@idele.design

Info


10. Peace Summer School

Frieden gemeinsam selber machen

Zum Ticket-Kauf »

Wir wollen Frieden gemeinsam selber machen - mit Dir! Frieden beginnt nicht irgendwo auf der Weltbühne, sondern mitten in unserem Alltag. Die Peace Summer School 2026 lädt Dich ein, Frieden konkret und lebendig werden zu lassen: In interaktiven Workshops gehen wir der Frage nach, wie Frieden alltäglich im Kleinen entstehen kann. Wir schaffen Raum für praktische Erfahrungen, gegenseitigen Austausch und zum gemeinsamen Lernen. Nicht nur über Frieden reden, sondern Frieden gemeinsam selber machen.

Veranstaltet durch:

ASKA e.V. – Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg & Transferzentrum Frieden Augsburg

Veranstaltungsort

argon{lounge} (Argonstraße 16 a, 86153 Augsburg) (barrierefrei)
Augustanasaal (Im Annahof 4, 86150 Augsburg, 1. Stock) (Aufzug vorhanden)
Deutschland

Zeitraum

Freitag, den 17.07.2026 16:00 Uhr bis Sonntag, den 19.07.2026 ca. 17:00 Uhr

PROGRAMM

Zeit

Freitag, 17. Juli 2026

16:00 – 16:30 Uhr

Anreise

16:30 – 18:30 Uhr

Begrüßung / Mini-Impuls / erstes Kennen-Lernen / Abendessen  · für alle

19:30 Uhr

Auftakt-Abendveranstaltung mit Gilda Sahebi im Augustanasaal  · für alle/ geöffnet für die Stadtgesellschaft

Samstag, 18. Juli 2026

9:00 Uhr

Zusammenkommen und kurze Begrüßung · für alle

Workshop-Slot 1 · 9:15 – 13:15 Uhr (4 Stunden)


Option AOption B

9:15 – 13:15 Uhr

A) Spect-Actors – Forumtheater als Praxis

B) Gegenargument im Alltag. Ein Argumentations- und Haltungstraining gegen (extrem) rechte und diskriminierende Aussagen

13:15 – 14:30 Uhr

Mittagessen / Pause

Workshop-Slot 2 · 14:30 – 17:30 Uhr (3 Stunden)

14:30 – 17:30 Uhr

C) Feministische Friedenspraxis: Heute leben, was morgen möglich sein soll

D) Krieg und Militarisierung: Perspektiven und Handlungsspielräume

18:30 Uhr

Abendessen

Ab 20:00 Uhr

Abendprogramm 

Sonntag, 19. Juli 2026

9:00 Uhr

Zusammenkommen und kurze Begrüßung · für alle

Workshop-Slot 3 · 9:15 – 13:15 Uhr (4 Stunden)

9:15 – 13:15 Uhr

E) Zwischen Gegensätzen atmen – Spannungen, Reaktivität und verkörperte Verantwortung

F) Wohnen als Friedensfrage: Solidarität statt Konkurrenz

13:15 – 13:45 Uhr

Kurze Erholungspause

13:45 – 16:30 Uhr

Mittagessen und Planspiel: „Perlenspiel“ · für alle


Inhaltliche Beschreibung

Die Peace Summer School beginnt am Freitagnachmittag mit einer gemeinsamen Kennenlernrunde und einem ersten inhaltlichen Impuls zum diesjährigen Schwerpunktthema. Den Auftakt bildet ein öffentlicher Abendvortrag mit Gilda Sahebi um 19:30 Uhr im Augustanasaal.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen sechs Workshops, die in drei Slots über Samstag und Sonntag verteilt sind. In jedem Slot finden zwei Workshops parallel statt, sodass die Teilnehmenden im Laufe des Wochenendes drei der sechs Angebote selbst auswählen und besuchen können. Die Workshops beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Methoden, wie sich Frieden im Alltag konkret praktizieren lässt. Die Formate sind bewusst aktiv und partizipativ gestaltet und laden dazu ein, sich kreativ und offen mit den Themen auseinanderzusetzen – Vorkenntnisse oder besondere Fähigkeiten sind dabei ausdrücklich nicht erforderlich.

