagogische Methoden wie Maker-Projekte und aktive Medienarbeit. Als freiberuflicher Dozentund Autor erforscht er Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf Bildung, digitalen Kapitalismus und Freie und Offene Software. Seine praxisorientierten Workshops ermöglichen es den Teilnehmenden, neue Erfahrungen zu sammeln und direkt anzuwenden.




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Workshop I.3  „It’s just a game? – Übergriffigkeit und toxische Kommunikation im Kontext digitaler Spiele"

Stephan Schölzel

Digitale Spiele sind Alltag für viele Menschen, doch die Kommunikation in und um Games kann toxisch und übergriffig sein. Im Workshop reflektieren wir, wie und warum solche Dynamiken entstehen, und erarbeiten praxisnahe Ansätze, wie Fachkräfte angemessen reagieren und Betroffene unterstützen können.

Stephan Schölzel wollte ursprünglich ‘Irgendwas mit Medien’ machen, was ihn auf Umwegen in die Soziale Arbeit führte. Dort fand er sich als ‘alter Millennial‘ an der Speerspitze der digitalen Medienpädagogik wieder, die gerade erst am Entstehen war. Seit 2010 ist er im infocafe, dem Jugendzentrum für Medien der Stadt Neu-Isenburg, tätig. Neben der Schwerpunktarbeit um Datenschutz, (Online)Mobbing, Mediensucht und ähnlichem konnte er dort auch seiner Leidenschaft für digitale Spiele nachgehen. Stephan Schölzel setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass digitale Spiele abseits von Themen wie Jugendschutz und Suchtfragen mehr Wertschätzung in der medienpädagogischen Praxis erfahren. Eines seiner Anliegen ist es, Medienpädagogik und Game Studies zusammenzubringen. Dafür engagiert er sich in verschiedenen Netzwerken wie der GMK, "Keinen Pixel dem Faschismus!" und allgemein in der digitalen Spielekultur. In seinem Berufsleben verbindet er Wissenschaft und Praxis, besucht Schulklassen und Elternabende, gibt Fortbildungen, war in der universitären Lehre tätig und sieht sich als Botschafter der Game Studies.

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Workshop I.4 ”Werkstattgespräch Kinderschutz im Kontext digitaler Medien – Was ist zu beachten und wie geht das eigentlich?”

Franziska Müller

Im Rahmen der Initiative „Thüringer Kinderschutzkonzept“ sind alle Organisationen aufgefordert, sich mit der Thematik Kinderschutz bzw. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche auseinanderzusetzen und wirksame Schutzmechanismen im Rahmen von Kinderschutzkonzepten zu erarbeiten und umzusetzen. Im Werkstattgespräch werden wir uns mit der Frage auseinandersetzen, welche konkreten Maßnahmen bei Gewalt im Kontext digitaler Medien möglich sind und wie diese im Kinderschutzkonzept verankert werden können.

Franziska Müller

2018: Bachelor of Arts in Erziehungswissenschaften und Lehr-, Lern- und Trainingspsychologie, Universität Erfurt

2018-2022: Thüringer Fachstelle für Kooperation und Qualitätsentwicklung im medizinischen Kinderschutz

ab 2022: Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Kinderschutz im Freistaat Thüringen im TMSGAF



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Workshop I.5 "KI-Risiken online: Deepfakes, Cybermobbing & Co. – Medienkompetenz für verantwortungsvolles Handeln"

Lisa Königs

In diesem Workshop erfahren Sie, wie KI die Erstellung und Verbreitung von manipulierten Inhalten (Text, Bild, Video) verändert und welche Auswirkungen dies für Online-Risiken wie Cybermobbing hat. Mit interaktiven Übungen und Diskussionen setzen wir praktische Impulse für die Bildungsarbeit: Wir zeigen, wie mit jungen Menschen Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI entwickelt werden können und ihre Medienkompetenz für mehr digitale Sicherheit gestärkt werden kann.

Lisa Königs (M.A.) studierte Bildungswissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Sie beschäftigte sich mit E-Learning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Seit 2025 ist sie als Referentin für Medienbildung mit Schwerpunkt KI bei der FSM.




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Workshop I.6  "Mediatisierte sexualisierte Gewalt - Betroffenheit und Interventionsmöglichkeiten"

Julia Fahlberg

Wie können wir mögliche Betroffenheit mediatisierter Gewalt einordnen? Welche Schritte braucht eine professionelle Intervention? Wie können wir Betroffene adäquat unterstützen? In diesem Workshop soll der Blick aus der Beratungspraxis auf digitale Realtäten und Gewaltphänomene gerichtet werden.

