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Donut-Ökonomie für Städte und Regionen
Welche Indikatoren sorgen für maximale Wirkung?
Wie können Städte und Regionen Ziele und Indikatoren auswählen und definieren, die ihre langfristige Ambition, im Sinne des "Donut" zu leben, tatsächlich widerspiegeln – jenseits kurzfristiger politischer Prioritäten und dessen, was lediglich als „machbar“ angesehen wird?
In diesem Webinar im Rahmen der Global Donut Days, werden Donut-Praktiker:innen aus ganz Europa ihre Ansätze, Erfahrungen und Erkenntnisse zur Entwicklung von Indikatoren für „Doughnut Data Portraits“ teilen, die einen transformativen Wandel und langfristige Wirkung unterstützen.
Das kostenfreie Webinar findet am 21. Oktober 2026 von 17:00 - 18:30 Uhr via Zoom und in englischer Sprache statt.
Nach den Impuls-Vorträgen unserer Referent:innen ist Zeit für einen gemeinsamen Austausch und ihre Fragen.
Unsere Gäste sind:
Oliver Peters
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Deutschland.
Senior Researcher und Mitentwickler des Daten-Donuts aus Rhein-Kreis Neuss.
Camille Gilloots
Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit, Universität Lausanne, Schweiz.
Mitentwicklerin der „Doughnut Data Portraits“ für den Großraum Genf und die Universität Lausanne sowie wissenschaftliche Beraterin der Donut-Ökonomie für verschiedene Schweizer Gemeinden.
Máté Fischer
Promovend an der Corvinus-Universität Budapest, Ungarn.
Researcher beim „Budapest Degrowth Doughnut“ und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Greenformation.
Marieke van Doorninck
Ehemalige Stadträtin aus Amsterdam, Niederlande.
Langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik und der internationalen Zivilgesellschaft. 2021 führte sie die Donut-Ökonomie in der Amsterdamer Stadtverwaltung ein. Heute arbeitet sie an verschiedenen Projekten zu kooperativer Governance, darunter das Postwachstums-Pilotprojekt „Marineterrein“.
Kommunen konzipieren Nachhaltigkeitsstrategien und -projekte oft in erster Linie anhand lokaler Prioritäten und politischer Interessen. Diese Bemühungen mit dem übergeordneten Ziel des globalen „Donuts“ in Einklang zu bringen – nämlich sicherzustellen, dass sich jede Person innerhalb planetarer Grenzen entfalten kann – bleibt eine große Herausforderung. Die Auswahl wirksamer Indikatoren ist ein entscheidender Hebel in diesem Prozess.
In seiner Indikatoren-Bibliothek* unterscheidet DEAL drei miteinander verknüpfte Ebenen von Donut-Indikatoren (Indikatoren-Typen):
1. Indikatoren für langfristige Auswirkungen (Status-Momentaufnahme/Status Snapshot): Sie erfassen die Fortschritte bei der Vermeidung menschlicher Entbehrung und ökologischer Degradation und stehen daher in engstem Zusammenhang mit dem konzeptionellen Ziel des globalen Donuts. Dies sind die Indikatoren, die DEAL für Visualisierungen im „Doughnut Data Portrait“ als am besten geeignet erachtet. Beispiel: der prozentuale Anteil der Menschen, die unter mäßiger bis schwerer Ernährungsunsicherheit leiden.
2. Indikatoren für Politik und Implementierung (Maßnahmeninstrumente/Response Tools): Sie überwachen die Umsetzung von Politiken, Strategien, Programmen und Projekten, die von lokalen Regierungen und Verwaltungen beschlossen wurden, um das Leben im Doughnut zu verwirklichen. Beispiel: ob ein Schulverpflegungsprogramm den Zugang zu gesunden Lebensmitteln verbessert.
3. Indikatoren für gesellschaftliches Verhalten und Systeme (Aktivitätsüberwachung/Activity Monitoring): Sie erfassen Branchenaktivitäten, Konsumgewohnheiten, Lebensstile und Verhaltensweisen, die durch politische Rahmenbedingungen geprägt sind und ihrerseits den Fortschritt auf dem Weg zu einem Leben im „Doughnut“ beeinflussen. Beispiel: Der prozentuale Anteil der Kinder, die die empfohlenen täglichen Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen.
*Indikatoren-Typen aus Spalte K der DEAL-Indikatoren-Bibliothek
Ausgehend von ihren praktischen Erfahrungen werden unsere Referenten die folgenden Themen beleuchten:
- Wünschenswerte versus „realistische“ Ziele und Indikatoren
- Die Implikationen einer starken Nachhaltigkeit
- Der vom Degrowth-Ansatz inspirierte Donut-Ansatz für transformativen Wandel
- Top-down- versus Bottom-up- Ansätze und partizipative Prozesse zur Festlegung/Definition von Indikatoren
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Eine gemeinsame Veranstaltung vom Swiss Donut Economics Network www.donuteconomics.ch und der Doughnut Coalition Hamburg www.doughnut.hamburg