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Lebenswelten von Jugendlichen und ihren Familien sind vielfältig: Sie selbst oder ihre Eltern sind in Deutschland oder einem anderen Land geboren, wachsen in Patchworkfamilien oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf, haben verschiedene Religionen und Weltanschauungen oder leben in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Milieus und haben verschiedene Hobbies, Freundschaften und Musik- und Modegeschmäcker. Und sie erfahren Anerkennung oder Ausgrenzung und manchmal auch beides zusammen. 

Kurz gesagt: Zur Lebensrealität von Jugendlichen und ihren Familien gehören Heterogenität aber auch Erfahrungen von Benachteiligung oder Privilegierung in vielen Facetten.

Vielfalt ist somit eigentlich eine Selbstverständlichkeit und trotzdem gibt es Faktoren, die für Verunsicherung sorgen – auch und gerade bei Fachkräften der sozialen und pädagogischen Arbeit. Gleichzeitig besteht ein zentraler Auftrag der Jugendhilfe darin, Benachteiligungen abzubauen und Kinder und Jugendliche in der gleichwertigen gesellschaftlichen Partizipation zu unterstützen.

Die Jugendhilfe braucht daher Konzepte, um den verschiedenen Lebenswelten gerecht zu werden sowie diskriminierungskritisch, differenzsensibel und kompetent mit Heterogenität umzugehen.

Die Fortbildung will pädagogische Fachkräfte in ihren Kompetenzen unterstützen und beschäftigt sich mit folgenden Inhalten:

  • Funktion und Wirkung von Stereotypen, Vorurteilen und unbewussten Denkmustern (unconscious bias)
  • Reflexion eigener biographischer Erfahrungen und Haltungen
  • Diskriminierungsmechanismen und -formen

  • Recht und Anspruch auf Nichtdiskriminierung

  • Diskriminierungsrisiken in pädagogischen Kontexten und Organisationen Antidiskriminierung und Diskriminierungskritik als Ansatz – Anspruch und Methoden

  • Umgang mit Vielfalt in der Praxis – diskriminierungskritisch Interpretieren, analysieren und sicher handeln

  • Transfer in die Praxis – Fallbearbeitung und Praxisprojekt

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