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Die Yekmal Akademie lädt Sie herzlich ein, am 20. Februar 2026 den Internationalen Tag der Muttersprache im Rahmen einer Online-Fachtagung gemeinsam mit uns zu begehen.
Bitte geben Sie in der Anmeldung auch an, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten.
Workshop 1 mit M. Serif Derince Rolle und Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften im ESU/HSU Kurdisch
Dieser Workshop befasst sich mit der Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften im kurdischen herkunftssprachlichen Unterricht. Auf Grundlage von Forschungsarbeiten mit kurdischen Sprachlehrkräften und Eltern in Deutschland werden alltägliche Erfahrungen, Herausforderungen und Erwartungen beider Seiten beleuchtet. Thematisiert wird, warum Zusammenarbeit häufig schwierig ist – unter anderem aufgrund begrenzter institutioneller Anerkennung des Kurdischen, politischer Sensibilitäten und ungleich verteilter Verantwortlichkeiten zwischen Schule und Familie.
Statt idealisierter Modelle lädt der Workshop dazu ein, über realistische und praktikable Formen der Zusammenarbeit nachzudenken, die den jeweiligen Kontexten entsprechen. Kurze Inputs und angeleitete Diskussionen sollen das gegenseitige Verständnis stärken und die Zusammenarbeit im kurdischen herkunftssprachlichen Unterricht fördern.
Workshop-Sprache: Kurdisch (Kurmancî) mit Übersetzung ins Deutsche
Workshop 2 mit Philipp Bieseke und Maryna Markowa Empowerment Circle – Elternbeteiligung diskriminierungskritisch gestalten
Im Rahmen eines Projekts zur Beteiligung migrantisierter Eltern hat der Bereich Partizipation und Gemeinschaftsbildung von Yekmal e.V. in den vergangenen Jahren ein Format erprobt, das Elternbeteiligung an Schulen aus einer diskriminierungskritischen und mehrsprachigkeitssensiblen Perspektive betrachtet.
Der Empowerment Circle setzt bei den konkreten Erfahrungen von Eltern an. Ziel ist es, Eltern darin zu stärken, schulische Strukturen, Kommunikationsformen und Machtverhältnisse als solche zu erkennen und nicht als individuelles Scheitern zu deuten. Auf dieser Grundlage entwickeln Eltern gemeinsam Sprache, Deutungen und Handlungsmöglichkeiten, um sich im schulischen Kontext zu positionieren und ihre Perspektiven sichtbar zu machen.
In diesem Workshop stellen wir das Format vor, teilen Erfahrungen aus der Praxis und laden die Teilnehmenden ein, eigene Erfahrungen aus Schule, Verwaltung, Wissenschaft und Community-Arbeit einzubringen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was bedeutet eine diskriminierungskritische, mehrsprachigkeitssensible Elternbeteiligung konkret für die Arbeit mit Eltern in der Praxis – welche Praxisräume lassen sich unter strukturellen Barrieren dennoch gestalten?
Workshop-Sprache:Deutsch mit Übersetzung ins Kurdische (Kurmancî)