Info
Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen haben häufig Krieg, Verfolgung, Gewalt oder existenzielle Bedrohungen erlebt. Diese Erfahrungen wirken oft weit über das akute Geschehen hinaus und beeinflussen das Erleben, Verhalten und die Beziehungsfähigkeit der Betroffenen nachhaltig. Für Fachkräfte in der Arbeit mit geflüchteten Menschen stellt dies besondere Anforderungen an Haltung, Kommunikation und Selbstfürsorge.
Wir laden Sie herzlich zu unserer Online-Veranstaltung zum Thema „Traumasensibles Arbeiten in Unterkünften für geflüchtete Menschen & Schutz und Umgang mit Sekundärtraumatisierung" am 23.04.2026 von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr ein. Dieses Seminar vermittelt fundiertes Grundlagen wissen zu Trauma, Traumafolgestörungen (u.a. Posttraumatische Belastungsstörung), Stabilisierung und traumasensibler Beziehungsgestaltung im Kontext der Arbeit mit geflüchteten Menschen. Dabei wird insbesondere ein Schwerpunkt auf die traumapädagogischen Prinzipien bzw. die traumapädagogische Haltung gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sekundärtraumatisierung: Fachkräfte, die mit belastenden Lebensgeschichten arbeiten, sind selbst erhöhtem Stress und emotionaler Belastung ausgesetzt. Das kann dazu führen, dass sich die Symptome der Klient*innen auf Fachkräfte übertragen können. Daher ist die Selbstfürsorge in diesem Arbeitsbereich besonders wichtig.
Um die Veranstaltung noch praxisnäher zu gestalten, laden wir Sie ein, eigene Fallbeispiele und Fragen bereits im Vorfeld anonymisiert per Mail an gewaltschutz@caritas-karlsruhe.de einzusenden. Die Einreichungen werden an die Referentin weitergeleitet und nach Möglichkeit im Online-Seminar aufgegriffen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen interaktiven digitalen Austausch!
Referentin: Henrike Krüsman. Master Soziale Arbeit. Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft nach § 8 a SGB VIII. Zertifizierte Trainerin von UNICEF zur Umsetzung der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften.
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen sowie an Leitungskräfte in Unterkünften für geflüchtete Menschen, an Mitarbeitende in kommunalen Behörden, Landesbehörden und Beratungsangeboten für geflüchtete Menschen.
Teilnahmegebühr: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Aufgrund der BMBFSFJ-Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird die Veranstaltung für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten.
Die digitale Schulung wird veranstaltet von DeBUG 2.0 Süd - Kontaktstelle für Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland
Kontakt bei Rückfragen: Isabell Auer und Sabrina Wachter. Multiplikatorinnen für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland gewaltschutz@caritas-karlsruhe.de.
Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) ist ein Projekt der Wohlfahrtsverbände AWO Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz und Der Paritätische Gesamtverband und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.