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Europa, KI und die Zukunft der Demokratie
Die Debatte um digitale Souveränität gewinnt in Europa weiter an Bedeutung: Wie fördern wir demokratische Resilienz in Zeiten von algorithmischen Black Boxes und KI‑generierten Deep Fakes? Welche KI‑Kompetenzen braucht es dafür? Freuen Sie sich auf ein vielseitiges Programm mit Fachkonferenz, Marktplatz, interaktiven Masterclasses, KI‑Showcases und Improtheater. Es erwarten Sie hochkarätige Impulse und Diskussionsrunden, unter anderem mit Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig, Ministerpräsident Gordon Schnieder, Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), und Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Vizepräsidentin der RPTU Kaiserslautern-Landau.
Im Rahmen der 5. Medien Triennale Südwest werden zudem Studienergebnisse des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest rund um das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen im Bereich KI präsentiert.
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Programm
Masterclasses
Expert*innen geben Einblicke in die KI-Praxis (begrenzte Platzanzahl, bitte bei Anmeldung zur Veranstaltung gesondert angeben):
Christoph Maerz, Senior Researcher, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Local_Vocal - Wie ein KI-Agent den Lokaljournalismus neu denkt
Lokale Medien stehen unter Druck: sinkende Reichweiten, Finanzierungsprobleme, Vertrauensverlust. Das Projekt Local Vocal entwickelt gemeinsam mit 13 Verlagen und der dpa einen Trusted Local Agent, einen KI-gestützten, personalisierten Begleiter für den lokalen Alltag, der auf der Vertrauenswürdigkeit der Zeitungsmarke aufbaut. In dieser Masterclass stellt das DFKI das Konzept vor, zeigt den aktuellen Prototyp und lässt die Teilnehmenden den Agenten auf dem eigenen Smartphone testen. Diskutiert wird: Was brauchen Menschen wirklich von lokalen Medien und wie kann KI dabei helfen, ohne das Vertrauen zu verspielen?
Dr. Adriano Lucieri, Senior Researcher, Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Worauf sich Vertrauen gründet: KI, Medien und die Frage, wer wem was glauben kann
Was macht ein KI-System eigentlich vertrauenswürdig? Halluzinationen, verzerrte Trainingsdaten und mangelnde Robustheit zeigen: Verlässlichkeit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss technisch hergestellt und überprüfbar gemacht werden. Eine ganz andere Frage ist, wie Menschen und Medien vertrauenswürdig mit KI umgehen: Als Werkzeug in der Redaktion wie als Medium, das synthetische Inhalte hervorbringt, die vom Echten kaum noch zu unterscheiden sind. Hier setzen Kennzeichnungspflichten, Herkunftsnachweise und der EU AI Act an. Die Masterclass führt beide Perspektiven zusammen und lotet gemeinsam mit den Teilnehmenden aus, worauf sich Glaubwürdigkeit zwischen Redaktionen, Publikum und demokratischer Öffentlichkeit künftig gründen kann.
Uwe Renners, stv. Chefredakteur Digital, Die Rheinpfalz
KI in der Redaktion: Vom Experiment zur verlässlichen Praxis
In dieser Masterclass geht es darum, wie KI in Redaktionen vom Ausprobieren in Arbeitsprozesse überführt werden kann, die Zeit verschaffen für das Wesentliche: das Erstellen von Inhalten. Anhand konkreter Beispiele zeigt Uwe Renners, wo KI journalistische Arbeit sinnvoll unterstützt, welche Standards nötig sind und wie Redaktionen praxistaugliche Workflows entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, die im redaktionellen Alltag funktionieren, keine Technikversprechen.
Thomas Präkelt und Sina Burmeister, Leitung Hauptstadtstudio RTL/ ntv
Journalismus 2035: KI und Vertrauen (AT)
Marktplatz
Der Marktplatz bietet vielseitige Einblicke, Materialien und Testmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im praktischen Einsatz: Forschungsprojekte, Unternehmen und Institutionen laden dazu ein, sich intensiver mit dem Thema KI auseinanderzusetzen, Anwendungen auszuprobieren und gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren.
