Info

Zum 30-jährigen Jubiläum des Müritz-Nationalparks findet vom 28.-30. September 2021 eine Fachtagung zum Thema Waldentwicklung in Waren an der Müritz statt.

Bereits drei Jahrzehnte sammelt das Nationalparkamt Müritz Erfahrungen im Waldumbau vom Kiefernforst zum strukturreichen Mischwald. Vor drei Jahren hat mit dem Ende der Waldbehandlung ein neues Kapitel der Entwicklung begonnen. Mehr als 78% der Nationalparkfläche ist damit der Naturdynamik überlassen. Wir laden Sie herzlich ein, die Maßnahmen und Ergebnisse des Waldmanagements im Rahmen der Tagung zu diskutieren.

Das Programm der Tagung besteht aus  Vorträgen und zwei Halbtagsexkursionen. Die Exkursionen bieten die Möglichkeit die konkreten Ergebnisse der Waldentwicklung im Müritz-Nationalpark vor Ort zu diskutieren, während in den Vorträge vor allem die Erfahrungen aus anderen Gebieten vorgestellt werden.    


Zur Anmeldung »


Ablauf

Dienstag, 28.09.

Mittwoch, 29.09.

Donnerstag, 30.09.



8:00 – 8:30 Uhr

Registrierung





8:30 - 10:00 Uhr

Eröffnung und Grußworte

8:30 Uhr – 10:00 Uhr

Wald und Dynamik II



10:00 – 10:30 Uhr

Kaffeepause

10:00 – 10:30 Uhr

Kaffeepause



10:30 - 12:00  Uhr

Wald und Dynamik I

10:30 - 12:00 Uhr

Wald und Artenvielfalt

13:00 – 13:15 Uhr

Ankunft / Treffpunkt

12:00 Uhr – 13:00 Uhr

Mittagessen

12:00 Uhr – 13:00 Uhr

Mittagessen

13:15 – 18:30 Uhr

Exkursionen (siehe unten)



13:15 – 18:30 Uhr

Exkursionen (siehe unten)


13:00 – 14:00 Uhr

 Wald und Boden

14:00- 14:30 Uhr

Kaffeepause

14:30 – 16:00 Uhr


Wald und Menschen

+ Abschlussvortrag

19:00 Uhr

Get together (Restaurant)

20:00

Moorliederabend

(Kirche St. Marien)

16:30 Uhr

Abreise

















Programm

Weitere Informationen zu den Vorträgen und Referenten folgen.


Exkursionsangebot

Parallele Exkursionen

Nr. 1 „Ein Wald voller Geschichte“

Kurze Wanderung (2,5 km) auf schmalen Wegen entlang der renaturierten Seen und Moore der Mühlenseekette bei Speck. Die Auswirkungen der Grundwasseranhebung auf den Wald sind an vielen Stellen noch leicht zu erkennen, aber nur mit Hilfe der Ortskundigen sind die Zeichen vergangener Nutzungen als Großwildgatter oder Mühlensee zu entdecken.

Schwerpunktthemen: Moor- und Seerenaturierung, Mühlengeschichte, Jagdhistorie, Waldentwicklung

 

Nr. 2 „Von oben herab“

Kurze Wanderung (2,5 km) auf bequemen Wegen zum Käflingsbergturm. Der Aufstieg bis zur Aussichtsplattform auf 31 m ist nur etwas für Schwindelfreie! Der Ausblick über die Baumwipfel gibt einen einmaligen Überblick über die ausgedehnten Wälder des Müritz-Nationalparks mit seinen vielen Seen. Auf dem Weg zum Aussichtsturm kann man einen Blick unter das Kronendach der Kiefern werfen und den allmählichen Wandel vom Kiefernforst zum Laubwald beobachten.

