Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung

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ONLINE-TALK: In Big Tech we trust? Machtverhältnisse von Technologiekonzernen, Staat und Zivilgesellschaft

Der wachsende Einfluss von Technologiekonzernen stellt Demokratien vor völlig neue Herausforderungen. Sie steuern über digitale Plattformen längst nicht nur die Inhalte unserer demokratischen Aushandlungsprozesse, sondern greifen auch verstärkt in politische Entscheidungen ein. Aus Anbietern digitaler Plattformen sind längst politische Akteure geworden. Daraus resultiert ein Machtungleichgewicht zwischen Nutzer:innen und Tech-Konzernen, aber auch staatlichen Behörden, die Daten verarbeiten. 
Diese Entwicklung stellt Politik und Zivilgesellschaft vor neue Fragen: 

  • Wie können sich Demokratien unabhängiger von Big Tech machen?
  • Wie kann die demokratische Kontrolle über digitale Plattformen und Tech-Konzerne erhöht werden?
  • Wie kann die Zivilgesellschaft ihre Unabhängigkeit im digitalen Raum wieder stärken? 
  • Welche Alternativen zu Big Tech gibt es für Nutzer_innen?

Gäste und Inputs: 

Prof. Dr. Lena Ulbricht (Uni Hildesheim) und Björn Staschen (Initiative Save Social - Networks for Democracy)

Anschließendes Gespräch und Diskussion mit den Teilnehmenden und den Referent_innen

Moderation: Lisa Peyer (LzpB Bremen) und Jannika Sieveritz (LpB Niedersachsen)

Wir laden Sie zu einem interessanten Abend im Rahmen der Aktionstage Netzpolitik & Demokratie ein. Schalten Sie sich gerne ohne Kamera zu und nutzen Sie für die Teilnahme an der Diskussion bequem die Kommentarfunktion – die Veranstaltung lebt von den Fragen und Kommentaren der Teilnehmenden. Es besteht aber auch die Möglichkeit „einfach nur“ zuzuhören! Der Online-Talk findet über Microsoft Teams statt. Die Zugangsdaten senden wir Ihnen kurz vor der Veranstaltung zu.


Termin

Dienstag, 11.10.2026

Beginn: 19:00 Uhr

Zur Anmeldung »


Referent_innen: 

Prof. Dr. Lena Ulbricht ist Professorin für Politikwissenschaft und Digitale Technologien an der Universität Hildesheim. Sie ist Host des Podcasts „Purple Code“ und hat am Weizenbaum Institut verschiedene Forschungsgruppen geleitet. Sie untersucht, wie digitale Technologien demokratische Prozesse beeinflussen und politische Normen und Regulierungsmechanismen verändern. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der politischen Gestaltung digitaler Technologien und den Aushandlungsprozessen der Regeln für digitale Plattformen.

Björn Staschen ist Mitgründer von „Save Social - Networks For Democracy". Die gemeinnützige Initiative hat das Ziel, die demokratische Kraft der sozialen Medien zu erhalten und organisiert unter anderem den bundesweiten Digital Independence Day. Der Medienwissenschaftler lehrt außerdem am Journalistischen Seminar der Universität Mainz. Für die ARD hat er als Fernsehkorrespondent in London gearbeitet und Formate wie den „TechTalk“ für Tagesschau24 entwickelt.