Anmeldung zum Seminarwochenende in Wolfsburg
Erst gehypt, dann beherrscht? - Künstliche Intelligenz in Gesellschaft und Hochschule
Kaum eine Technologie wird derzeit so gefeiert und so gefürchtet wie Künstliche Intelligenz. Sie soll die Wissenschaft revolutionieren oder wahlweise Arbeit und Demokratie gefährden. In unserem Seminar schauen wir hinter diese Erzählungen: Was ist KI eigentlich, und warum ist sie nie neutral? Mit Ansätzen aus der Techniksoziologie und der Kritischen Theorie fragen wir, wie Technik und Gesellschaft sich gegenseitig prägen.
Wir beschäftigen uns mit den Ideologien des Silicon Valley, mit den Folgen von KI für Forschung und Hochschule und mit der Frage, wer eigentlich bestimmt, was über KI erforscht wird. Dabei nehmen wir feministische und internationalistische Perspektiven ernst: Wessen Wissen steckt in den Modellen, und wer trägt die Kosten? Am Ende steht die Frage, wem KI gehören müsste, damit sie uns allen nützt.
Vom Hörsaal auf die Straße - Geschichte, Gegenwart und Zukunft studentischen Protestes
Hochschulen sind nicht bloß Orte des Lernens, sondern seit jeher politisch umkämpfte Räume. Ob Klimabewegung, Hörsaalbesetzungen oder der Kampf gegen Sparmaßnahmen – studentischer Protest blickt auf eine lange Tradition zurück und wirkt bis heute als Motor gesellschaftlicher Veränderung. Doch wie entsteht effektiver Protest? Welche Rolle spielen Studierende als politische Subjekte, und wie bewegen wir uns im Spannungsfeld zwischen radikaler Kritik, autoritären Dynamiken und feministischer Solidarität?
Während des Seminarwochenendes widmen wir uns intensiv der Theorie, Geschichte und Praxis studentischer Mobilisierung. Das Highlight: Gemeinsam erarbeiten wir im Laufe des Seminars die Grundlagen für eine eigene Handlungsbroschüre für studentischen Protest.