Jule Fahlberg, Sozialpädagogik (BA), Traumapädagogin, Traumafachberaterin, (DeGPT/FVTP), Insoweit erfahrene Fachkraft im Kinderschutz, Arbeitsschwerpunkt Beratung und Prävention bei (mediatisierter) sexualisierter Gewalt, zuletzt Mitarbeit im Projekt „Beyond digital violence“ (ByeDV) zu mediatisierter sexualisierter Gewalt.

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Workshops Runde II - 13:30 bis 15:00 Uhr

Der Workshop kann aufgrund eines kurzfristigen Berufungsgesprächs der Referentin leider nicht stattfinden.
Bereits angemeldete Teilnehmende können sich ab sofort in einen der noch freien Workshops umbuchen

Workshop II.7 „Fairness, Respekt, Teilhabe – Inklusive Medienpädagogik in der Praxis“

Dr. Lea Schulz

Der Workshop beleuchtet praxisnah die Schnittstellen von Inklusion, digitaler Bildung und Medienpädagogik. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Herausforderungen, denen Kinder und Jugendliche in digitalen Räumen begegnen können. Fachkräfte erhalten Impulse für präventives Handeln, mehr Handlungssicherheit und Methoden, um heterogene Gruppen in ihrer Kommunikationskompetenz, Fairness und ihrem Respekt zu stärken. Best-Practice-Beispiele zeigen, wie sichere Lern- und Begegnungsräume gestaltet werden können.

Dr. Lea Schulz ist Sonderpädagogin und Diklusionsexpertin und arbeitet an der Europa-Universität Flensburg in der diklusiven Unterrichtsforschung im Fachbereich Pädagogik bei Beeinträchtigungen von Sprache und Kommunikation. Als selbstständige Referentin realisiert Lea Schulz bundesweit Vorträge und Workshops zum Thema Diklusion und den Einsatz von digitalen Medien.





Workshop II.8 ”Hate Speech und Rückzug im digitalen Raum – Grundlagen und Methoden für die pädagogische Praxis”

Franziska Gräfenhan und Kristin Lehmann 

In digitalen Räumen wird gehetzt, beleidigt - und geschwiegen. Pädagogische Fachkräfte arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, denen Hass online nahezu tagtäglich begegnet. Oft werden digitale Übergriffe ignoriert, vor allem Betroffene ziehen sich zurück. Der Workshop vermittelt fundiertes Wissen zu Hate Speech und Silencing, gibt Einblick in aktuelle Studien und eröffnet konkrete methodische Wege, um Gegenrede, Zivilcourage und Handlungsfähigkeit zu stärken - im Unterricht, in der offenen Jugendarbeit oder in der Elternarbeit.


Franziska Gräfenhan ist Referentin der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind digitale Bildungsformate, politische Medienbildung und Digitalthemen.




Kristin Lehmann (M.A. Kinder- und Jugendmedien) ist Jugendbildungsreferentin bei bei Arbeit und
Leben Thüringen und verknüpft politische Bildung mit Medienbildung. Sie konzipiert, evaluiert und setzt
Angebote zur Förderung von Informations- und Nachrichtenkompetenz sowie zur Partizipation im On-und
Offlineraum um. Aktuell liegt ihr Fokus auf dem Projekt „DEBATE - Demokratische Debattenkultur
im digitalen Raum“.

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Workshop II.9 "safe talk - real talk - Sprechen über mediatisierte sexualisierte Gewalt" - Methodenvorstellung des präventiven Modellprojektes für Thüringer Schulen

Lydia Günther

Das Projekt "safe talk - real talk - Sprechen über mediatisierte sexualisierte Gewalt" ist ein Präventionsprojekt für die Klassenstufen 5. bis 8. Klasse an Thüringer Schulen. Innerhalb eines Projekttages wird mit der Klasse über den eigenen Medienkonsum und potenzielle Risiken im Internet gesprochen unter Anwendung unterschiedlicher interaktiver Methoden. Am Ende eines Projekttages wissen die Schüler*innen, was hinter 'mediatisierter sexualisierter Gewalt' steckt, wie sich geschützt werden kann und welche Hilfsmöglichkeiten es gibt.
Innerhalb dieses Workshops werden wir Ihnen bisherige Ergebnisses des Projektes und einige unserer Methoden vorstellen, wie auch selbst praktisch durchführen.

Lydia Günther

Studium "Soziale Arbeit" in Erfurt

seit April 2023 bei der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. angestellt für das präventive Schulprojekt "safe talk - real talk - Sprechen über mediatisierte sexualisierte Gewalt", davor in der Jugendhilfe wie auch in der Jugendverbandsarbeit gearbeitet


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Workshop II.10 "Mein Bild, meine Rechte?!"

