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Ambulante und stationäre Hilfen zur Erziehung folgen häufig aufeinander. Aus der Sicht der Sozialen Dienste bilden sie damit Ketten von Interventionen mit unterschiedlichen Konzepten, Wirkungsmodellen und Erfolgskriterien. An den Schnittstellen ändern sich oft die Ziele der Hilfeplanung und die Zuständigkeiten. Fragen nach Erfolgen und Misserfolgen der vorausgehenden Interventionen und der Berücksichtigung der gesamten Interventionsgeschichte für die weitere Planung werden kontrovers diskutiert. Skeptische Bewertungen der anderen Erziehungshilfen – z.B. der SPFH – nehmen Einfluss auf wichtige Entscheidungen - z.B. bei der Rückkehrplanung in der Pflegekinderhilfe.

Die AdressatInnen erleben ihre Schwierigkeiten und Nöte und machen bei der Bewältigung unterschiedliche Erfahrung mit Organisationen und einzelnen Fachkräften, die auch die Wahrnehmung der jeweils folgenden Interventionen beeinflussen. Sie folgen einem biografischen Erlebensmuster.

Was wissen wir über das Zusammenspiel von Interventionen und dem Erleben der Menschen, die zu Klient*innen wurden? Wo haben professionelle Dienste (ASD, stationäre Einrichtungen, Pflegekinderdienste, SPFH, Mutter-Kind-Einrichtungen, Vormünder*innen) konstruktive Gestaltungsmöglichkeiten? Wo liegen aber auch Risiken, die die Chancen verschlechtern können und als zusätzliche Belastungen erlebt werden?


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