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Ideenwerkstatt Selbsthilfeförderung


Das Engagement und die Arbeit der Selbsthilfe wird von den Krankenkassen gefördert. Das Förderverfahren wird dabei von den meisten Engagierten als sehr herausfordernd wahrgenommen, auch die jährliche Antragsstellung in der Pauschalförderung wird als sehr belastend und aufwendig empfunden. Insbesondere da das Engagement überwiegend von Selbsthilfeaktiven im Ehrenamt getragen wird, sollte sich das Förderverfahren möglichst niedrigschwellig und barrierefrei gestalten. Gleichzeitig muss es den Anforderungen des Gesetzgebers und des Bundesamts für Soziale Sicherung gerecht werden. 

Wir möchten gerne Vertreter*innen der Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene, Vertreter*innen der Paritätischen Landesverbände sowie Vertreter*innen der Krankenkassen einladen, um verschiedene Perspektiven beim Blick auf das Förderverfahren einnehmen zu können. Wir wollen so gemeinsam in einem ganztägigen Termin die verschiedenen Problembereiche der Förderung identifizieren, und erste Ideen entwickeln, wie alternative Lösungen aussehen könnten. Ziel des Termins ist eine Grundlage zu schaffen für ein konkretes Konzept einer Selbsthilfeförderung, die das Förderverfahren künftig für alle Seiten vereinfacht. 


Ablaufplan

Zeit

Programmpunkt

Form

11:00–11:20

Begrüßung

Plenum

11:20–11:45

Drei Perspektiven auf die Förderung: je ein Kurzimpuls aus Selbsthilfeorganisation, Selbsthilfekontaktstelle und Krankenkasse

Plenum

11:45–12:45

Werkstattrunde 1: Probleme und Ideen sammeln

Vier Thementische parallel, Themen s.u.

12:45–13:30

Mittagspause

–

13:30–14:30

Werkstattrunde 2: Ideen zu Vorschlägen ausarbeiten

Vier Thementische: gleiche Themen, neue Besetzung

14:30–14:45

Kaffeepause, Tandems hängen Vorschläge aus

–

14:45–15:30

Galerie der Vorschläge und Priorisierung

Rundgang, Priorisierung mit Klebepunkten

15:30–15:50

Vorstellung der Ergebnisse/ Verabredungen: Weiteres Vorgehen

Plenum

15:50–16:00

Abschluss

Plenum


Die Thementische im Einzelnen

Thema 1: Antrag, Bewilligung und Verwendungsnachweis vereinfachen. Hier geht es um den Aufwand, den ehrenamtlich getragene Gruppen und Organisationen mit Formularen, Fristen und Nachweisen haben. Leitfragen: Wo entsteht heute der größte Aufwand ohne erkennbaren Nutzen für die Prüfung? Welche Schritte ließen sich vereinheitlichen, digitalisieren oder für kleine Förderbeträge vereinfachen? Was brauchen die Kassen mindestens, um ordnungsgemäß prüfen zu können?

Thema 2: Pauschal- und Projektförderung transparent und bedarfsgerecht gestalten. Im Mittelpunkt stehen die Vergabeverfahren, die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Beteiligung der Selbsthilfe. Leitfragen: Welche Informationen über Kriterien und Entscheidungen fehlen den Antragstellenden? Wie kann die Beteiligung der Selbsthilfe an den Förderrunden wirksamer werden? Welche Bedarfe fallen heute zwischen Pauschal- und Projektförderung durch?

Thema 3: Vielfalt der Selbsthilfe zielkonform fördern. Die Angebote der Selbsthilfe sind sehr unterschiedlich, auch neue Formate werden entwickelt, wie z. B. digitale Angebote, junge Selbsthilfe und Gruppen, die sich nicht in klassischen Vereinsstrukturen organisieren. Leitfragen: Welche Angebote werden heute nicht oder nur schwer gefördert? Welchen Kriterien müssen die Angebote genügen, um als förderfähig zu gelten? Wie lassen sich Qualität und Selbsthilfebezug der Angebote prüfen, ohne sie zu überfordern? 

Thema 4: Zusammenarbeit vor Ort und Rolle der Selbsthilfekontaktstellen. Dieses Thema betrachtet die regionale Ebene, auf der Selbsthilfegruppen, Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfeorganisationen und Krankenkassen zusammenwirken. Leitfragen: Wo funktioniert die Zusammenarbeit gut und was lässt sich davon übertragen? Mit welchen Herausforderungen sind die Strukturen vor Ort konfrontiert, und an welchen Stellen benötigen sie Unterstützung? 


Teilnehmer

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