Den Auftakt bilden am Samstagvormittag zwei aktivierende Formate: ein Argumentations- und Haltungstraining sowie ein Workshop zu Interaktivem Theater. Am Nachmittag verlagert sich der Fokus auf inhaltlich-politische Fragestellungen – mit einem Workshop zu feministischen Friedenspraktiken und einem zu Kriegsdienstverweigerung und zivilem Widerstand. Der Sonntagvormittag lädt schließlich zur Vertiefung und Reflexion ein: Workshops zu verkörperter Verantwortung im Umgang mit Spannungen sowie zu Selbstorganisation und Peer-Arbeit runden das Programm ab.

Workshop A „Spect-Actors – Forumtheater als Praxis“

Referent*in: Camila von Hein (Forumtheater Inszene e.V.)

Was würdest du tun? Die von Augusto Boal entwickelte emanzipatorische Theatermethode verwandelt Zuschauende in Akteur:innen: Alltagskonflikte werden auf die Bühne gebracht, eingefroren und dann gemeinsam verändert. Wer eingreift, probiert aus, scheitert, versucht es anders. So entsteht im Spiel ein Raum, in dem neue Handlungsmöglichkeiten nicht nur gedacht, sondern leibhaftig erprobt werden. In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam kurze Szenen aus dem Alltag, untersuchen, wie Konflikte entstehen und eskalieren und fragen: Was wäre, wenn? Frieden gemeinsam selber machen beginnt hier: im Proberaum des Theaters.

Workshop B: „Gegenargument im Alltag. Ein Argumentations- und Haltungstraining gegen (extrem) rechte und diskriminierende Aussagen.“

Referent*in: Cynthia Agbontaen (Gegenargument)

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“- Aber was antworte ich jetzt darauf? Rechte und diskriminierende Aussagen begegnen uns zunehmend in Alltag und Beruf. In diesem Workshop setzen wir uns mit typischen Argumentationsmustern auseinander und entwickeln Strategien, um klar Position zu beziehen. Im Mittelpunkt steht nicht das perfekte Argument, sondern eine bewusste, diskriminierungssensible Haltung. Durch Input, Austausch und praktische Übungen wird Handlungssicherheit gestärkt und Raum für Reflexion eigener Erfahrungen geschaffen.

Workshop C „Feministische Praktiken des Friedens“

Referent*innen: Christina Pauls (Uni Augsburg) und Michaela Zöhrer (Hochschule Rhein-Waal)

Feministische Friedenspraxis fragt danach, wie eine friedlichere und gerechtere Welt nicht nur gedacht, sondern bereits im Hier und Jetzt gelebt werden kann. In diesem Workshop knüpfen wir an eigene Erfahrungen und Kontexte an und erkunden gemeinsam, wie wir Friedenspraxis bereits leben – und welche wir kollektiv entfalten möchten. Im Austausch, in interaktiven Übungen und kollektiver Reflexion befassen wir uns mit konkreten Handlungen, Beziehungen und Strukturen feministischer Friedenspraxis. Ziel ist es, die Welt, die wir wollen, im Kleinen erfahrbar zu machen und gemeinsam weiterzudenken.

Workshop D „Kriegsdienstverweigerung / Ziviler Widerstand“

Referent*in: Nina Boy (Connection e.V)

Was wäre, wenn ich selbst betroffen wäre? Ausgehend von dieser Frage eröffnet der Workshop einen persönlichen Zugang zu den Themen Krieg, Militarisierung und Frieden. Durch eine Mischung aus inhaltlichem Input, Reflexion und Austausch werden persönliche Perspektiven mit gesellschaftlichen Zusammenhängen verbunden.

Im Fokus steht die Frage, wie wir selbst betroffen wären und welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben – individuell wie auch gemeinsam. Ziel ist es, eigene Positionen zu entwickeln, neue Perspektiven kennenzulernen und die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken.

