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„Intersektionalität und Diversitätssensibilität in Beratung, Lehre und Tätigkeit an der Hochschule“ – Online-Workshop im Rahmen des NESIS-Projekts am 24.08.2026
Die Öffnung und Demokratisierung der Hochschulen haben zu erweiterten Zugängen und vermehrter Diversität der Hochschulangehörigen geführt, während weiterhin Hürden innerhalb von Academia existieren, die spezifische Herausforderungen an etwaige Personengruppen darstellen. Jede Person bringt zudem ihre eigenen individuellen Erfahrungen und Strategien mit, die durch gesellschaftliche Strukturen gerahmt werden und hinsichtlich verschiedener Dimensionen wie Alter, Geschlecht, physische und psychische Verfassung und viele weitere zu unterschiedlichen Anliegen und Bedarfen führen können. Dem Anspruch diesen gerecht werden zu können sowie inklusive(re) Hochschulstrukturen mitzugestalten, birgt das Potenzial der Unsicherheit und Überforderung. Deshalb sind sowohl Kenntnisse über Intersektionalität und Diversitätssensibilität als auch der konkrete Transfer auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten in hochschulischen Beratungskonstellationen, in der Hochschullehre und in der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Hochschulangehörigen miteinander wichtig.
Der Workshop zielt auf die Reflexion bereits vorhandener Kenntnisse, Strategien und Haltung ab, die es für eine diversitätssensible Ausübung der Tätigkeiten insbesondere in der hochschulischen Beratung und Lehre braucht. Ein Fokus liegt dabei auf der Sensibilisierung für verschiedene Wissensbestände, Erfahrungsgrundlagen und Reflexionsgrade innerhalb der Teilnehmendengruppe. Ausgehend von der Diversitätsdimension Behinderung bzw. chronische Erkrankung werden in kurzen Inputs zentrale Bestandteile von Diversität und Intersektionalität im Kontext Hochschule vermittelt. In Einzelarbeit werden bereits bestehende Strategien und Ressourcen diversitätssensibler Beratung, Lehre und weiteren Tätigkeiten der individuellen Teilnehmenden reflektiert sowie bestehende Unsicherheiten identifiziert. In Kleingruppen erfolgt daran anschließend die Ermittlung des Status Quo schon vorhandener Kompetenzen sowie die Konkretisierung nächster Schritte für den weiteren Kompetenzerwerb. Ebenso erfolgt eine Sammlung bestehender Unterstützungsstrukturen mit Blick auf das Thema Intersektionalität und Diversitätssensibilität im Kontext Hochschule. Dabei werden verschiedene Ebenen (individuelle, kollegiale, Hochschul- sowie Netzwerkebene) innerhalb des Workshops berücksichtigt.
Der Workshop richtet sich an sämtliche interessierte Hochschulangehörige (Beauftragte für Studierende mit Behinderung/chron. Erkrankung, Studienberater*innen, Lehrende, Studierende, Mitarbeitende in Prüfungsämtern, …), die ihre tägliche Beratungs- und Lehrpraxis hinsichtlich diversitätssensibler Strukturen reflektieren und erweitern möchten.
Es handelt sich um eine Online-Veranstaltung im Umfang von 6 Zeitstunden (inkl. Pause) von 9:00 bis 15:00 Uhr.
Über die Referentin: Dr.in Christina Plath ist promovierte Psychologin, Trainerin für Social Justice und Diversity undSystemische Supervisorin. Nach mehrjähriger Tätigkeit an der Universität Vechta im Bereich Gleichstellung, Antidiskriminierungsarbeit und -beratung ist sie zudem aktuell als hauptamtlich Lehrende an der Hochschule Bremenaktiv. Im Rahmen ihrer Lehr- und Dozentinnentätigkeit beschäftigt sie sich u.a. mit Gesprächsführung, Beratung und Vertrauensbeziehungen sowie deren Verschränkung mit Aspekten von Intersektionalität, Diskriminierung und sozialer Gerechtigkeit.