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Veranstaltungsreihe für gelebte Solidarität und praktisches Empowerment - Stärkungsinseln für Fachkräfte

Seit 2023 haben die jährlichen Fachtage zu Würde bzw. Solidarität und Empowerment die aktuellen Diskriminierungen und Ausgrenzungen im Rahmen der Arbeit mit jungen Menschen in Fokus genommen. Die gesellschaftlichen Rechtsentwicklungen und sozial immer prekärer werdenden Verhältnisse nehmen bundesweit immer weiter zu, auch vor dem Hintergrund der anstehenden Berlin-Wahl im September 2026. 

Diese Herausforderungen betreffen Kinder und Jugendliche in einem speziellen Maße und setzt auch die Fachkräfte weiterhin vor große Herausforderungen. 

Mit unserer Veranstaltungsreihe setzen wir uns für eine würdevolle und solidarische Gesellschaft ein und beschäftigen uns daher mit der Frage: 
    
Wie können wir junge Menschen mit Solidarität und Empowerment weiter stärken, wenn Armut, Rassismus und extrem rechte Positionen immer wahrnehmbarer und bedrohlicher werden? Und was bewegt mich als Fachkraft an diesen Themen und im professionellen Umgang damit?
Nach den erfolgreichen Fachtagen in den letzten drei Jahren setzen wir hier weiter an.  

Wir laden Kolleg*innen aus Schule und Jugendarbeit herzlich ein, Methoden und Handlungsansätze zur Stärkung in der Bildungsarbeit kennenzulernen und auszuprobieren.



Teilnehmer

Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungen

In diesem Fachaustausch wollen wir der Frage nachgehen, wie wir unsere Einrichtungen sicher(er) für queere junge Menschen gestalten können. Wo bedarf es in den Teams, den Strukturen oder der inhaltlichen Ausrichtung einer Veränderung? Dazu wird es einen Input geben, der auch Fragen für die Selbst- und Teamreflexion bereithält. Anschließend wollen wir in Kleingruppen erarbeiten, welche Handlungsbedarfe wir in unseren Einrichtungen wahrnehmen und wie wir diese konkret umsetzen wollen. Hierzu werden wir einige Best-practice-Beispiele aus der Praxis in Lichtenberg hinzuholen.


Input: Hearn Teske, Q*BeL (keine Pronomen).

Hearn ist in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf beim Verein Lesben*LebenFamilie (Les*LeFam e.V.) tätig und hat dort die pädagogische Leitung für den Bereich Jugend inne. Das Queere Beratungszentrum Lichtenberg (Q*BeL) ist ein Community Treffpunkt für alle Queers, an dem offene queere Jugendgruppen ebenso stattfinden wie Beratungsangebote für queere Kinder und Jugendliche, ihre Angehörigen und Fachkräfte. 



Antifeminismus ist ein zentraler Bestandteil rechtsextremen Ideologie. Er richtet sich gegen Gleichberechtigung und Vielfalt und propagiert starre Rollenbilder. Fachkräfte von Schulen und der Jugendhilfe stehen vor der Herausforderung der Propaganda der extremen Rechten sowie deren Narrativen entgegenzutreten. Dies passiert im Alltag, in Gruppendynamiken und über soziale Medien. Antifeminismus ist in der Mitte der Gesellschaft zu finden und wird anschlussfähiger gemacht. Mit einher gehen häufig Demokratiefeindlichkeit und autoritäre Einstellungen. 
Von Alpha-Männern bis Tradwifes. Ein Einblick in den Antifeminismus der Rechtsextremen in Bezug auf die Soziale Arbeit.

Input: Rabea Wright und das Medienkompetenzzentrum Lichtenberg
Dieser Workshop liefert Antworten: Wir präsentieren den aktuellen Kinderarmutsbericht für Lichtenberg und teilen die spannenden Ergebnisse des Forschungsprojektes „Explorer Camp“, das die Lebenswelt von Kindern in Hohenschönhausen Nord direkt beleuchtet.  Erfahren Sie außerdem alles zum Start der neuen „Kinderstadt“ im Juli – einem zentralen Baustein der Lichtenberger Armutsstrategie. Gemeinsam diskutieren wir über armutssensible Ansätze und wie wir die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im Alltag konkret verbessern können. 

Referentin: Sarah Wendler, Koordinatorin für Kinderarmutsprävention in Lichtenberg.

Viele pädagogische Einrichtungen verstehen sich als antirassistisch – dennoch sind diskriminierende Einstellungen weiterhin verbreitet, insbesondere die Zustimmung zur Ausgrenzung von Romn*ja und Sinti*zze. In der öffentlichen Wahrnehmung knüpfen solche Haltungen häufig an eine lange Tradition der „Täter*innen-Opfer-Umkehr“ an, indem den Menschen eine Mitschuld an ihrer Situation zugeschrieben wird. Die Vorstellungen werden stark durch mediale, oft klischeehafte Darstellungen und fehlende differenzierte Berichterstattung geprägt. Dazu tragen historisch gewachsene diskriminierende Narrative, sowie die geringe Sichtbarkeit vielfältiger Lebensrealitäten der Communities.
Diese Einstellungen bleiben nicht ohne Folgen: Sie zeigen sich im Alltag vieler Romn*ja und Sinti*zze in Form von Anfeindungen im öffentlichen Raum und im Netz sowie in vielfältiger Ausgrenzung und Diskriminierung – auch im Bildungsbereich.

Wie können Menschenrechte in den pädagogischen Alltag umgesetzt werden? 
Was kann und muss jede Person tun, um sichere, zugewandte und diskriminierungskritische Räume zu gestalten?
Wir laden ein für ein Fachgespräch mit Impulsen und Praxisbeispielen von Expert*innen.

Input: Alina Voinea, Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus (SENASGIVA); Violeta Balog, Projektleitung Dokumentationsstelle Antiziganismus DOSTA/MIA Berlin & Sabina Salimovska, EHAP-Plus "Starthilfen für EU-romani-Communitys in Berlin" RAA Berlin.

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