Netzwerktreffen Gewaltschutzwohnung für "nicht weibliche" Personen für Thüringen
Thüringen hat mit dem Ersten Gesetz zur Änderung des Thüringer Chancengleichheitsfördergesetzes einen wichtigen Schritt zu einem verbesserten Hilfenetz für von Häuslicher Gewalt betroffene Menschen getan. Es schreibt vor, das Hilfenetz für Frauen flächendeckend auszubauen und erstmals auch mindestens eine Schutzeinrichtung für nicht weibliche Personen zu schaffen. Das Gesetz ist 2025 in Kraft getreten, aktuell laufen die Vorbereitungen zu seiner praktischen Umsetzung. Sind die entsprechenden Richtlinien und Qualitätsempfehlungen fertig, kann das Vergabeverfahren für die zusätzlichen Schutzeinrichtungen beginnen.
Viele Träger fragen sich aktuell, wie fachlich richtig und konzeptionell gut mit nicht weiblichen Schutzsuchenden umgegangen werden kann, also mit Männern und TIN*-Personen. Deshalb möchten die LAG Jungen- und Männerarbeit Thüringen, die Fachstelle queere Antigewaltarbeit Q*rage Thüringen, das Projekt A4 sowie die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz die Interessierten erstmals zusammenbringen. Ziel des Treffens ist, die nötige Fachlichkeit für das sich erweiternde Hilfenetzwerk aufzuzeigen, damit die dringend nötige Umsetzung der Schutzansprüche in Konzepte und Hilfeeinrichtungen reibungsarm möglich wird.
Ablauf (in Planung)
Ab 9.30 Uhr: Ankommen
10.00 Uhr: Start mit Grußwort Nadja Sthamer, Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann des Freistaates Thüringen
10.15 Uhr: Kennenlernen der Teilnehmenden
10.30 Uhr: Input & Fragen „Schutzeinrichtungen Häusliche Gewalt für Männer und geschlechtsübergreifend – Überblick bundesweit und rechtliche Einordnung“ mit Torsten Siegemund, Fachreferent Fort- und Weiterbildung der BFKM
10.50 Uhr: „Umsetzung der Änderungen des Thüringer Chancengleichheitsfördergesetzes“ mit Katja Kleimenhagen, Referentin des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie
11.15 Uhr: „Was ist unter 'nicht weiblich' zu verstehen?“ mit Sascha Finke, Bildungsreferent*in des Projektes Q*rage
11.40 Uhr: „Konzept der Schutzwohnung für LSBTIQ*-Personen“ der AWO Berlin
Mittagspause
12.45 Uhr: World Café zu aktuellen Fragen
13.50 Uhr: Abschluss