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MOBILITÄT IM WANDEL
​​​​​​​Vortrag und Diskussion


Mobilitätsvisionen von gestern, heute und morgen

24.04.2024 18:00 Uhr

In dieser Ausgabe der Vortragsreihe "Mobilität im Wandel" wird der Blick auf Utopien der Vergangenheit, die Rolle der Utopie im Aufbrechen von Gewohnheit und die Kommunikation, das Teilen von Visionen gerichtet.


Utopische Vorstellungen von künftigen Mobilitätsmaschinen und neuen Verkehrssystemen begleiteten, formten oder antizipierten die Entwicklung von Mobilität spätestens seit der Industriellen Revolution. Dabei sind verschiedene Phasen zu bemerken: Um 1900, während einer konkreten Mobilitätsrevolution durch Auto, Tauchboot und Aeroplan gab es eine Konjunktur phantastischer mehrdimensionaler Geräte. Und in der Stimmung des „everything goes“ der 1950er/60er Jahre explodierten Konzepte neuer Mobilität, von urbanem Transport bis zu Transkontinentalraketen. Durchwegs gab es Kreuzbefruchtungen der Mobilitätsdimensionen: Turbinenautos, fliegende Jeeps, von der Wasserfläche gelöste Boote. Im ersten Vortrag geht Prof. Dr. Kurt Möser sowohl auf konkrete, für Verwirklichung gedachte gesellschaftlich-wirtschaftliche Konzepte ein – die in Medien oft enthusiastisch begrüßt wurden , oft jedoch spektakulär oder schamhaft scheiterten -, als auch auf spielerische, literarisch-ästhetische oder filmische Utopien und Dystopien. Zum Schluß wird es um Mobilitätsutopien und -dystopien heute gehen, auch um das signifikante Feld der Retro-Utopien.

Heute scheint die Utopie scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Die großen utopischen Experimente stammen aus dem letzten Jahrhundert. Sie wurden als träumerische, unrealistische Entwürfe und Versuche einer besseren Zukunft abgestempelt. Die Utopie wurde zum Scheitern verurteilt. Was haben Utopist*innen heute noch zu sagen? Versuchen sie uns weiterhin aufzuzeigen, wie die Zukunft aussehen könnte? Malen sie uns das Traumland aus? Vielleicht. Im zweiten Vortrag präsentiert Jan Kamensky sein Werk. Doch auch wenn es den Anschein macht: Er malt keine Entwürfe der Zukunft. Er zeigt nicht auf, wie die Welt sein sollte. Seine Utopien möchten vielmehr die Gewohnheit des Sehens unterbrechen. Uns vom Vertrauten entwöhnen. Innehalten. Stoppen.
Nachdem wir eine Reise in die Utopie unternommen haben, die Gewohnheit unterbrochen wurde, kehren wir bestenfalls mit einem geschärften Blick auf die Gegenwart zurück. Die Utopie ist viel mehr als bloße Träumerei – sie lädt zur Reflexion über die Realität im Hier und Jetzt ein. Sie kann uns als Impuls zur Bewusstseinserweiterung dienen. Die Realisierbarkeit dessen, was wir im utopischen Stück entdecken, spielt dabei nicht die Hauptrolle.

Dies führt uns zum letzten Vortrag des Abends, in dem sich Jens Koop des Zukunftsnetzwerk Mobilität der Frage widmet, wie Visionen einer nachhaltigen Mobilität erdacht, geteilt, kommuniziert und gestaltet werden können? Die Mobilitätswende erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch eine Transformation der gesellschaftlichen Denkweise. Gleichzeitig ist die (kommunale) Mobilitätswende eine Querschnittsaufgabe, die viele Schnittstellen zu verschiedensten Fachbereichen aufweist und in der unterschiedliche Akteure inkl. Bürger:innen zu überzeugen sind. Eine wirksame Kommunikation von Visionen kann dabei helfen, diese Transformation zu beschleunigen.


​​​​​​​​​​​​​​Programm:

  • Begrüßung und Moderation:
    Prof. Dr.-Ing. Volker Blees (Hochschule RheinMain)

  • „Zwei Jahrhunderte phantastische Mobilität"
    Prof. Dr. Kurt Möser (Karlsruher Institut für Technologie (KIT))

  • „Visuelle Utopien urbaner Räume"
    Jan Kamensky (Künstler & "visueller Utopist")

  • „Kommunikation von Visionen als Treiber der Mobilitätswende"
    Jens Koop (Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH)

  • Diskussionsrunde mit allen Teilnehmenden


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