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Zukunftsort Kirche – Perspektiven für sakrale Gebäude im mitteldeutschen Raum

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Der mitteldeutsche Raum gehört deutschlandweit zu denjenigen mit der höchsten Dichte an Kirchengebäuden. Die sprichwörtliche „Kirche im Dorf“ ist nicht nur für religiöse Menschen ein Ankerpunkt. Sie verkörpert eine örtliche Identität, ein Zuhause. Vielerorts stehen die großen Denkmale überwiegend leer. Nur mit großem Aufwand werden sie erhalten, nicht selten sind sie bereits im Verfall begriffen. 

Doch immer wieder treffen wir auf interessante Beispiele, bei denen sich Menschen zusammenfinden und „ihre“ Kirche mit Leben erfüllen. Das Spektrum reicht dabei vom rein örtlichen soziokulturellen Zentrum über vernetzte touristische oder kulturelle Vorhaben bis hin zu Wohn-, Jugend- oder Sportprojekten. 

Nicht für jede Kirche passt alles. Wir möchten Ihnen gern eine Auswahl kreativer Beispiele für zukunftsfähige Nutzungsformen sakraler Gebäude vorstellen. Vor allem aber möchten wir Ihnen Gelegenheit geben, im Gespräch miteinander Ideen zu entwickeln, zu teilen und dabei die für Sie passenden Möglichkeiten auszuloten. 

Wir starten mit Impulsvorträgen im Plenum und finden uns anschließend in kleineren Gesprächsgruppen zusammen, bevor wir das Treffen gemeinsam beschließen. Für einen kulturellen Rahmen und das leibliche Wohl wird gesorgt. 

Was erwartet Sie?

 9:00 Ankommen, registrieren

 9:30 Start mit Grußworten und einer Einstimmung

 10:15 Der Blick von außen: Impulsvorträge mit Fragerunden

  1. Matthias Börner, Dresden: 
    Kirchenliegenschaften in neuer Trägerschaft : Ressourcen, Optionen und Veränderungen im Rollenverständnis
    Matthias Börner ist freier Architekt und Prozessbegleiter in Dresden mit Arbeitsschwerpunkt in partizipativen, gemeinschaftlich getragenen Bauvorhaben. Kirchengemeinden, Stiftungen und soziale Träger begleitet er bei der Frage, wie historische Gebäude erhalten, neu genutzt und für den jeweiligen Sozialraum adaptiert werden können. Projektentwicklung beinhaltet aus seiner Sicht neben baulichen und wirtschaftlichen Faktoren vor allem auch geeignete Formen der Selbstorganisation und Kommunikation.

  2. Frank Döderlein, Haselbachtal: 
    Vermarktung und selbstorganisiertes Wirtschaften
    Frank Döderlein ist ausgebildeter Bankkaufmann, Mediator und Fachmann für die Finanzierung und Selbstorganisation gemeinschaftlich getragener Projekte. Er berät Genossenschaften, Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen zu Finanzierung, Geschäftsmodellen, Projektorganisation und Selbstverwaltung. Kernfrage ist, ob und wie gemeinwohlorientierte Nutzungsideen zu wirtschaftlich tragfähigen Vorhaben mit hoher Akzeptanz entwickelt werden können.

 11:30 Innehalten I: Öffentliches Orgelkonzert in der Kirche

 12:00 Mittagspause, Zeit für Vernetzung und individuelle Gespräche

 13:00 Der Blick nach innen: Praxisdialoge 

Praxisdialoge sind niedrigschwellige Gesprächsrunden, um auf Augenhöhe Erfahrungen zu teilen. Anhand konkreter Praxisbeispiele sollen Denkanstöße gegeben, Mut gemacht und kreative Ideen entwickelt, aber auch Stolpersteine sichtbar werden. Wir haben zwei Themenschwerpunkte gesetzt, zwischen denen gewechselt werden kann:

  1. Kirche als Zukunftsort für lokale Gemeinschaften 
    Hier geht es hauptsächlich um das lokale Miteinander im Ort und der nahen Umgebung, um sorgende Ansätze oder einfach nur um ein abwechslungsreiches Dorfleben. Vom Menschen zum Gebäude gedacht: Welche Rolle können die Kirche, welche die Kirchengebäude im Geflecht aus Verwaltungen, Vereinen, Unternehmen und der Bürgerschaft spielen? Vom Seniorentreff über das Dorfgemeinschaftshaus bis hin zum Sportangebot ist vieles denkbar. Was können wir uns vorstellen, was eher nicht? Und was brauchen wir dazu? 

  2. Kirche als Zukunftsort für uns und unsere Gäste 
    Unsere Kirchen sind Orte für Kunst, Bildung und Begegnung, die auch über die Ortsgrenzen hinaus strahlen. Von der lokalen Konzertreihe, die Gäste von weit her anzieht, über die Orgelerlebnis-Radtour bis zur Kunstexkursion blicken wir auf frische Ideen, die Einheimische und Besucher*innen gleichermaßen begeistern könnten, die dezentrale Netzwerke von Kirche zu Kirche knüpfen und damit mehr Menschen erreichen als jeder einzelne Standort für sich. 

 15:00 Kaffeepause und Reflexion 

 15:30 Innehalten II: Der Handglockenchor Drosa mit Kirchenmusiker Florian Zeller

 15:45 Wie weiter? Ergebnisdiskussion und Zukunftsausblick

 16:30 Ende der Veranstaltung

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