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Welt:Bürger gefragt -  Entwicklungspolitischer Dialog der Landesregierung

3. Entwicklungspolitische Regionalkonferenz in Karlsruhe

Die Ver­wirklichung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den SDGs, wird weitgehend von der Leistungsfähigkeit und dem Innovationswillen der Städte welt­ weit und ihren Bürger*innen abhängen. In den Städten müssen gute, praxisnahe Lösungen gefunden werden, etwa für die Folgen des Klimawandels, für nachhaltige Mobilität, digitale Transformation und sozialen Zusammenhalt.


Mit ihren internationalen Kooperationen leistet die Stadt Karlsruhe einen konkreten Beitrag zur Erreichung der SDGs – etwa in Indien zum Thema grüner Wasserstoff oder im Rahmen unserer Klimapart­ nerschaft in Ecuador mit dem Fokus Wiederaufforstung und Umwelt­ bildung. Hier übernehmen wir global Verantwortung!


Und mit „Wir“ meine ich keineswegs nur die Stadtverwaltung, son­ dern auch die vielen Vereine, Initiativen und Gruppen, die sich für die Agenda 2030 stark machen – sowohl hier in Karlsruhe und der Region als auch direkt im Globalen Süden. Mein besonderer Dank und mein tiefer Respekt gebühren Ihnen! Mit Ihrer Arbeit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030.


Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir noch enger miteinander arbeiten, dass sich Verwaltung und Zivilgesellschaft noch stärker ergänzen und wir von unserem Know­how gegenseitig profitieren.


In diesem Sinne wünsche ich der Entwicklungspolitischen Regional­ konferenz einen guten Verlauf und den Teilnehmer*innen einen regen und interessanten Austausch.

Herzlich Willkommen in Karlsruhe!


Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister


Globale Verantwortung geht uns alle an!


Die Entwicklungspolitischen Leitlinien für Baden-Württemberg formulieren den Anspruch, dass globale Verantwortung auf allen Ebenen der internationalen Zusammenarbeit übernommen werden soll. Dafür setzen sich sehr viele zivilgesellschaftliche Akteure in Baden-Württemberg ein. Ihr Engagement soll sichtbar gemacht und gefördert werden.


Auf der Entwicklungspolitischen Regionalkonferenz in Karlsruhe werden der Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ), der die Landesregierung berät, und die entwicklungspolitischen Sprecher*innen des Landes in Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen treten und deren Wünsche und Forderungen entgegennehmen, die in den Workshops am Vormittag zusammengetragen werden.


Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind aktuelle Themen in der gesellschaftlichen Diskussion. Dabei werden die Aspekte der globalen Ungleichheiten oft ignoriert. Deren Abbau stellt für uns alle eine große Herausforderung dar. Das Engagement der Zivilgesellschaft ist hier unabdingbar.


Kommen Sie und diskutieren Sie mit! Es bietet sich die Möglichkeit, die Aktivitäten für mehr globale Verantwortung und Solidarität in der Region kennenzulernen, sich mit den Akteur*innen zu vernetzen sowie die politischen Vertreter*innen über die eigene Arbeit und die eigenen Anliegen zu informieren.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Programm


Workshops


09:30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Tee

10:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Workshops

10:30 Uhr Workshops

  • Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung

Die Auswirkungen unserer Ernährung und Essgewohnheiten auf der Erde werden häufig unterschätzt. Dabei stellen unsere gegenwärtigen Ernährungssysteme – vom Acker bis zum Teller eine der größten Herausforderungen für unseren Planeten und das Fortbestehen der Menschheit dar. 
Eine nachhaltige Landwirtschaft soll sicherstellen, dass die grundlegenden Bedürfnisse an Nahrung und landwirtschaftlichen Rohstoffen von heutigen und zukünftigen Generationen in Qualität und Menge befriedigt werden, das fordern wir!

Moderation: Janine Schwienke (BioDepot - bald FoodCircle Karlsruhe gAG) Sandra Schmidt (Ernährungsnetzwerk)

  • Klimagerechtigkeit, Migration und junges Engagement

Obwohl der Globale Süden mehr unter den Folgen des Klimawandels leidet als der Globale Norden und Menschen zwingt zu migrieren, werden häufig die Stimmen im Globalen Norden mehr gehört und gesehen, zum Beispiel von Fridays for Future. Es ist wichtig und notwendig diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, um der Klimakrise angemessen und gerecht zu begegnen. Diese hat deutlich mehr als 100 Jahre lange, weltumspannende Geschichte. Gemeinsame globale Geschichte kann jedoch nur gemeinsam gelöst werden. 

Moderation: Gina Piorro (Landesjugendring BaWü), Klima-Bündnis Karlsruhe, Fridays for Future, Golden Nejeh (Champions for Change von SIMAMA - STEH AUF e. V.), Alex Meopdei (IKKP), Courtney Okolo (Champions for Change von SIMAMA - STEH AUF e. V.)

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen

Noch 7 Jahre für die Umsetzung der Agenda 2030 und noch keine der existenziellen, globalen Herausforderungen des 21. Jahrhundert sind ausreichend angegangen oder gar bewältigt, wie der Klimawandel und der massive ökologische Wandel vor der Erschöpfung der Ressourcen. Für Groß und Klein muss die Bildung für Nachhaltigkeit vor allem in ländlichen Räumen mit diversen Strukturen ausgebaut werden.

