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Ab Ende der 1950er-Jahre gründeten sich an zahlreichen westdeutschen Universitäten Deutsch-Israelische Studiengruppen. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalsozialismus und Holocaust engagierten sich die Gruppen in Deutschland für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Jonas Hahn bettet die Geschichte dieser 

studentischen Gruppen in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Auf Grundlage einer umfangreichen Quellensammlung liefert der Autor eine sozialgeschichtliche Analyse der Anfänge des deutsch-israelischen Beziehungsverhältnisses, in dem studentische und gesellschaftliche Akteure eine Vorreiterrolle einnahmen und mit ihrem Engagement politischen Entwicklungen und der offiziellen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 den Weg ebneten.


Das vorgestellte Buch geht auf Jonas Hahns Dissertation am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München zurück. Die Drucklegung unterstützte der gemeinnützige Freundeskreis des Lehrstuhls. 


Datum: 11. November 2026, 19 Uhr 

Ort: IKG, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

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