Erika Bartsch und Bastian Mietsch 

Wir beschäftigen uns mit Recht am eigenen Bild und Persönlichkeitsrechten. Dabei klären wir, wem die
Bilder auf Social Media gehören, welche Rolle Privatsphäreeinstellungen spielen können und was hilft,
wenn man die Kontrolle über eigene Bilder verloren hat. Außerdem geht es um Grenzverletzungen und
Cybermobbing: Merkmale, rechtlicher Rahmen und Projektmethoden für die Kinder- und Jugendarbeit. Der
Workshop lädt ein zum Diskutieren, Austauschen und Reflektieren der eigenen pädagogischen Haltung.

Bastian Miersch (B. A. Erziehungswissenschaften) und Erika Bartsch (M. A. Erziehungswissenschaften)
leiten seit 2022 bzw. 2023 gemeinsam das Projekt „MEiFA – Medienwelten in der Familie“ unter dem
Dach des Mit Medien e. V.. Bastian Miersch erwirbt überdies aktuell den M. A. Medienpädagogik an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest, ist ebenfalls tätig für das Projekt "Aktiv mit Medien - Medienmentor*innen für Senior*innen" und als selbstständiger Medienpädagoge für die Thüringer Landesmedienanstalt unterwegs. Erika Bartsch war zuvor als wissenschaftliche Mitarbeitende der Universität Erfurt sowie als Referentin für das Freiwillige Soziale Jahr in Thüringen tätig.

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Workshop II.11 „Gemeinsam stark gegen Cybergrooming – medienpädagogische Prävention in der Grundschule mit dem Internet ABC“

Sandra Fitz

Kinder erleben zunehmend riskante Situationen im Netz, etwa durch gezielte Kontaktaufnahmen von Erwachsenen mit sexuellen Absichten, was die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen unterstreicht. Die Internet-ABC-Unterrichtsreihe "Gemeinsam gegen Cybergrooming" bietet dazu kindgerechtes Wissen, Handlungssicherheit und Schutzstrategien. Im Mittelpunkt steht das Eichhörnchen Flizzy, das Kinder spielerisch durch typische Online-Situationen begleitet. Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Materialien kennen, probieren diese selbst aus, erhalten einen Einblick in die aktive Projektarbeit mit diesen und reflektieren Einsatzmöglichkeiten im Bildungsbereich.

Sandra Fitz hat Kultur- und Medienpädagogik an der Fachhochschule Merseburg studiert. Seit 2003 ist sie
im Thüringer Medienbildungszentrum der Thüringer Landesmedienanstalt tätig. Ihr Aufgabenfeld umfasst
die Konzeption und Durchführung medienpädagogischer Projekte und Workshops im Audio-, Foto-,
Video- und Online-Bereich an Kindergärten, schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen
und die Entwicklung und Realisierung von Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in ganz Thüringen.




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Workshop II.12 ”Thüringer Medienscouts - Medienbildung durch "Peer-Education"“

Sandro Brandl und Sven Jensen

Wie schafft man ein wertvolles Beratungsangebot an Schulen, das sich an den Fragen und Problemen der Mediennutzung von Schüler*innen orientiert? Wie werden Schüler*innen zu Medienexperten und können anderen Schülern helfend und stärkend in der digitalen Medienwelt zur Seite stehen? Wie kann das nachhaltig funktionieren? Im Workshop werden die Ausbildungsmodule, deren Inhalte, Chancen und Herausforderungen für alle Beteiligten thematisiert. Zudem werden einzelne Methoden aus den Ausbildungsmodulen vorgestellt und ausprobiert.

Sandro Brandl ist Lehrer für Ethik, Informatik und MBI am Hannah Arendt Gymnasium Erfurt und ist Thillm-Fachberater für Medienkunde.

Sven Jensen ist Sozialarbeiter und seit über 20 Jahren Medienpädagoge in der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM).

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Impulsreferat 2 "Konflikt, Polarisierung und Hass: Warum wir dem digitalen Sog so schwer entkommen"

Maik Fielitz

Polarisierte Debatten haben über die vergangenen Jahre einen konfrontativen bis feindlichen Umgangston etabliert, aus dem heraus digitale Übergriffe auf Personen und Gruppen normalisiert werden. Während die Leidtragenden oft konkrete Folgen haben, verstärken Dritte diese Konfliktdynamiken noch, indem sie von Zuschauenden selbst zu Akteuren werden. Dieser Impuls möchte anhand von empirischen Fallstudien die Konfliktdynamiken erörtern, die sich hinter den Verwerfungen des digitalen Austauschs verbergen und erörtern, warum es so schwierig ist, die demokratische Contenance zu wahren

Maik Fielitz ist Bereichsleiter für digitale Konfliktforschung am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena. Er ist Projektleiter am Jenaer Standort von toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation. Er forscht zur Transformation des Rechtsextremismus im Zuge der Digitalisierung und zur Rolle digitaler Plattformen in liberalen Demokratien. Er ist Mitherausgeber des Online-Magazins Machine Against the Rage.



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