42kaiserslautern
42kaiserslautern ist ein interaktiver Treffpunkt, an dem Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenkommen. Auf Ausstellungen und in Workshops werden Innovationen für die breite Bevölkerung erlebbar. Auch der Stand auf der MTSW lädt zum Ausprobieren ein: Kurt ist ein KI-Sprachmodell (LLM), bei dem die Nutzer*innen durch geschickte Fragen im Dialog ein geheimes Lösungswort erraten müssen. Das Ziel ist es, so wenig Versuche wie möglich zu benötigen. Rage Checker ist ein Analyse-Tool, das Inhalte – wie Zeitungsartikel oder Posts – untersucht und feststellt, ob diese darauf ausgelegt sind, starke emotionale Reaktionen hervorzurufen.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Eine „KI für den Menschen“, mit der wir gesellschaftliche Herausforderungen angehen können, die verlässlich und vertrauenswürdig ist, das ist das Ziel des DFKI. Das weltweit größte unabhängige Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz entwickelt Lösungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie ausgehend von ihren Forschungen. Lernen Sie am Stand die Projekte des Forschungszentrums kennen und kommen Sie mit den Expert*innen ins Gespräch über Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Zeiten Künstlicher Intelligenz.
â–º www.dfki.de
DIE RHEINPFALZ
Wie lässt sich KI im Redaktionsalltag sinnvoll nutzen? Erste Einblicke dazu gibt Uwe Renners in seiner Masterclass am Vormittag, am Marktplatz-Stand können alle Interessierten tiefer in das Thema eintauchen: Hier demonstriert DIE RHEINPFALZ Beispiele und Prototypen für den Einsatz von KI in einem Medienunternehmen. Darunter eine KI-Suche, die in einem redaktionellen Editor eingebunden ist und das gesamte Zeitungsarchiv durchsuchen kann.
dropout GmbH
Die Produktionsfirma dropout konzipiert und realisiert audiovisuelle Projekte von der Drehbuchentwicklung bis zur Postproduktion. Entdecken Sie am Marktplatz-Stand ihre aktuellen filmischen Arbeiten. Die gezeigten Projekte veranschaulichen, wie kreative Filmproduktion mit innovativen KI-Technologien verbunden wird – von der teilweisen Unterstützung bis hin zur vollständig KI-gestützten Umsetzung.
EUROPE DIRECT Kaiserslautern
Das Zentrum EUROPE DIRECT Kaiserslautern ist eine Schnittstelle zwischen der EU und ihren Bürger*innen. Auf lokaler und regionaler Ebene informiert EUROPE DIRECT über europäische Angelegenheiten und die Themen der EU. Ziel des Zentrums ist es, Transparenz zu schaffen und zur Mitgestaltung anzuregen. Am Stand erhalten Interessierte Antworten auf Fragen rund um die Union sowie fachspezifische Informationen zum Thema KI, etwa zum EU AI Act.
â–º www.europedirect-kaiserslautern.de
Inventive Studios
Treffen Sie Johannes Gutenberg – und kommen Sie mit ihm ins Gespräch. Mit der Conversational-AI-Lösung „Talk to History“ von Inventive Studios wird Geschichte lebendig: Besucher können Gutenberg direkt Fragen stellen und seine Zeit, seine Ideen und die Erfindung des Buchdrucks auf persönliche und interaktive Weise entdecken. Die KI basiert auf einer kuratierten Wissensbasis und ermöglicht natürliche, auf Wunsch mehrsprachige Gespräche. So wird aus historischem Wissen eine unmittelbare Begegnung – und aus Besucher*innen werden aktive Entdecker*innen.
Geschichte nicht nur sehen. Geschichte fragen.
klicksafe
Die EU-Initiative klicksafe informiert über Chancen und Herausforderungen der digitalen Welt: Sie bietet Medien-Tipps für junge Menschen, unterstützt Eltern und Pädagog*innen dabei, Kinder und Jugendliche kompetent und sicher im Umgang mit digitalen Medien zu begleiten. Am Stand können Besucher*innen ihr Wissen im interaktiven „Deepfake Detectives“-Quiz testen und lernen, künstlich erzeugte Bilder von echten Aufnahmen zu unterscheiden. Ergänzend dazu stellt klicksafe Infomaterialien rund um Medienkompetenz und digitale Sicherheit vor.