Schwerpunktthemen: Waldbehandlung, Besucherlenkung, Munitionsbelastung

 

Nr. 3 „Verkehrssicherung, Infrastruktur und Instandhaltung“

Kurze Wanderung um die Ortschaft Schwarzenhof. Im Vordergrund steht der Einsatz verschiedener Technik zur Verkehrssicherung und Instandhaltung der Besucherinfrastruktur im Nationalpark. Ein Besuch des Technikstützpunktes Schwarzenhof rundet die Tour ab. 

Schwerpunktthema: Regelungen zur Verkehrssicherung an Wegen, Technikeinsatz, Wegebau und -unterhaltung   

 

Nr. 4 „Management und Monitoring von Hirsch und Co“

Wanderung (7 km) zum Specker Horst, dem ehemaligen Zentrum des Staatsjagdgebietes am Ostufer der Müritz. Heute befindet sich hier eine 1.700 ha große Jagdruhezone in der nicht nur der Rothirsch zur Ruhe kommt und sich wohl fühlt. Es ist der ideale Ort um die Wirkung des Wildes auf seine Umwelt zu erleben. Genetische Untersuchungen und ein Fotofallenmonitoring gewähren zunehmend mehr Einblicke in das Wanderverhalten der Rothirsche und das Zusammenspiel verschiedener Arten. Auch die Rückkehr des Wolfes in den Nationalpark spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Schwerpunktthemen: Staatsjagdgebiet, Jagdruhezone Ostufer der Müritz, Managementkonzept, Wildtiermonitoring, Rückkehr Wolf

 

Nr. 5 „Nur Sand und Kiefern?“

Wanderung (3,5 km) durch das Sandergebiet bei Boek. Die postglazialen Dünnen am Rande der Jagdruhezone verweisen auf Raubbau und Landschaftsverwüstung in verschiedenen Epochen. Nach 30 Jahren Nationalparkentwicklung zeigt sich, wie auch hier der Kiefernwald langsam sein Gesicht verändert.

Schwerpunktthemen: postglaziale Landschaftsentwicklung, Waldentwicklung

 

Nr. 6 „Waldmonitoring“

Wanderung (5 km) querfeldein durch verschiedene Waldbilder am Nordrand des Nationalparks. Die Endmoränenlandschaft bietet die verschiedensten Bestände von kieferndominierten Flächen bis hin zu alten Eichenwäldern auf kleinem Raum. An kaum einem anderen Ort lassen sich die Prozesse in der Waldentwicklung so nah beieinander betrachten. Dazu gehören die natürliche Sukzession auf ehemaligen Ackerflächen, der Selektionsdruck des Wildes, die Konkurrenz zwischen Eichen und Buchen sowie die Wirkung des Borkenkäfers.     

Schwerpunktthema: Sukzessionsflächen, Waldmehrung, Waldmonitoring


Nr. 7 ...wo der Wald angeblich naturbelassen ist“

Ein laienhafter Blick zurück auf den langen Weg bis zum Ende der Waldbehandlung. Wanderung mit dem Förderverein des Müritz-Nationalparks. Das „Projekt-Nationalpark“ braucht das kontinuierliche Engagement vieler Menschen außerhalb behördlicher Strukturen. Ihre Unterstützung und kritische Begleitung ist eine tragende Säule für die Akzeptanz in der Region.

Schwerpunktthemen: Akzeptanz, Bürgerliches Engagement, der Lange Weg zum Ende der Waldbehandlung


Rahmenprogramm

Am 29.9. ab 20:00 Uhr findet in der Kirche St. Marien in Waren ein Moorliederabend statt.


Get together

Gemütliches Zusammenkommen am Abend des ersten Tagungstages. Die Kosten für Getränke und Essen trägt jeder Teilnehmer selbst. 

Beschreibung Restaurant/Ort folgt


Zur Anmeldung »


Die Veranstaltung wird organisiert als Kooperation von

Förderverein des Müritz-Nationalparks e.V.

Nationalparkamt Müritz

Deutsche Wildtier Stiftung 

Naturstiftung David  

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung