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 Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember | Online-Veranstaltung in der Reihe „Bonn – Rundum nachhaltig“ |  8. Dezember 2022 | 17.30 bis 18.30 Uhr​​​​​​​ 


Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Kinderarbeit


Was haben Menschenrechte mit einem starken EU-Lieferkettengesetz zu tun?


Laut Schätzungen der ILO, der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, leben rund 50 Millionen Menschen in moderner Sklaverei, mit steigender Tendenz in den letzten Jahren. Ebenfalls wachsend ist die Zahl von Kindern in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen – die ILO geht von etwa 160 Millionen Jungen und Mädchen aus. Dabei ist die Zahl der jungen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren besonders deutlich gestiegen, so dass diese Altersgruppe jetzt etwa die Hälfte aller betroffenen Kinder ausmacht.

Die Ursachen für die Missstände liegen in Armut, Kriminalität und teilweise Tradition. Eine Reihe von Maßnahmen könnte hier Abhilfe schaffen, so etwa die Ausweitung formaler Beschäftigung und sozialer Sicherung, die Verankerung von unternehmerischen Sorgfaltspflichten in starken Lieferkettengesetzen und ein entsprechendes systematisches Vorgehen zur Vermeidung menschenrechtlicher Risiken in der Lieferkette durch Unternehmen.

Anfang des Jahres hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine Richtlinie über Nachhaltigkeitspflichten von Unternehmen vorgelegt. Diese Regelung soll bewirken, dass Firmen menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten einhalten, also entlang ihrer Lieferketten entsprechende Verstöße verhindern. Dieser Entwurf ist eine Verbesserung gegenüber dem deutschen Lieferkettengesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft tritt, hat aber durchaus noch Schwächen. Daher setzen sich mehr als 100 Organisationen weltweit in einer europaweiten Kampagne unter dem Motto „Justice is Everybody‘s Business“ für ein starkes Gesetz ein, das einen wirksamen Schutz von Mensch und Umwelt in den gesamten Liefer- und Wertschöpfungsketten darstellt.

Das Bonner Südwind Institut unterstützt als Mitglied der Initiative Lieferkettengesetz diese Kampagne #YesEUcan. In der Online-Veranstaltung in Kooperation mit dem Büro für lokale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn zeigt SÜDWIND-Mitarbeiterin Jiska Gojowczyk am Beispiel von Menschenrechtsverletzungen wie Zwangs- und Kinderarbeit in der Schuh- und Lederindustrie die Notwendigkeit eines starken Lieferkettengesetzes auf.

Veranstalter: Büro für lokale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn, Britta Amorin
Kooperationspartner: Südwind Institut, Jiska Gojowczyk
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Moderation: Katharina Edinger

​​​​​​​Über Ihr und euer Kommen würden wir uns sehr freuen!


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