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Sexualpädagogischer Salon mit Rosa Jellinek & Sharon Adler

Mi, 19. Juni, ab 18 Uhr, in Berlin

#MeToo - unless you´re a Jew: 

Antisemitismus und die Verleugnung sexualisierter Gewalt in der Folge des 7. Oktobers

Der terroristische Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 bedeutete für jüdisches Leben in Israel und auf der ganzen Welt eine Zäsur. Die unmittelbaren Reaktionen – von Verharmlosung der Massaker als „Widerstand“ bis hin zum Verteilen von Süßigkeiten zur Feier des Tages mitten in Berlin – führten zu einer Erschütterung des Sicherheitsgefühl jüdischer Menschen auch in Deutschland. Eine besonders schmerzliche Realität ist die Verleugnung der zahlreichen geschlechtsspezifischen Gewalttaten. Die Berichte von UN Women oder der Association of Rape Crisis Centers in Israel dokumentieren schwerste Formen sexueller Gewalt gegen Opfer des 7. Oktobers sowie gegen die entführten Geiseln. Dennoch wird auch heute noch – insb. in sozialen Medien – die Gewalt geleugnet und verharmlost. Selbst feministische Akteure, die sich seit Jahrzehnten für die Anerkennung sexueller Gewalt einsetzen, entziehen ihre Solidarität. Was dies für die sexuelle Bildungsarbeit und Beratung bedeutet, soll Thema des Salongesprächs sein.

Nach zwei Impulsvorträgen zu den Reaktionen auf die sexuelle Gewalt diskutieren wir gemeinsam die Fragen:

- Wie erleben insb. jüdische Mädchen, Kinder und Jugendliche in Berlin die aktuelle Situation?
​​​​​​​- Wie können (sexual-)pädagogische Fachkräfte intervenieren, informieren und unterstützen?
- Welchen Nachholbedarf hat die Sexualpädagogik bzgl. der Verschränkung von Antisemitismus und Sexismus?

Referentinnen:

Rosa Jellinek - Content Creatorin, Bildnerin und queer-jüdische Aktivistin. Sie erstellt Videos für das Projekt "OY VEY! Plattform gegen Verschwörungsmythen" und klärt über Themen wie Judentum, Antisemitismus, Intersektionalität und Queerness auf. ​​​​​​​

Sharon Adler Journalistin, Fotografin & Gründerin des Online-Magazins AVIVA, das sich für die Sichtbarmachung von Frauenbiografien und gegen Antisemitismus einsetzt. Trägerin des Berliner Frauenpreises. Ehrenamtliche Vorständin der Stiftung Zurückgeben. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft.

Moderation:

Lisa Frey – Sexualpädagogin & Beraterin, Fachliche Leitung Sexualpädagogik im Berliner Familienplanungszentrum BALANCE

Anmeldung & Kosten:

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 € und ist im Voraus per Überweisung zu zahlen. Informationen zum Veranstaltungsort versenden wir anschließend per E-Mail. Bitte halten Sie vor Ort ein Ausweisdokument bereit. Anmeldeschluss ist eine Woche vor der Veranstaltung.​​​​​​​

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