Workshop E: Zwischen Gegensätzen atmen - Spannungen, Reaktivität und verkörperte Verantwortung

Referent*in: Emilia Prebeck

Gesellschaftliche Polarisierung wirkt nicht nur im Außen – sie kriecht in unsere Körper: Sie erzeugt den Wunsch nach Eindeutigkeit, nach moralischer Überlegenheit, nach der Erlaubnis, hart urteilen zu dürfen. Doch wo verhärten sich unsere eigenen Positionen? Wo werden wir reaktiv? In diesem Workshop erkunden wir mit Körperarbeit, Reflexion und Theatermethoden (u.a. Augusto Boal), wie Friede nicht trotz, sondern durch das Aushalten von Widersprüchen entstehen kann. Ziel ist centered accountability: präsent, selbstwahrnehmend, beziehungsfähig – auch unter Druck.

Workshop F „Wohnen als Friedensfrage: Solidarität statt Konkurrenz“

Referent*in: Swen Huchatz (Randnotiz Hildesheim)

Wohnungsnot, Spekulation, Obdachlosigkeit: Wer Zugang zu Wohnraum hat und wer nicht, ist keine Zufälligkeit, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Dieser Workshop nimmt die gravierenden Unterschiede in den Blick, mit denen von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen täglich konfrontiert sind, und fragt zugleich: Wie kann eine gemeinschaftliche, solidarische Praxis entstehen, die „gutes Wohnen für alle" möglich macht?

Im Open-Space-Format gestalten die Teilnehmenden den Raum aktiv mit: Eigene Erfahrungen, Ideen und Fragen werden eingebracht, in kleinen Gruppen diskutiert und am Ende gemeinsam geteilt.


Weitere Informationen

Frieden wird häufig als große politische oder gesellschaftliche Idee verstanden, als Ergebnis internationaler Verhandlungen, Regelungen oder globaler Bewegungen. Die Peace Summer School 2026 mit dem Oberthema „Frieden gemeinsam selber machen“ setzt dahingegen ganz bewusst an einem anderen Ort an: im Alltag.

Zentral ist der Gedanke, dass Frieden nicht nur auf übergeordneter Ebene verhandelt oder verwaltet, sondern auch im Kleinen ganz praktisch gelebt wird. Er kann in persönlichen Begegnungen, in kreativen, körperbezogenen Praktiken, in der direkten Kommunikation, durch Vertrauen und Gemeinschaft, in Momenten des Zuhörens oder im achtsamen Umgang mit Konflikten entstehen. In der Peace Summer School 2026 möchten wir diese Mikro-Praktiken sichtbar und erfahrbar machen und gemeinsam weiterentwickeln. Wir verstehen Frieden dabei nicht als einen abstrakten Zustand, sondern als alltägliches Tun, als eine soziale Praxis, die erlernt, kultiviert und geteilt werden kann. Daher erproben wir dies auch gemeinsam in unterschiedlichen Kontexten: Was hat Frieden mit Körperlichkeit zu tun? Wie kann ich auch in Konfliktsituationen friedlich kommunizieren? Und was bedeutet das Ganze für die Gemeinschaft, in der wir leben.

Die Peace Summer School bietet dabei als dreitägige Workshopveranstaltung die Gelegenheit, Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennenzulernen und sich auszutauschen. Egal, ob mit oder ohne Vorkenntnisse, ob aus Wissenschaft, Praxis, Aktivismus oder aus  persönlichem Interesse - alle sind eingeladen, mit uns Frieden gemeinsam selber zu machen! Im Zentrum steht daher auch nicht nur akademisches Expert:innenwissen, sondern vor allem kollektives Lernen und gemeinsames Handeln.

 Veranstaltet wird die Peace Summer School vom ASKA e.V. (Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg) zusammen mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg. Aktuelle Infos unter: www.uni-augsburg.de/peacesummerschool

Die Peace Summer School 2026 findet in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg und der argon{lounge} statt. Gefördert wird sie vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg, der Bürgerstiftung Augsburg und dem Förderverein Zivilcourage e.V.. Gesponsert wird sie vom Rewe Team Reincke Augsburg.





Zum Ticket-Kauf »