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Info
Vielfalt der Einsamkeit
Viele Menschen leiden unter Einsamkeit. Ist es in jungen Jahren noch möglich auf unterschiedliche Aktivitäten zurückzugreifen und auch im Arbeitsumfeld an sozialer Interaktion teilzunehmen, wird dies mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Gerade im ländlichen Bereich der Altmark mit geringerer Anbindung an den Nahverkehr können Menschen mit dem Wegfall der eigenen Fahrtüchtigkeit vereinsamen.
Wir wollen an diesem Tag über Formen von Einsamkeit sprechen. Und wir wollen darüber reden, wie man Einsamkeit aktiv begegnen kann. Akteure aus verschiedenen Bereichen werden berichten, wie ihre Projekte helfen können, der Einsamkeit entgegenzuwirken.
Wir wollen darauf hinweisen, dass Menschen mit Behinderung auf Barrieren stoßen, die zu Einsamkeit führen können. Auch hier wollen wir Einblicke schaffen, wie eine Teilhabe verbessert werden kann.
Einige Studien haben gezeigt, dass queere Menschen im Alter verstärkt von Einsamkeit betroffen sind. Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen und Möglichkeiten finden, um soziale Isolationen zu bekämpfen.
Das Zusammenleben von Jungen und Alten wird ebenfalls in Zusammenhang mit der Frage nach Einsamkeit und Ausgeschlossenheit beleuchtet. Kommunikation zu fördern und zu fordern ist eine Möglichkeit, Einsamkeit zu begegnen.
Die szenische Lesung des Theaterstücks »Sibirien« von Felix Mitterer mit dem Schauspieler Tilo Werner veranschaulicht, welche Auswirkungen Einsamkeit auf einen Menschen haben kann.
Die Kriegsgefangenschaft in Sibirien hat er als junger Mann überlebt. Nun ist er alt, und seine Familie hat ihn in ein Pflegeheim abgeschoben. Seinen Aufenthalt dort vergleicht er mit der Deportation nach Sibirien. Doch die menschliche Gefühllosigkeit und die soziale Isolation im Heim wiegen schwerer als jede körperlich empfundene Kälte. Um seine Lage zu verbessern, greift er zur Bestechung der Heimleitung – zunächst mit Erfolg. Als er jedoch seinem Sohn seine gesamte Habe überschreibt, in der Hoffnung, wieder nach Hause zurückkehren zu können, schwindet auch diese Möglichkeit. Vollkommen ausgeliefert denkt der alte Mann dennoch nicht ans Aufgeben.
Die Veranstaltung inkl. Verpflegung ist kostenlos. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme von interessierten Mitbürger/innen: Akteure in sozialen Netzwerken, Vereine, Initiativen, Ämter, medizinischen Personal, Pädagogen/innen, Forschende, Studenten, Betroffene, Angehörige – Willkommen ist jede Person, die etwas über die Vielfalt der Einsamkeit erfahren möchte und wie man sie überwinden kann.
In den Pausen werden verschiedene Menschen Projekte gegen EInsamkeit vorstellen. Von amtlichen bis ehrenamtlichen Hilfeangeboten, über Spielecafé bis zum örtlichen Schachverein.
Weiterhin wird eine Holzschnittserie des Künstlers Henry Korwald mit dem Tite"Der Verlust" den Infotag begleiten. [https://www.instagram.com/henrykorwald?igsh=NGE0NmZob2pqcTF4]
Programm (Änderungen vorbehalten)
Vormittag
Ab 9 Uhr Anmeldung
09:45 Uhr Begrüßungsworte (Intendantin Dorotty Szalma, Oberbürgermeister Bastian Sieler, Chefarzt Dr. med. Krasnici))
10:15 Uhr Wegweiser gegen Einsamkeit in der Altmark (Schulz, Stendal)
10:30 Uhr Kaffee/Café gegen Einsamkeit (J. Hartmann, Lebendige Steine e.V.)
10:45 Uhr Kann man Einsamkeit messen? So einsam ist die Altmark (Prof. Morfeld, Hochschule Stendal)
11:30 Uhr Kaffeepause
11:45 Uhr Einsam durch Barrieren? - Menschen mit Behinderungen berichten über ihre Teilhabe-Erfahrungen. (Löffler/Goebel, Stendal))
12:15 Uhr Queer – Alt – Einsam? (Ants Kiel)
13:00 Mittagspause
Nachmittag
14:00 Theaterstück TdA "Sibirien"
15:20 Diskussion (Schauspieler/Siemens/Vortragende)
15:45 Kaffeepause
16:00 Ins Licht geholt- Ältere und pflegebedürftige Menschen als Social Media Stars (Dr. Siemens, Uni Magdeburg)
17:00 Abschlußdiskussion
Veranstaltungsort
Theater der AltmarkRangfoyer
Karlstraße 6
39576 Stendal
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
52.602791, 11.861506
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Hinweise
Es stehen keine kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln