Viele pädagogische Einrichtungen verstehen sich als antirassistisch – dennoch sind diskriminierende Einstellungen weiterhin verbreitet, insbesondere die Zustimmung zur Ausgrenzung von Romn*ja und Sinti*zze. In der öffentlichen Wahrnehmung knüpfen solche Haltungen häufig an eine lange Tradition der „Täter*innen-Opfer-Umkehr“ an, indem den Menschen eine Mitschuld an ihrer Situation zugeschrieben wird. Die Vorstellungen werden stark durch mediale, oft klischeehafte Darstellungen und fehlende differenzierte Berichterstattung geprägt. Dazu tragen historisch gewachsene diskriminierende Narrative, sowie die geringe Sichtbarkeit vielfältiger Lebensrealitäten der Communities.
Diese Einstellungen bleiben nicht ohne Folgen: Sie zeigen sich im Alltag vieler Romn*ja und Sinti*zze in Form von Anfeindungen im öffentlichen Raum und im Netz sowie in vielfältiger Ausgrenzung und Diskriminierung – auch im Bildungsbereich.
Wie können Menschenrechte in den pädagogischen Alltag umgesetzt werden?
Was kann und muss jede Person tun, um sichere, zugewandte und diskriminierungskritische Räume zu gestalten?
Wir laden ein für ein Fachgespräch mit Impulsen und Praxisbeispielen von Expert*innen.
Input: Alina Voinea, Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus (SENASGIVA); Violeta Balog, Projektleitung Dokumentationsstelle Antiziganismus DOSTA/MIA Berlin & Sabina Salimovska, EHAP-Plus "Starthilfen für EU-romani-Communitys in Berlin" RAA Berlin.