â–º www.klicksafe.de
Landesmedienanstalt Saarland (LMS)
Die LMS macht generative KI praktisch erfahrbar. Besucher*innen können verschiedene Anwendungen nach unterschiedlichen Einsatzbereichen testen und vergleichen – beispielsweise Text-to-Text- oder Text-to-Image-Anwendungen. Außerdem informiert die LMS über das KI-Tool MarKIeR und das Forschungsprojekt PABeLA: Das Projekt untersucht Auswirkungen großer Sprachmodelle auf Journalismus und Meinungsbildung und entwickelt Verfahren zu deren systematischer Bewertung. MarKIeR unterstützt die Sichtung von Transparenzinformationen bei Medienintermediären, ermöglicht auch die Sichtung von aufsichtsrelevanten Informationen im Netz und optimiert den Prüfprozess durch eine nahtlose Integration von Dokumentation und Bewertung.
â–º www.lmsaar.de
Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK)
Die LFK ist die Medienanstalt für Baden-Württemberg. Sie lizenziert und beaufsichtigt den privaten Rundfunk und fördert eine vielfältige Medienlandschaft. Zudem reguliert sie Internetangebote mit Sitz in Baden-Württemberg sowie digitale Medienplattformen, Benutzeroberflächen und Medienintermediäre, wie z. B. Suchmaschinen, zur Sicherung von Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt. Mit zahlreichen Projekten engagiert sich die LFK außerdem für Jugendmedienschutz und Medienkompetenz. An ihrem Stand informiert sie über ihre Aufgaben in der Aufsicht sowie im Jugendmedienschutz und präsentiert Angebote zur Vermittlung von Medienkompetenz.
â–º www.lfk.de
Medienanstalt Rheinland-Pfalz
Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz stärkt die mediale Teilhabe von Jung und Alt und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur freien Meinungsbildung und einer lebendigen Demokratie. Mit ihren Angeboten zur Medienkompetenz unterstützt sie Bürger*innen außerdem dabei, Medien kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Gleichzeitig nimmt sie wichtige Aufgaben in der Medienaufsicht wahr, etwa im Kinder- und Jugendmedienschutz, bei der Sicherung journalistischer Sorgfaltsstandards und im Einsatz gegen Hassrede im Netz. Am Stand erhalten Sie Einblicke in die vielfältigen Angebote der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
Wissenschaftliche Daten für Forschung und Praxis: Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest erhebt seit 1998 unabhängige Basisdaten zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Seit einigen Jahren zusätzlich auch von Kleinkindern und älteren Menschen. Die Studien dienen als Diskussions- und Arbeitsgrundlage für Medienpädagogik, Politik und Bildungseinrichtungen.
â–º www.mpfs.de
RPTU Kaiserslautern-Landau & KI-Allianz Rheinland-Pfalz
Wie gelingt der Weg von der KI-Spitzenforschung in die wirtschaftliche Praxis? Antworten darauf geben die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und die KI-Allianz Rheinland-Pfalz an ihrem Gemeinschaftsstand. Vorgestellt werden aktuelle Forschungsarbeiten, anwendungsnahe Projekte und der Transfer von KI-Lösungen in die wirtschaftliche Praxis. An einem Automaten entdecken Besucher*innen spielerisch, wie ein Sprachmodell Texte generiert und wie Fehl- oder Desinformationen entstehen. Zudem zeigen die Expert*innen, welche Möglichkeiten lokale und souveräne KI bietet. Die Expert*innen stehen für Fragen und den offenen Austausch zu vielfältigen KI-Themen zur Verfügung.
â–º www.rptu.de
â–º www.ki-allianz-rlp.de
Hinweis zu Bild- und Videoaufnahmen: Wir weisen Sie gerne darauf hin, dass bei der von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz durchgeführten Veranstaltung Ton- und Bildaufnahmen angefertigt werden. Die Aufnahmen werden zum Zweck der Dokumentation der Veranstaltung und im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Wenn Sie nicht aufgenommen werden möchten, sprechen Sie dies bitte unmittelbar bei dem/der Fotograf*in an, damit Ihr Wunsch berücksichtigt werden kann.

