Torhaus Berlin e.V.

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Hangar X Planungswerkstatt

Das Torhaus lädt zu einem Experiment ein: Was wäre wenn wir einen der sechs leerstehenden Hangar im Flughafen kollektiv entwickeln könnten?

In drei Werkstatt-Wochenenden startet ein experimenteller kollektiver Planungsprozess mit Methoden der kreativen Aneignung, Werkzeugen der Selbstorganisation, Prototyping und Self-Zoning. Entwürfe und Raumbedarfe, die im Open Call eingereicht wurden werden gemeinsam weiterentwickelt und ergänzt. Gemeinsam lernen wir von und miteinander wie kollektive Stadtplanung funktionieren kann. Die Planungswerkstatt findet im Rahmen der “Living The City” Ausstellung in der Eingangshalle des Tempelhofer Flughafen statt und wird vom Torhaus Berlin e.V. ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. 

Der Hangar X steht für die voranschreitende kollektive und kooperative Entwicklung des geschichtsträchtigen Flughafengebäudes. Der Hangar X wird ein Ort, an dem aktiv und gemeinschaftlich diskriminierende und ausbeuterische Strukturen erkannt und durch Strukturen und Orte des commoning und der Selbstorganisation ersetzt werden.

Teilnehmer*in

Planungswerkstatt #1: Kreativer Protest & Aneignung

Wie können wir die Gestaltung unserer Stadt selber in die Hand nehmen? Stadtplanerische Prozesse die von den Bürger*innen selbst initiiert werden, nutzen oft eigene und unkonventionelle Werkzeuge um sich Räume und Träume zu erschließen. An dem ersten Planungswochenende ziehen wir symbolisch in den Hangar X ein und schaffen gemeinsam mit dem Popticum Kollektiv erste Raumaneignungen. Wir beginnen am Samstag mit einem gemeinsamen (diskursiven) Frühstück und einem Input um anschließend den Hangar zu beziehen und dort erste Strukturen zu errichten. Diesen prototypischen Einzug nutzen wir um uns die Fläche eines Hangars anzunähern und sie überhaupt erst richtig zu verstehen. Am Sonntag gehen wir in die Aktion, die wir im kreativen Workshop-Teil am Samstag Nachmittag vorbereitet haben.

Planungswerkstatt #2: Strukturen für Selbstorganisation und Commoning

Welche Strukturen müssen wir schaffen um uns in einer Community zu organisieren und nicht in alte Muster zu verfallen? Der Hangar X ist ein Raum in dem wir die Hierarchien des Kapitalismus dekonstruieren und durch Methoden des Commoning ersetzen wollen. Aber was ist eigentlich Commoning? Wie denken Commoner und wie können wir diese Ideen umsetzen? Welche physischen und digitalen Räume braucht Selbstorganisation und wie organiseren wir die Sorgetätigkeiten kollektiv und solidarisch? Am Samstag gibt es Input und Auseinandersetzung mit Fragen von Community, Care und Solidarität. Nachdem der mentale Grundstein für den Hangar X gelegt wurde, erkunden wir, wie wir decidim.org - ein Online Tool für partizipative Demokratie - für die Organisation des Hangar X nutzen können und bauen eine Plattform für den Hangar X. Am Sonntag arbeiten wir am Hangar X Modell und verräumlichen Community Spaces und Freiräume.

Planungswerkstatt #3: Die Transformation realisieren

Die dritte Planungswerkstatt macht den reality check: Welche Bedingungen herrschen in Berlin, am Tempelhofer Flughafen und im Hangar? Welche Formen der “Governance” braucht es? Wie werden Räume vergeben und wie finanzieren wir unser Projekt auf eine solidarische Art und Weise? Am Samstag entwickeln wir zusammen mit Eva de Klerk (NDSM, Amsterdam) einen 3-Jahres-Aktionsplan und skizzieren eine Governance-Struktur, damit der Hangar X auch den realen Bedingungen standhält. Am Sonntag vervollständigen wir das Hangar X Modell und geben auch denen (Frei-)Raum, die nicht in der Planungswerkstatt dabei sein konnten. 

Sonstiges

Um die Corona-Maßnahmen einzuhalten und eine gute Workshop-Atmosphäre zu schaffen, gibt es für jeden Workshop-Tag maximal 20 Plätze. Bitte bringt zu jeder Aktion euren Mund-Nasen-Schutz mit und achtet auf Abstände. Desinfektionsmittel wird es vor Ort geben. Die Planungswerkstatt wird je nach Bedarf auf deutsch oder englisch oder einer spontanen Mischform stattfinden. Die Planungswerkstatt ist barrierefrei, LGBTQIA* friendly und hat einen Awareness-Kodex, auf den die Organisator*innen zu Beginn jedes Workshop-Tags und bei Bedarf hinweisen. Bitte schreibt uns, wenn ihr Fragen oder Hinweise habt, wie wir den Workshop für euch zugänglich und sicher gestalten können. Dafür könnt ihr das Kommentarfeld nutzen oder uns eine Mail schreiben: hangar@torhausberlin.de

Personen, die Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus, Homophobie, Transfeindlichkeit und Trans*misogynie oder jegliche Form von Mobbing, Gewalt und Diskriminierung gegen andere Menschen befürwortet oder entsprechend aktiv ist, ist nicht willkommen und wird von dieser Veranstaltung ausgeschlossen.

Da die Planungswerkstatt ehrenamtlich organisiert wird, freuen wir uns über freiwillige Spenden. Am Samstag kocht das Kochkollektiv vom Torhaus für uns ein veganes Mittagessen. Bitte schreibt Allegien und Unverträglichkeiten ins Kommentarfeld, damit wir diese berücksichtigen können.

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