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Wer Forstwirtschaft betreiben will, braucht ein Wildbestandsmanagement
Wald und Wild gehören untrennbar zusammen – bringen aber auch Konfliktpotenzial mit sich. Wer hochwertiges Holz erzeugen und eine vitale, artenreiche Naturverjüngung sichern möchte, ist auf ein funktionierendes Wildbestandsmanagement angewiesen, um Zielkonflikte frühzeitig zu entschärfen.
In den PEFC-Audits in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden regelmäßig Abweichungen vom Standard 4.11 "Angepasste Wildbestände" festgestellt; in gravierenden Fällen kann dies bis zum Entzug der PEFC-Teilnahmeurkunde führen.
In unserem Seminar „Zu viel Wild im Wald?“ zeigen wir Ihnen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und welche praktischen Stellschrauben private wie kommunale Waldbesitzende nutzen können, um angepasste Wildbestände zu erreichen. Ein externer Auditor gibt außerdem einen anschaulichen Einblick, worauf es im PEFC‑Audit beim Kriterium 4.11 wirklich ankommt und welche Aspekte in der Praxis oft entscheidend sind. Ergänzende Beispiele aus der forstlichen Praxis machen konkrete Lösungswege sichtbar.
Vertreterinnen und Vertreter der Jägerschaft sind ebenfalls herzlich willkommen. Im Programm greifen wir verschiedene jagdliche Perspektiven auf, um einen breit angelegten fachlichen Austausch zwischen allen Beteiligten zu ermöglichen.
Programm
09:30 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Christian Weber, Regionale PEFC-Arbeitsgruppe Niedersachsen e.V.
Dr. Eberhard Piest, Regionale PEFC-Arbeitsgruppe NRW e.V.
09:45 Uhr Angepasste Wildbestände - Der Anspruch der PEFC-Zertifizierung
Andrea Wanninger, Holz und Wald Zertifizierungsgesellschaft mbH
10:15 Uhr Eckpfeiler eines zeitgemäßen Bejagungskonzeptes - Handwerkszeug (nicht nur) für Eigenjagdbesitzer
Uli Osterheld, Pro Jagdkonzept GmbH
11:00 Uhr Kommunalwald Kreisforstamt Schaumburg - Ein Beispiel aus der Praxis
Lothar Seidel, Kreisforstamt Schaumburg
11:30 Uhr Kaffeepause
11:45 Uhr World Café-Gruppenarbeiten
13:15 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr Vorstellen der Gruppenarbeitsergebnisse - Teil 1
14:30 Uhr Wichtige Rechtsgrundlagen - Gute Jagdpachtverträge, rechtlicher Rahmen der Abschussplanung und die Durchsetzung von Wildschadensansprüchen
Björn Schöbel, Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Hessen e.V.
15:15 Uhr Vorstellen der Gruppenarbeitsergebnisse - Teil 2
15:30 Uhr Kaffeepause
15:45 Uhr Eigentümerbewirtschaftete Jagden als Alternativen zur Jagdverpachtung
Prof. Dr. Thorsten Beimgraben, Professur für Wildökologie und Jagdwirtschaft, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg Schadenweilerhof
16:15 Uhr Wege zu angepassten Wildbeständen - Impulse des LJV NRW und des ÖJV Niedersachsen-Bremen
Dr. Michael Petrak, Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Mathias Assmann, Ökologischer Jagdverein Niedersachsen-Bremen e.V.
16:45 Uhr Zusammenfassung, Feedback und Fazit des Tages
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Referenten:
Mathias Assmann, Prof. Dr. Thorsten Beimgraben, Uli Osterheld, Dr. Michael Petrak, Dr. Eberhard Piest, Björn Schöbel, Lothar Seidel, Andrea Wanninger, Christian Weber
Moderation:
Markus Hölzel, Chefredakteur, Fachzeitschrift "proWald"