Moderation: Nina Witbooi (GloW e.V)  Miriam Hitzelberger  (DEAB e.V.)

  • Drohnen: was hat das mit Frieden zu tun?

Was hat Frieden und globale Verantwortung mit Drohnen zu tun, wenn diese nicht nur zur Überwachung eingesetzt werden, sondern als militärische Killer-Drohnen die grundlegende Menschenrechte verletzen?

Moderation:  Marius Pletsch (Mitglied im Bundessprecherkreis der DFG-VK) - Kampagne Killer-Roboter-Stoppen

  • Inner Development Goals

Die Perspektive der globalen Non-Profit-Initiative „Inner Development Goals“ (IDGs) beinhaltet gemeinsam lernen und sich weiterentwickeln. Sie wurde 2020 in Stockholm gegründet und vereint weltweit Menschen vor allem aus der Wissenschaft und Wirtschaft. Deren Vision: Uns weltweit mit Fähigkeiten und Qualitäten auszustatten, um eine nachhaltigere globale Gesellschaft zu schaffen. Das Ziel: die Erreichung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der United Nations.  
Am 13. Juni werden wir erfahren, wie wir uns jeden Tag einer Fähigkeit bzw. Qualität widmen können, die uns helfen kann, das große Ziel zu erreichen. Wie sieht Dein innerer Kompass aus? 

Mehr zu IDGs:  www.innerdevelopmentgoals.org

Moderation: Jessica Giuliano (GoodSpaces)

  • Fairer Handel

Nach einem Kennenlernen in einer kurzen Austausch-Runde über: Was läuft gut? Wo hakt´s? 
werden wir mit der Methode „World Café“ unsere Wünsche, Forderungen und Kooperationsangebote an Kommunen und Land Baden-Württemberg zusammentragen. Das Ziel ist es, konkrete Ergebnisse zu erarbeiten, die nach dem Workshop im Gallery Walk der Regionalkonferenz präsentiert werden.

Moderation: Ingeborg Pujiula (Eine Welt-Netzwerk Karlsruhe), Birgit Lieber (EW-Fachpromotorin Fairer Handel)

  • Internationale Partnerschaft im Globalen Süden

Globale Herausforderungen wie Armut, Klimawandel und ökonomische Ungleichheit erfordern gemeinsame Erarbeitung von Lösungen. Kein einzelner Akteur allein kann diese Herausforderungen bewältigen. Die globale Agenda für nachhaltige Entwicklung, die Agenda 2030, ist ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung. Wie können Ungleichheit bekämpft und abgebaut werden ohne koloniale Kontinuität?

Moderation: Subhashini  Wipfler (The Mother Association e. V.), Dr. Kidist Hailu (SEZ), Dr. Rajya Karumanchi-Dörsam (IKPP)

  • Sozialunternehmertum

Auch als Social Entrepreneurship bekannt, bezeichnet die Form des Unternehmertums, die bei den wachsenden sozialen und ökologischen globalen Problemen und knappen Staatskassen immer wichtiger wird. Im Mittelpunkt steht die unternehmerische Entwicklung von innovativen Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen, um einen positiven sozialen Impakt und einen nachhaltigen sozialen Mehrwert zu schaffen. 

Moderation : Maria Fritz (Impact Hub Karlsruhe)

  • Partnerschaft und Projekte mit Burundi

In diesem Workshop wird diskutiert, welche Möglichkeiten es für Interessierte gibt, sich in der etablierten Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg zu engagieren. Welche Projekte bestehen bereits und wohin kann sich die Partnerschaft in Zukunft entwickeln?

Moderation: Mimun Ait Atmane (Städtetag BW), Muna Hassaballah (SEZ), Divine Umulisa (EPiZ)


12:45 Uhr Mittagessen und Markt der Möglichkeiten


Regionalkonferenz


13:30 Uhr Auftaktmusik, Begrüßung und Eröffnung

13:45 Uhr Grußworte, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Staatssekretär Rudi Hoogvliet

14:00 Uhr Globale Verantwortung und Solidarität gehen uns alle an! Akteur*innen aus der Region stellen ihre Arbeit vor und formulieren ihre Erwartungen an Politik und Gesellschaft.

15:30 Uhr Kaffeepause beim Markt der Möglichkeiten

16:00 Uhr Musik

16:15 Uhr Impuls-Vortrag von Prof. Dr. Sama Mbang Digitalisierung und weltweite Ungleichheiten: Globale Herausforderungen für die gemeinsame Zukunft

16:40 Uhr Podiumsdiskussion Digitalisierung und weltweite Ungleichheiten – Welche Handlungsansätze und Ideen gibt es? Was ist zu tun?

  • Dr. Boniface Mabanza Bambu, Migrantische Diaspora, Partnerschaft
  • Géraldine de Bastion Konnektiv (angefragt)
  • Prof. Dr. Sama Mbang, Wissenschaft
  • Prof. Dr. Robert Lepenies, President der Karlshochschule International University
  • Courtney Okolo, Junges Engagement, SIMAMA – STEH AUF e. V.


18:00 Uhr Statements der entwicklungspolitischen Sprecher

18:15 Uhr Ausklang mit Musik und Snacks

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