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Gemeinsam Klimaschutz weiterdenken - Fortschreibung des IKK Hamburg-Bergedorf
Klimaschutz betrifft uns alle – und trotzdem bleibt er im Alltag oft abstrakt und schwer greifbar. Genau hier setzt unser Prozess an: Wir machen Klimaschutz sichtbar, konkret und für Bergedorf umsetzbar. Denn eines ist klar: Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Wenn wir Veränderungen wollen, braucht es gute Ideen, machbare Schritte und Menschen, die dranbleiben.
Vier Werkstätten für gemeinsame Perspektiven
In einem gemeinschaftlichen Werkstattprozess entwickeln wir lokale Klimaschutzmaßnahmen mit konkreten Handlungsoptionen, die sich direkt an die Stabstelle Klimaschutz Bergedorf richten. Dabei arbeiten wir in vier Werkstätten zu den Themen:
Energie - Wie können wir Energie sparen, effizienter nutzen und erneuerbare Lösungen vor Ort stärken?
Klimagerechtigkeit - Wie gelingt Klimaschutz sozial gerecht, inklusiv und gemeinschaftlich?
Mobilität - Wie kommen wir klimafreundlicher durch den Alltag – und welche Veränderungen sind sinnvoll und machbar?
Engagement - Wie können wir bestehende Initiativen unterstützen, neue Ideen fördern und Engagement langfristig verankern?
Werkstatt 1: Donnerstag, 19. März 2026, Rathaus Bergedorf
Thema ist die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Mobilität im Bezirk Bergedorf unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Anforderungen. Gemeinsam können Maßnahmen zur Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie ÖPNV, Fahrrad und E-Mobilität, der Verbesserung der Anbindung von Quartieren und Ortschaften, eine Reduzierung des Pendelverkehrs und die Stärkung von Fußwegen und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum bearbeitet werden.
Werkstatt 2: Freitag, 20. März 2026, KörberHaus
Gegenstand des Austausches im Werkstatt 2 ist die Implementierung nachhaltiger Energiekonzepte und die energetische Optimierung der baulichen Infrastruktur in Bergedorf. Gemeinsam können Maßnahmen zur Nutzung von Solarenergie und anderen Erneuerbaren auf privaten und öffentlichen Gebäuden, sowie eine energetische Sanierung von Altbauten - insbesondere in den historischen Ortskernen - sowie zur Nutzung von Nahwärmenetzen und Quartierskonzepten erarbeitet, weiterentwickelt und priorisiert.
Werkstatt 3: Donnerstag, 16. April 2026, Stadtteilschule Kirchwerder
Werkstatt 3 beschäftigt sich mit der Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements im Klimaschutz sowie lokalen Bildungs- und Netzwerkstrukturen zur Nachhaltigkeit.
Werkstatt 4: Freitag, 17. April 2026, KulturA Neuallermöhe
In der vierten Werkstatt steht die sozial gerechte und gemeinschaftliche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Fokus. Gemeinsam wird geprüft, wie breite gesellschaftliche Teilhabe an lokalen Wandlungsprozessen gelingen kann. Dabei werden vulnerable Gruppen berücksichtigt und die aktive Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte sowie von Haushalten, die bisher von der Teilhabe ausgeschlossen waren, in den Beteiligungsprozess gestaltet.
Hintergrund
Bergedorf nimmt in Hamburg eine Vorreiterrolle im kommunalen Klimaschutz ein: Bereits 2015/2016 wurde hier als erster Hamburger Bezirk ein Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) gemeinschaftlich entwickelt. Seither dient das IKK als Leitfaden, der Klimaziele in konkrete Maßnahmen übersetzt. Nun wird das IKK gemeinsam mit Fachämtern, Institutionen, Initiativen und der interessierten Öffentlichkeit fortgeschrieben, um Bergedorf langfristig klimafreundlich und lebenswert zu gestalten.
Was passiert im Prozess?
Die Fortschreibung des IKK entsteht in einem offenen gemeinschaftlichen Beteiligungsprozess. In den Werkstätten vor Ort werden bestehende und neue Maßnahmen für den lokalen Klimaschutz erarbeitet, weiterentwickelt und danach bewertet,
- Wie wirksam sie sind,
- Wie gut sie umsetzbar sind und
- Wie gut sie sich mit anderen Maßnahmen verbinden lassen.
Im Mittelpunkt steht dabei gemeinsam zu prüfen: Was hilft wirklich? Was ist realistisch? Was bringt Bergedorf konkret voran?
Teilnehmende können sich darauf freuen, durch das Einbringen ihrer Ideen und das gemeinschaftliche Weiterentwickeln von Maßnahmen direkt Einfluss auf die zukünftigen Klimaschutzmaßnahmen im Bezirk zu nehmen. Der Prozess bietet die Möglichkeit, sich auszutauschen, Neues zu erfahren und aktiv mitzugestalten - für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Bergedorf.
Der Prozess ist in drei aufeinander aufbauende Beteiligungsphasen gegliedert:
Grundlage: Fachamtsdialog
In vier fachamtsbezogenen Werkstätten haben Mitarbeitende aus den beteiligten Fachämtern die Themen und Maßnahmen des aktuellen IKK geprüft. Die Ergebnisse dieser Dialogrunden wurden aufbereitet und fließen nun direkt in die bevorstehenden Werkstätten ein. Sie bilden die Grundlage, auf der alle Teilnehmenden der öffentlichen Beteiligung gemeinsam bestehende Ansätze weiterentwickeln und neue Vorschläge für Bergedorf einbringen können.
Werkstätten
Der öffentliche Kernprozess besteht aus vier thematischen Werkstätten. Interessierte Bürger*innen, Initiativen und Fachexpert*innen entwickeln Maßnahmen weiter, schlagen neue vor und priorisieren diese - ganz nach dem Prinzip: Keine Maßnahme ist zu klein.
Digital: Onlinedialog
Die in den Werkstätten erarbeiteten Maßnahmen werden digital veröffentlicht und können für einen begrenzten Zeitraum von allen Bürger*innen eingesehen, kommentiert und priorisiert werden.
Übergabe: Abschlussveranstaltung
In einer Abschlussveranstaltung werden alle Ergebnisse vorgestellt und die besten Maßnahmen für lokalen Klimaschutz prämiert: Eine tolle Gelegenheit, um die eigene Idee sichtbar zu machen und zu zeigen, welchen Beitrag sie für Bergedorf leistet.
Die in den Werkstätten erarbeiteten Maßnahmen bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit des Bezirksamts. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden im nächsten Schritt fachlich geprüft.
Klimaschutz ist Gemeinschaftsaufgabe
Ob Verwaltung, Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Privathaushalte: Jede Perspektive zählt. Klimaschutz funktioniert dann am besten, wenn viele Akteure gemeinsam handeln, voneinander lernen und Verantwortung teilen. Du möchtest dich einbringen, Ideen teilen oder mit anderen vor Ort ins Handeln kommen? Dann sei dabei.